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Sonntag, 31. Mai 2020

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Turks & Caicos PDF Drucken E-Mail
Very British
Von Johann N. Atzenbacher

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Die Turks & Caicos-Inseln im Südosten der Bahmas-Inselkette verzichteten in den 60ern auf die Unabhängigkeit und blieben einfach englische Kronkolonie. So herrscht die Queen noch immer über eines der schönsten Tauchgebiete der Karibik und ein illustres Völkchen.
Im Laufe der Geschichte mussten die Turks & Caicos einige Male verschiedenen gekrönten Häuptern huldigen. Columbus machte aus dem Guanahani der Ureinwohner kurzerhand San Salvador und nahm es für den spanischen König in Besitz. Später fielen sie an die Seemacht England. Die Inseln sind bis heute nicht an die große Tourismusglocke gehängt worden und das dürfte auch so bleiben: Beste Voraussetzungen für Taucher.
Cecil Ingram, Besitzer des Sea Eye Diving Center auf Grand Turk, kennt die Tauchplätze rund um die Insel. Dennoch erntet Cecil einige Skepsis, als er im ersten Briefing nicht nur von intakten Riffen und wunderschönen Steilwänden schwärmt, sondern für die nächsten Tage auch noch Großfische wie handzahme Nassau-Grouper oder Adlerrochen verspricht. Vorerst allerdings ist ein Abstieg in der näheren Umgebung geplant, nämlich beim großen Anlegesteg im Süden der Insel, dem South Dock.


Steilwände locken

Auf der Westseite von Grand Turk verfärbt sich das Wasser vor dem Strand tiefblau. Rund um das South Dock leben etliche Plattfische. Diese tropischen Flundern können sich farblich dem Untergrund anpassen. Nur wenig weiter wachsen die ersten Korallen und markieren die beginnende Steilwand. Längs der gesamten Westseite Grand Turks findet sich zwischen Sand und Drop-Off ein Korallensaum. Bei durchschnittlichen Sichtweiten von 30 bis 40Meter tummelt sich viel Fisch. Hornkorallen (Karibikfächer) stehen dicht an dicht, dazwischen lebt eine Tierwelt aus atlantischen und karibischen Bewohnern.s19_09-1
Rund zwanzig Seemeilen entfernt und durch den Turks & Cacos Channel getrennt liegt das Caicos Archipel. Vor South Caicos liegen in rund fünfzehn Meter die Reste einer zweimotorigen Maschine. Die Tragflächen und das Stück Rumpf liegen wie geparkt auf dem Meeresboden und sind schon von der Oberfläche aus zu sehen. Kanzel und Heck des Fliegers sind allerdings abgebrochen. In der übriggebliebenen Röhre versuchen sich große Makrelen als Pilotfische, während ein standorttreuer Barrakuda im Schatten der Tragflächen haust. Zum Glück für die Taucher ist das Flugzeug auf den eher sandigen Grund gefallen, denn nur ein paar Meter weiter stürzt das Riff auch hier steil in die Tiefe. Spätestens wenn Cecil den Tauchplatz Eagles Nest anfährt, dürfte auch der letzte Skeptiker eines besseren belehrt sein. Die im Durchmesser einen Meter großen Stachelrochen dürften sich, auch wenn sie sich kraulen lassen, etwas zurückgesetzt fühlen, aber ihnen ist wohl irgendwie klar geworden, dass sie gegen ein halbes Dutzend kreisender Adlerrochen mit nicht weniger beeindruckender Spannweite nur geringe Beachtung finden.

Die Mischung macht’s
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Obwohl die Turks & Caicos nicht nur einfach Mitglied des Commonwealth, sondern richtig echte britische Inseln sind, hat sich hier eine Art zu Leben entwickelt, die die Karibik von ihrer schönsten Seite präsentiert. Ein bisschen vom american way of life ist dabei (Touristen), ein bisschen britisches Understatement sind mit ganz viel Karibik vermischt. Dazu liegen die beiden Archipele am Rande des Atlantiks, so dass unter Wasser karibische und atlantische Einflüsse attraktive Tauchreviere schaffen.

 
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