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Tauchen mit ATLANTIS, dem Tauchmagazin mit Pfiff
ATLANTIS Magazin für Divestyle ist anspruchsvoller Lesestoff für Taucher, die über den Maskenrand hinausblicken. Neben packenden Reportagen, fundierten Medizin-, Biologie-, Technikberichten finden Sie in ATLANTIS auch Kultur, Unterhaltung und vieles mehr. Das Tauchmagazin können Sie bei uns unter der Rubrik Service/Heftbestellung oder über den 4DVerlag bestellen.
 
Eine Sammlung der Titelbilder ab 2009 finden Sie hier
 
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Stürme statt Piraten
galeone-sturm(Bild: pxhere.com, barocke Galeonen im Sturm, Text: Heinz Käsinger)

Beladen mit Kanonen, Schätzen, Seeleuten und Entdeckern, die verbissen die Welt ergründen – und vor allem kartographieren – wollten, traten Hunderte spanischer Galeonen den Weg aus der Neuen Welt zurück nach Hause an. Darauf hatten Piraten nur gewartet. Um ihnen auszuweichen, steuerten die Schatzschiffe auf die hohe See zu.

Ein fünfjähriges Forschungsprojekt im Auftrag des spanischen Kulturministeriums hat nun ergeben, dass das Wetter (und nicht die Piraten) maßgeblich für das Schicksal zahlreicher Havarien war. Laut dem Bericht der Wissenschaftler, die 681 Schiffswracks aus fünf Jahrhunderten untersuchten, forderten entweder tropische Stürme oder Hurrikane 91,2 Prozent der Schiffe. Nur 0,8 Prozent wurden bei Piratenangriffen versenkt und 1,4 Prozent gingen bei Seeschlachten mit verfeindeten Mächten verloren. In 4,3 Prozent der Fälle liefen die Schiffe auf Felsen oder gingen durch Navigationsfehler unter.
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Todesursache: Plastikmüll

grafik_mikroplastik_fraunhofer_horschler(Prozentuale Verteilung der Herkunftsquellen von Mikroplastik, Grafik mit freundlicher Genehmigung des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, Text von Heinz Käsinger)

In den letzten Monaten häuften sich die Todesfälle von Meerestieren durch verschluckten Plastikmüll. Anfang März 2019 fand man vor den Philippinen das bislang aktuellste Opfer: Ein Cuvier-Schnabelwal. Der tote Wal, der auf den Philippinen angespült wurde, hatte 40 kg Plastiktüten im Magen, haben Forscher gesagt. Arbeiter des D’Bone Collector Museum bargen den Cuvier-Schnabelwal östlich von Davao City Anfang März. In einem Facebook-Post sagte das Museum, dass das Tier das mit „dem meisten Plastik, das wir je in einem Wal gesehen haben“, gefüllt gewesen sei.

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Norwegen: Stilvoll dinieren unter Wasser

under-1(Bilder: 'Under', Text: Heinz Käsinger, Bild oben: das „Under“ an der südnorwegischen Felsküste ragt diagonal aus dem Wasser, Bild unten: der Küchenchef persönlich erntet, was das Meer um das Lokal herum hergibt)

In Israel gab es schon Anfang dieses Jahrtausends eines – in Eilat am Roten Meer. Und auch die Malediven haben zwei oder drei. Seit Ende März 2019 nennt auch Europa ein Unterwasserrestaurant sein Eigen: An der Südküste Norwegens bauten die Brüder Gaute (45) und Stig (43) Ubostad eine Art Betonbunker schräg ins Meer hinein, bis fünf Meter unter die Wasseroberfläche. Von dort aus ragt es diagonal aus dem Meer in den Himmel hinein. Ausführende des gewagten aber spektakulären Gebäudes waren die bekannten Osloer Architekten SnØhetta, die in New York das Mahnmal für die Opfer des 11. September 2001 und auch die Osloer Oper entworfen hatten.

under-2Nahe dem Ort Lindesnes an der norwegischen Südküste können nun 40 Essensgäste Auge in Auge mit den Meerestieren der Nordsee ihre Gerichte genießen. Insgesamt, d. h. mit dem Barbereich, verfügt das Lokal über 100 Plätze – die von einer zehnköpfigen Küchenbrigade und zahlreich vorhandenem Servicepersonal bedient werden. Die Speisekarte listet vorwiegend lokale Gerichte auf, deren Zutaten auch aus der Umgebung kommen, vor allem aus dem Meer.

Insgesamt verbauten die Architekten 1600 Tonnen Beton. Die Wände sind etwa 90 Zentimeter dick und die Panorama-Sichtscheibe ins Meer hinaus besteht aus Acrylglas. Gekostet hat das Unterwasserrestaurant knapp acht Millionen Euro.

Wenn es so weiter geht, wie es begonnen hat, dann haben die beiden Brüder die Investition geschwind wieder eingenommen. Bereits 7500 Gäste haben reserviert, so dass das Lokal bis Mitte September 2019 ausgebucht ist. Bei einem Menüpreis (ohne Getränke) von 2250 Norwegischen Kronen, was rund 250 Euro entspricht, wäre das rein rechnerisch in etwa fünf Jahren der Fall. ATLANTIS drückt jedenfalls die Daumen.

 

 



 
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