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Sonntag, 31. Mai 2020

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Die Wracks von Curaçao PDF Drucken E-Mail
Alte Liebe rostet nicht
Von Dietmar Reimer

Wer nach den Wracktauchplätzen dieser Welt gefragt wird, der ist sofort mit der fernen Truk Lagoon oder mit dem schwer zu betauchenden Scapa Flow zur Hand. Auch die Wracks vor der südfranzösischen Küste gelten als Traumziel – die meisten davon allerdings jenseits der 40-Meter-Grenze. Vor Curaçaos Küste aber liegt eine Hand voll attraktiver Wracks, die zudem noch ohne komplizierte Spezialausrüstung zu erreichen sind.

s11_flugze~1-2 Das „Towboat“, von manchen auch „Tugboat“ genannt, kennt fast jeder Taucher. Denn es fungierte lange Jahre in der Tourismuswerbung als das Motiv Curaçaos. Der kleine Schlepper liegt im Osten der Insel in nur geringer Tiefe vor dem großen Ölpier und unterhalb der Quarantänestation. In seiner Umgebung wohnen Tausende zahme Fische. Kein Wunder, fast jeder Taucher, der das Tugboat besucht, hat eine Leckerei für sie dabei: trockenes Brot, hart gekochte Eier, Essensreste.
Mehrmals die Woche kommen amerikanische Reisegruppen in großen Bussen an. Dann schwimmen 50, 80 ja bis zu 100 Schnorchler zum Wrack hinaus. Darauf haben die Fische nur gewartet. In Sekundenschnelle verwandelt sich das Wasser in eine Fischsuppe. Die mitgebrachten Leckereien, die Leiber der Fische und die aufgewühlten Schwebeteile legen sich wie eine Nebelwolke um das Tugboat. Eine Stunde später ist der Spuk vorbei und der kleine Schlepper rostet wieder einsam vor sich hin.
Wenige hundert Meter Richtung Osten liegt ein Geheimnis in Form eines Ankers auf dem Meeresgrund. Er gibt Geschichtsforschern einige Rätsel auf und Archäologen und Historiker verbrachten schon Tausende von Stunden in den Schifffahrts-Archiven von Amsterdam, Lissabon und Madrid. Indes, die Herkunft des Ankers ist nicht mehr zu rekonstruieren. Vielleicht sogar liegt in unmittelbarer Nähe des Artefakts ein Schatzschiff, bedeckt mit Sand, Geröll und Korallen – und keiner weiß es.
Auch die Reste des 1906 gestrandeten Frachters S.S. „Oranje Nassau“ liegen in geringer Tiefe. Das Wrack lässt sich nur bei sehr ruhiger See betauchen, wenn keine Dünung herrscht. Gefährlich ist es auch bei Dünung nicht, da das Schiff aber auf feinem Sandgrund liegt, verursacht schon die geringste Wasserbewegung eine eklatante Verschlechterung der Sicht. Die „Oranje Nassau“ ist leicht zu finden, sie liegt direkt vor dem bekannten „Seaquarium“ beim „Lions Dive Hotel“. Nur wenige Meter weiter Richtung offener Ozean findet der Taucher außerdem zwei große, alte Anker, deren Zugehörigkeit heute nicht mehr ermittelt werden kann.
Im Westen der Inselhauptstadt Willemstad liegt das wohl bekannteste Wrack der Insel, die „Superior Producer“. Sie sank aufgrund hoffnungsloser Überladung und schwerer seemännischer Fehler. Ein einigermaßen sicherer Taucher schafft die 30 Meter Tiefe leicht, in der das Wrack ruht. Nur manchmal können hier Strömungen herrschen.s12_ssoran_1
Eine nette Attraktion für Taucher sind die Überreste eines kleinen Sportflugzeugs, das der Besitzer des Hotels „Coral Cliff“ vor Hotel und Tauchbasis versenkt hat. Noch heute, fast 20 Jahre später, dient das Wrack als Anziehungspunkt für Tauchgruppen.
Nahezu unbekannt hingegen ist das Wrack von Santu Petru. Es liegt kopfüber auf ebenem Sandgrund. Kaum ein Taucher verirrt sich hierher. Obwohl die Lage im flachen Wasser auch Schnorchlern herrliches Wrackambiente bietet.
Das neueste Wrack, das Curaçao zu bieten hat, wurde erst vor wenigen Tagen versenkt. Und zwar von den Inhabern der Appartementanlage samt Tauchbasis „All West“ am Westpunt Curaçaos. Es handelt sich um ein ausgedientes Linienflugzeug, mit dem noch vor wenigen Monaten innerhalb der ABC-Inseln Passagiere von Curaçao nach Bonaire und nach Aruba transportiert wurden.

Information und tauchen:
Fremdenverkehrsamt von Curaçao, München: +49(0)89/517 03 296

www.allwestcuracao.com
www.habitatcuracaoresort.com
 
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