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Donnerstag, 15. November 2018

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Rekord-Sommerloch 2018: Von Pythons, Waranen und Krokodilen PDF Drucken E-Mail
In diesem Sommer scheint das Loch, in das alljährlich die Medien wegen fehlender Neuigkeiten aus Politik, Boulevard und Sport fallen, besonders tief zu sein. Trotz Fußballweltmeisterschaft, samt frühem Ausscheiden der deutschen Heroen, dem Streit in der CDU/CSU, dem europäischen Gezänke um Flüchtlingsquoten und Rettungsaktionen im Mittelmeer, gab es selten so viele exotisch-gefährliche Tiere, die lauschige Baggerseen, erfrischende Flüsse und tiefe Talsperren unsicher – und die Seiten der Presse voll machten.
Bei Hameln wurde zum Beispiel in der Weser ein riesiger Tigerpython entdeckt. Angler wurden auf die 3,5 Meter lange Würgeschlange aufmerksam und verständigten die Polizei. Diese wiederum zog einen Fachmann hinzu, der das Tier einfing und seinen Besitzern zurückgab: Die Schlange war aus einem in der Region gastierenden Zirkus entkommen.
Im bayerischen Eglfing sichtete ein Badegast gar ein Krokodil, das auf der Wasseroberfläche lauerte. Die eilig herbeigerufene Polizei war ratlos, wie das gefährliche Tier einzufangen sei. Allerdings zeigte ein Anwohner beträchtlichen Mut – bzw. wie man heute sagt dicke Eier. Er sprang, entgegen dem Rat und zum Entsetzen aller Anwesenden, ins Wasser, weil er sich ganz sicher war, dass es sich beim vermeintlichen Krokodil um eine Fälschung handelte. Tatsächlich hatten Scherzbolde eine täuschend echt gefertigte Attrappe auf einer Stange befestigt, sodass es aussah, als triebe eine echte Panzerechse im Teich.
Am Rhein bei Basel war in Weil ein riesiger und nach Angaben des Besitzers auch ziemlich bissiger Waran entkommen, den folgerichtig später Spaziergänger im Uferschilf des Flusses entdeckten – oder besser zu entdecken glaubten. Der vermeintliche Waran war ein treibender Ast.
Auch unsere allernächsten und auch etwas weiter entfernt lebenden Nachbarn werden von Raubreptilien bedroht: Im Vierwaldstäter See, südlich Luzern, jagten wackere Freiwillige einen Alligator, der einem Züchter entwischt war. Das rund 1,5 Meter lange Jungtier wurde zwar im See gesehen, blieb jedoch verschwunden. Sollte es bis zum Herbst nicht gefunden werden oder freiwillig zu seinem Herrchen zurückfinden, droht dem Exoten der Kältetod. An die sechs Meter lang sein soll ein Python, dessen Haut südlich von Warschau an der Weichsel gefunden wurde – ohne das Tier darin. Dutzende von Menschen beteiligten sich an der Suche. Gefunden wurde das Tier ebenfalls nicht. Allerdings, so Fachleute, könnte es sich auch um einen Scherz mit einer alten Schlangenhaut handeln. Im weit entfernten Russland gab es während der WM bei Sotschi in einem Wald am Schwarzen Meer einen grausigen Fund. Eine Spaziergängerin fand beim Beerenpflücken einen toten Delfin. Tierretter hatten den Kadaver untersucht, jedoch die Todesursache nicht feststellen können. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Tierquälerei gegen Unbekannt. Heinz Käsinger
 
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