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Sonntag, 19. August 2018

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Krabbenpulen wieder in Deutschland PDF Drucken E-Mail

Der Nordseekrabbe geht es jetzt wieder in Deutschland an die Schale  (Text: Heinz Käsinger, Foto: Hans Hillewaert/Wikipedia)

krabbeNordseekrabben sollen bald wieder in Deutschland gepult werden. Das sieht eine Initiative der Erzeugergemeinschaft Küstenfischer der Nordsee vor. Bis in die 1990er Jahre hinein wurden in der Nordsee gefangene Krabben auch vor Ort geschält: Den fieseligen Job hatten vor allem Frauen in Heimarbeit übernommen gehabt.

Dann gab es neue, strengere Hygienevorschriften in der EU und das Krabbenpulen wurde hierzulande unattraktiv – für die Auftraggeber genau so wie für die Auftragnehmer. Ab sofort wurden die in der Nordsee gefangenen Krabben über mehrere Tausend Kilometer weit nach Nordafrika oder in die Turk-Staaten transportiert, um dort geschält zu werden. In extremen Fällen wurde die fertige Ware dann noch in einem ganz anderen Land portioniert und verpackt.

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Kabeljau: Fangquoten dringend senken PDF Drucken E-Mail
Der internationale Rat für Meeresforschung (ICES) empfiehlt der Europäischen Union dringend, für das Jahr  2019 die Kabeljau-Fangquoten in der und um die Nordsee zu senken. Betroffen wären die Gebiete Ärmelkanal, Skagerrak und die Nordsee selbst. Derzeit liegt die Quote bei rund 53 000 Tonnen Kabeljau. Geht es nach dem Willen des ICES, sollen es im kommenden Jahr nur noch 28 000 Tonnen sein.
Unterstützung bekommt der IECS von weiteren Umweltverbänden wie Greenpeace, dem BUND oder auch von der Stiftung Deutsche Umwelthilfe: Die Politik solle endlich die wissenschaftlichen Gutachten der Forschung ernst nehmen und die Fangquoten senken. Andernfalls drohe der Kollaps der Bestände. Umgekehrt haben Fischer und Fischereiverbände Widerstand gegen eine Senkung der Quoten angekündigt. Die Empfehlungen des IECS werde in Brüssel zwar zur Entscheidungsfindung herangezogen, sind jedoch für den Ministerrat nicht bindend. Eine Entscheidung wird im Oktober erwartet. H. K.

 

 
Rekord-Sommerloch 2018: Von Pythons, Waranen und Krokodilen PDF Drucken E-Mail
In diesem Sommer scheint das Loch, in das alljährlich die Medien wegen fehlender Neuigkeiten aus Politik, Boulevard und Sport fallen, besonders tief zu sein. Trotz Fußballweltmeisterschaft, samt frühem Ausscheiden der deutschen Heroen, dem Streit in der CDU/CSU, dem europäischen Gezänke um Flüchtlingsquoten und Rettungsaktionen im Mittelmeer, gab es selten so viele exotisch-gefährliche Tiere, die lauschige Baggerseen, erfrischende Flüsse und tiefe Talsperren unsicher – und die Seiten der Presse voll machten.
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Ja-Wort für ein Krokodil PDF Drucken E-Mail
Dass Religion den Menschen die Sinne verwirrt, wusste schon Marx zu kritisieren. Ein besonders krasser Fall von religiösem Irrsinn findet alljährlich im südlichen Mexiko statt: Im Fischerdorf San Pedro Huamelula ist es die Pflicht des amtierenden Bürgermeisters, ein Krokodil zu heiraten, um den Fischern einen reichen Fang zu bescheren. Das Krokodil wird von den Dorfbewohnern als Kleintier gefangen und großgezogen. Ist es im heiratsfähigen Alter, das heißt so 80 Zentimeter bis 1,5 Meter lang, wird es zur Trauung vorbereitet. Es wird mit Blumen geschmückt und bekommt ein Hochzeitskleid aus einem dekorativen Fischernetz umgehängt. Dann trägt es der Bürgermeister durchs Dorf, wobei die Bevölkerung Spalier steht. Auch die Fischer tragen Schärpen und Schals aus Fischernetzen oder auch Angeln und Keschern. Das Brautpaar wird mit Fruchtbarkeitssymbolen wie Reis oder Mais beworfen.
Dieses Ritual findet jedes Jahr zu Ehren des heiligen Pedro statt, Namensgeber und Schutzheiliger des Ortes. Die Bevölkerung adaptierte die Zeremonie, die auf heidnische Bräuche der Oaxaca-Indianer zurückgeht, kurzerhand an den katholischen Glauben, dem man heute mehr oder weniger inbrünstig anhängt.
Wie es bei einer richtigen Hochzeit so Sitte ist, muss auch bei der Krokodilsheirat der Bräutigam die Braut küssen. Extra dazu wird dem Reptil die Schnauze zugebunden, um dem stürmischen Bräutigam etwaige Unannehmlichkeiten zu ersparen.
Ob sich der Bürgermeister vor der Heirat mit dem Panzertier von einer etwa vorhandenen menschlichen Frau scheiden lassen muss, ist nicht bekannt. Es ist aber eher unwahrscheinlich. Denn Mexiko hat, obwohl erzkatholisch, erstaunlich liberale Ansichten über Ehe und Treue. Die Behörden drücken, angesichts von Zweit- oder gar Drittfrauen, schon mal alle Augen zu.
Heinz Käsinger
 
Zwei Belugas gehen in Rente PDF Drucken E-Mail

beluga_stanshebsBeispielfoto: Belugawal im Zoo von Vancouver (Foto: Stan Shebs/Wikipedia)

Die beiden Belugawale Little Grey und Little White gehen in Rente. Lange Jahre waren sie eine der Attraktionen des Shanghaier Zoos, jetzt, so befand die Direktion, sei es an der Zeit, die Tiere in die Freiheit zu entlassen. In einer isländischen Bucht gibt es den weltweit ersten Gnadenbereich für Belugas und dorthin sollen die beiden Wale gebracht werden. Dafür aber müssen sie erst fit gemacht werden. So wird das Wasser im Zoobecken langsam aber stetig abgekühlt, bis es sich dem Bereich der Wassertemperatur des Nordmeeres annähert. Auch längere Tauchgänge müssen geübt werden. Im vergleichsweise flachen Becken des Zoos waren Little Grey und Little White immer nur für wenige Sekunden unter Wasser. Darüber hinaus werden das Verhalten in schwerem Wellengang und Jagdtrieb geschult. Wenn alles sitzt, heißt es für die beiden Kleinen: Ab nach Island. Dazu reisen sie rund 10 000 Kilometer weit mit dem Flugzeug gen Norden. ATLANTIS wünscht den Meeressäugern alles Gute.

 
Ein kaiserlicher Tauchgang PDF Drucken E-Mail

kaiserpinguinEines Tages entschied sich ein Pinguin im Rossmeer, Antarktis, einen Tauchgang zu unternehmen. 32,2 Minuten später kam er wieder an die Luft – und stellte damit einen neuen Pinguin-Rekord im Dauertauchen auf.

Warum wir das wissen? Wissenschaftler nahmen den längsten Pinguin-Tauchgang der Welt auf, eine Leistung, die den bisherigen Rekord um fünf Minuten brach. Sie taten dies, nachdem sie im Jahr 2013 20 Kaiserpinguine mit Satellitensendern markiert hatten, um ihre Fütterungsroutinen zu verfolgen. Die Ergebnisse, die in der Zeitschrift Marine Ecology Progress Series veröffentlicht wurden, haben unser Verständnis der Ausdauer von Pinguinen verändert. Im Laufe von 96 000 Tauchgängen erreichten die Pinguine regelmäßig Tiefen von mindestens 90 Metern – in einem Fall fast 500 Meter! Während die durchschnittliche Tauchzeit nur wenige Minuten betrug, übertrafen 17 Tiere den bisherigen Rekord von 27,6 Minuten. „Es zeigt, wie ausdauernd die Pinguine sind“, sagte Kim Goetz vom National Institute for Water and Atmospheric Research in Neuseeland. Sie fügte hinzu, dass sich die Länge und Tiefe der Tauchgänge je nach Umgebung änderte, wobei die längeren Tauchgänge im offenen Meer durchgeführt wurden. „Das hängt wahrscheinlich mit dem Nahrungsangebot zusammen. Auf dem Schelf deuten die kürzeren Tauchgänge darauf hin, dass sie nach Krill suchen, während es im tieferen Ozean wahrscheinlich Fische sind“, meint Dr. Goetz. „Die Tiere steigen viel weiter ab, als wir dachten. Das Verständnis ihres gesamten Lebenszyklus’ ist entscheidend für die Vorhersage, wie Kaiserpinguine auf Umweltveränderungen reagieren könnten.“  Heinz Käsinger

 
Glücksschuss: Tierfilmer knipsen Fächerflossen-Seeteufel PDF Drucken E-Mail

So ein Bild hat es noch nicht gegeben: Die beiden Tierfilmer Kirsten und Joachim Jakobsen, Rebikoff-Niggeler-Stiftung, trafen in 800 Metern Tiefe auf einen Fächerflossen-Seeteufel und es gelang ihnen den Fisch zu filmen und zu fotografieren. Die denkwürdige Begegnung fand im Nordatlantik statt, südlich der Azoreninsel São Jorge. Es ist das erste Bilddokument, das von diesem Fisch gelungen ist.

8a6d8535-b9e1-4e61-bbfe-c6df4b292e66Die im Vergleich überproportional langen Flossenstrahlen haben dabei ähnliche Aufgaben wie die Barthaare von Katzen: sie dienen als Sensoren in einer völlig lichtlosen Tiefsee. Besonders erwähnenswert ist das Paarungsverhalten diese Tiefseebewohner. Das Männchen ist 50 bis 60 Mal kleiner als das Weibchen. Bei der Paarung verschmelzen die Körper der beiden Fische und oft verdaut das Weibchen das Männchen nach der Paarung vollständig. Der Fächerflossen-Seeteufel gehört zur Familie der Anglerfische.

(Foto: Kirsten und Joachim Jakobsen/Rebikoff-Niggeler-Stiftung)

 
Taiwan: Strandputzaktion mit seltenem Fund PDF Drucken E-Mail
kameraDie Kamera war dicht von Seepocken besiedelt wurden (Foto: Park Lee, Text: H.K.)
Wie zuverlässig und strapazierfähig Unterwasser-Kameragehäuse aus Kunststoff sind, wurde schon mehrfach unter Beweis gestellt. Im vergangenen Jahr überquerte eine Kamera beispielsweise die Nordsee von Schottland nach Norddeutschland. Und auch der Autor dieses Artikels verlor eine DX1G in der Traun, die ein Jahr später wiedergefunden wurde – mit intakter Kamera und ohne Wassereinbruch.
Glück und Zufall waren wohl auch im Spiel, als eine Kamera wieder entdeckt wurde, die mehr als zwei Jahre auf Hoher See unterwegs war und kürzlich wieder auftauchte.

Das Unterwassergehäuse samt Kamera wurde an einem Strand in Taiwan angespült. Die Kamera wurde von einer Gruppe von Schülern und ihrem Lehrer entdeckt. Zunächst rätselte man darüber, was das sein könnte, denn das Gehäuse war über und über mit Seepocken und Tang bedeckt. Als man den Fund identifiziert hatte, entschied man sich, den Besitzer aufzuspüren, um die Kamera zurück zu geben. Die Schüler starteten eine große Kampagne auf facebook – und hatten Erfolg damit.

„Ich konnte es nicht glauben“, sagte Kamerabesitzerin Serina Tsubakihara der BBC. „Ich war super überrascht, als mir meine Freunde davon erzählten und mir den Post mit den Bildern schickten.“ Die japanische Studentin war im Urlaub auf der Insel Ishigaki, Okinawa, etwa 250 km östlich von Taiwan, als ihr die Kamera aus der Hand glitt. „Ich tauchte und verlor die Kamera, als einem meiner Freunde die Luft ausging und er meine Hilfe brauchte.“ Das war im September 2015 und als die Kamera aus ihren Händen fiel, nahm Serina Tsubakihara an, dass sie für immer verloren sei. Aber sicher im Gehäuse verstaut, begab sich die Kamera auf ihre eigene Reise. Sie legte Hunderte von Kilometern zurück und wurde schließlich an einem Strand in Taiwan angespült. Dort wurde sie, wie bereits beschrieben, von einer Gruppe von Grundschulkindern während einer Strandputzaktion entdeckt.

„Ein 11-jähriger Junge hat die Kamera gefunden“, erzählt Lehrer Park Lee. „Die Hülle sah eher aus wie ein Fels, fast vollständig mit Seepocken und Muscheln bedeckt. Wir dachten, die Kamera sei kaputt, aber dann haben wir zufällig eine Seepocke auf dem Gehäuse abgeschlagen und einen Knopf gefunden, um das Gehäuse zu öffnen. Kein Tropfen Wasser war eingedrungen und die Kamera im Inneren schien in gutem Zustand zu sein. “Noch erstaunlicher, der Junge schaltete den Strom ein und der Akku hatte noch Spannung!“ Da einige der Bilder aus Japan stammen, dachten die Finder, der Besitzer sei vielleicht Japaner. Also haben sie ihre Nachrichten auf Chinesisch und Japanisch auf facebook gepostet.

Ehe es sich die Schüler versahen, war der Post mehr als 10 000 Mal geteilt worden und fand schließlich seinen Weg zu Frau Tsubakihara. „Ich bin so glücklich, vor allem über die netten, ehrlichen Finder“, strahlte Serina. „Diese Bilder auf der SD-Karte erinnern mich an alte Erlebnisse und brachten mich zurück in jene alen Tage.“ Auf jeden Fall geht es im Juni nach Taiwan, um der Klasse zu danken und ihre lange verlorene Kamera abzuholen.


 
Flussdampfer sinkt in der Irischen See PDF Drucken E-Mail

cromwell„MV Oliver Cromwell“ versinkt in der Irischen See (Foto: Holyhead Coastguard, Text: H.K.)

Ein Raddampfer- und Flussboothotel im Mississippi-Stil ist vor der Küste von Nordwales gesunken, als es nach Nordirland geschleppt wurde. Das Schiff mit dem Namen „MV Oliver Cromwell“, begann am Freitag,  25. Mai 2018, etwa 12 Meilen (19 km) westlich von South Stack bei Holyhead, Anglesey, zu sinken.

Die Holyhead Coastguard wurde kurz vor 15:00 Uhr MESZ gerufen, konnte aber nicht verhindern, dass das Boot in der Irischen See unterging. Niemand an Bord wurde verletzt und keine Umweltverschmutzung verursacht.

Der Royal Navy Holyhead Steuermann Tony Price, ein Augenzeuge, sagte: „Es war sehr traurig, ein so schönes Schiff sinken zu sehen, aber niemand war gefährdet und der leere  Treibstofftank an Bord bedeutete, dass es keine Umweltprobleme geben würde.“

Die „Oliver Cromwell“ wurde erstmals 1922 als holländisches Binnenschiff gebaut und 1993 zum Flussboothotel umgebaut. Es war auf dem Weg zu einem neuen Zuhause in Coleraine, Nordirland, nachdem es die letzten 25 Jahre in den Gloucester Docks festgemacht hatte.

Das Schiff stand dann zum Verkauf, wobei die English Holiday Cruises letztes Jahr noch mit einer Preisvorstellung von 245 000 Pfund (rund 281 000 Euro) auf Käufersuche ging.

Richard Clements, der Geschäftsführer des Unternehmens: „Wir haben uns darauf gefreut, dass das Schiff in Nordirland ein neues Leben bekommt und sind sehr verärgert, dass dies nicht mehr passieren wird. Bei allem aber sind wir dankbar, dass niemand verletzt wurde und keine Umweltverschmutzung aufgetreten ist. Wir haben den Käufern in Nordirland unser Bedauern ausgesprochen.“

 
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