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Dienstag, 26. September 2017

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AKTUELLES
Erste Druckkammer auf Nosy Be, Madagascar, eröffnet PDF Drucken E-Mail

img_5783(Foto: Life for Madagascar)

DAN Europe und DAN Southern Africa bilden Personal aus

Im Juli wurde dank der Unterstützung von DAN Europe und DAN Southern Africa eine Druckkammer auf der kleinen Insel Nosy Be, im Gesundheitszentrum „Vie et Harmonie“, offiziell eröffnet. Das ist eine gute Nachricht für alle Taucher in den Gewässern rund um Madagascar. Die durch Mitglieder finanzierten Tauchsicherheitsorganisationen bildeten gemeinsam das örtliche Personal aus, um das Management und die korrekte Bedienung der Druckkammer sicherzustellen.

Weitere Informationen: http://www.lifeformadagascar.org/camera-iperbarica-finalmente-operativa/

 
Der neue POSEIDON EDITION PE-MVE PDF Drucken E-Mail

2015-07_der neue pe-mve von bauer kompressorenViel Leistung zum Spitzenpreis

Wer einen schallgedämmten Atemluftkompressor mit geringer Stellfläche und gleichzeitig guter Lieferleistung gesucht hat, für den war bisher der MINI VERTICUS III von BAUER die erste Wahl.

Jetzt bietet sich mit dem neuen Modell  PE-MVE der POSEIDON EDITION eine vor allem preislich äußerst attraktive Alternative. Ein Redesign macht es möglich.  Der Wunsch von Kunden nach einem Modell in gewohnter BAUER Qualität aber mit reduzierten Ausstattungsdetails zugunsten eines besonders attraktiven Preises wurde berücksichtigt: Die Bedienung der Anlage findet über eine Start-Stopp-Automatik statt. Das ist ideal für einen autarken Betrieb und wenn die umfangreichen Steuerungs- und Überwachungsmöglichkeiten der B-CONTROL MICRO nicht benötigt werden. Das Filtergehäuse und die optionale B-SECURUS Filterüberwachung  sowie der Kondensatbehälter sind wartungsfreundlich an der Gehäusefront montiert. Wie auch beim MINI-VERTICUS III ist der Kompressorblock durch herausnehmbare Türen auf beiden Seiten bestens zugänglich.
In der leistungsstärksten Ausführung liefert der PE MVE trotz seiner kompakten Maße satte 300 l/min. Der neue PE-MVE ist ab August erhältlich und startet preislich je nach Ausführung ab 10.591,00 €

Kontakt: Ralf Deichelmann, Leiter der Verkaufsförderung: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

 
ENZO ALPIN: Ein alkoholfreies Trinkerlebnis auf 100% natürlicher Basis PDF Drucken E-Mail

enzoNormalerweise steht Enzian für Schnaps, in diesem Fall für eine leckere alkoholfreie Limonade ohne künstliche Aromen, Farbstoffe und Geschmacksverstärker. Enzo Alpin ist durch und durch alpenländisch österreichisch und kommt aus der Lungauer Genusswerkstatt von Familie Trausner. Hochkonzentrierte Extrakte aus händisch geernteten Wurzeln des Gelben Enzians sowie ausgesuchte Kräuter, Gewürze und Zitrone ergeben – mit Kohlensäure versetzt – ein fruchtiges, leicht prickelndes Getränk mit zartbitterer Note. Abgefüllt wird in kleinen Mengen in der regionalen Murauer Brauerei. Auch wenn dem Gelben Enzian im Alpenraum seit Generationen eine besondere Wirkung nachgesagt wird, soll Enzo Alpin kein Naturheilmittel sein, sondern – so Walter Trausner – „einfach nur eine Limonade, die gut schmeckt!“ Bei der Ernte von Enzian sind übrigens bestimmte Schutzbestimmungen zu beachten: „Wir beziehen ihn von einem Privatgrundstück nur in jener Menge, die wir wieder anbauen können.“ Das ATLANTIS-Team hat die Limonade auf ihre Taucher-Tauglichkeit getestet. Die Limonade ist ohne Einschränkung empfehlenswert! Weitere Infos unter www.enzoalpin.com

 
Yap: Manta Ray Bay Resort PDF Drucken E-Mail

dsc_4695 [1024 x 768] (kopie)Ende Januar 2015 – inmitten der Paarungszeit – kamen Gäste sowie renommierte Meeresbiologen und -schützer erstmals in Yap zu einem wissenschaftlichen Joint Venture zusammen.

Gastreferentin Margie Falanruw, ihres Zeichens Direktorin des Naturkunde-Instituts von Yap, vermittelte in ihren Vorträgen traditionelle Artenschutz-Ansätze und lokale Erfahrungswerte. Die portugiesische Meeresbiologin Ana Filipa Sobral gab als „die“ Expertin für Europas Mobula-Rochen (nahen Verwandten der Mantas) Einblicke in die Feldforschungsmethoden in ihrem Heimrevier, den Azoren.
Diese schlüssige Kombination aus lokalen Erfahrungswerten und wissenschaftlicher Methodik „made in Europe“ waren die Workshop-Teilnehmer bestens vorbereitet auf die zentralen Aufgaben, die während der Tauchgänge am Manta-Tummelplatz „Stammtisch“ auf sie warteten.
Unter der Leitung der regionalen „Manta Trust“-Projektleiterin Julie Hartup lernten die Gäste vorab, wie die Sichtungen und Detail-Beobachtungen an einzelnen Tieren in die offzielle Manta-Datenbank einfließen. Zentrale Fragestellungen betrafen die bevorzugten „Plankton-Krippen“, Putzerstationen sowie Balz-, Paarungs- und Geburtsstätten der lebend gebärenden Rochen. Dabei besteht die mittelfristige Zielsetzung darin, genügend Daten zu sammeln und katalogisieren um die ortstreuen Bestände der mikronesischen Mantas langfristig schützen zu können.

Eigentlich ist es kaum erwähnenswert, dass die abendlichen Multimedia-Vorträge auch den Erlebnisfaktor während der Tauchgänge in die Höhe schnellen ließen. Nicht weniger als 16 Tauchgänge wurden während der Woche durchgeführt.
Dabei drehte sich dennoch nicht alles nur um Fotos und die Identifizierung einzelner Tiere, deren Geschlecht, Alter, möglicher Trächtigkeit und Spuren kurz vorausgegangener Paarungen.
Neben regelmäßigen Besuchen der Manta-Hotspots und dem besten Hai-Platz der Insel standen auch Nachttauchgänge, Steilwand-Vorbeiflüge, Dämmerungstauchgänge zur Mandarinfisch-Paarung und abenteuerliche Besuche von wenig oder bislang gar nicht betauchten Spots auf der Tagesordnung. Und die fielen mit Sichtungen von sechs liebestollen Sepias bis hin zu einem jungen Hammerhai durchaus außergewöhnlich aus.
Abgerundet wurde die Woche natürlich auf klassische Manta Ray Bay-Art: Am Stickstoff-freien Tag stand nach einer Inseltour und einem Tauchgang in die Folklore Mikronesiens eine zünftige Abschlussparty am Privatstrand an. Mit Barbeque, frischen Kokosnüssen, Wein, Softdrinks und Bier vom Fass – wer Manta Man Bill Acker und Team kennt, weiß, dass bei allem Anspruch auch Spaß und Geselligkeit nicht zu kurz kommen.

 
Japan will unter Wasser eine Stadt bauen PDF Drucken E-Mail

bildschirmfoto 2015-03-07 um 13.00.46Japanische Architekten wandeln auf den Spuren von Jules Verne und Jacques Cousteau. Bereits im Jahr 2030 soll vor den Küsten des Landes Ocean Spiral fertiggestellt sein, eine Unterwasserstadt, die bis zu 5000 Menschen beherbergt. Es sollen Wohn- und Geschäftsbereiche entstehen, Freizeitbereiche wie Cafés, Kinos und Restaurants und natürlich Sportanlagen. Obst und Gemüse für den Lebensmittelbedarf wachsen in terrassenförmig angelegten Gärten. Die eigentliche Stadt soll die Form eines gigantischen Zylinders haben, der von einer druckfesten Kugel aus hoch festem, durchsichtigem Kunststoff umschlossen und geschützt wird.

Die Wohnkugel befindet sich kanpp unter der Wasseroberfläche. Von dieser Kugel führt eine rund 15 Kilometer lange Spirale hinunter zum Meeresgrund, wo eine Art Bodenstation gebaut wird. Dort sollen, wie könnte es anders sein, wertvolle Rohstoffe abgebaut werden. Die Energie für die Menschen und die Arbeit am Meeresboden liefern Temperaturkraftwerke, die aus der Temperaturdifferenz zwischen der Außen- und der Innenwelt Strom gewinnen.

Bereits in den 1960er Jahren hat Jacques Cousteau mit seinem Projekt „Precontinent“ die Grundlagen für solche Vorhaben gelegt – er lebte mehrere Wochen in einer primitiven Unterwasserstadt vor den Küsten Frankreichs (Precontinent 1) und des Sudan (Precontinent 2). Japans Vision ist bereits kalkuliert. Ocean Spiral soll rund 21 Milliarden Euro kosten.

Kommentar:

Nachdem der Mensch gerade erfolgreich dabei ist, Luft und Land zu ruinieren, nimmt er jetzt auch die Meere in Angriff. Und gerade die Japaner sind nicht dafür bekannt, zimperlich mit der Umwelt umzugehen. Der Hauptzweck des Projekts dürfte ohnehin nicht in der Wohnkugel an sich liegen, sondern in der Bodenstation zum Abbau der wertvollen Mineralien. Was an Tiefseeflora und –fauna dabei zerstört wird, ist egal.

Es könnte auch sein, dass das Land Japan oder zumindest Teile davon in Zukunft unbewohnbar sein werden, Fukushima sei Dank. Da sucht man neuen Lebensraum, den man sich wegen der beengten Verhältnisse auf der Insel eben selber schaffen muss.

Die dritte Möglichkeit, die ich für solch unsinnige Vorhaben sehe, ist die Industrieproduktion. Um keine wertvollen Flächen für den Menschen und seine Bedürfnisse zu verschwenden, verfrachtet (ups, fast hätte ich verbannt gesagt) man ihn kurzerhand zu den Fischen. Zum Arbeiten kann er dann ans Land. H.K.

 
Protest „Notruf aus den Malediven“ PDF Drucken E-Mail

grafik_oelsuche_oceancareOceanCare lanciert heute die weltweite Protestkampagne „Notruf aus den Malediven“. Damit informiert die Organisation als Initiantin der internationalen Koalition „Silent Oceans“ über die drohende Gefahr und animiert zum E-Mail-Protest an die Adresse des Tourismus-Ministers der Malediven. Die Suche nach Öl in der Region muss umgehend eingestellt werden. „Lokale Umweltverbände sind tief besorgt. Einer davon, Ecocare Maldives, hat OceanCare konkret um Hilfe gebeten. Wir hoffen nun auf die Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit sowie der Tourismusindustrie, um unserem Protest Gewicht zu verleihen“, sagt Lüber.

Noch sind die Korallenriffe der Malediven eine meeresbiologische Schatztruhe. Letztes Jahr besuchten mehr als 1,2 Millionen Touristen die Inselgruppe. Doch das Ferienparadies ist in Gefahr. Bereits 2014 wurden erste Voruntersuchungen zum Ölvorkommen vor dem Inselstaat durchgeführt. Mit extrem lauten Schallkanonen will die nationale Ölfirma nun umfassende seismische Explorationen veranlassen. Auch Probebohrungen sind geplant. Die maledivische Regierung behandelt die Ölsuche streng geheim – nur wenig sickerte dazu bisher an die Öffentlichkeit. Die Meeresschutzorganisation OceanCare lanciert heute die internationale Protestkampagne „Notruf aus den Malediven“. Dass ein solcher Protest Wirkung erzielen kann, wurde 2014 deutlich: In den Gewässern um die Balearen konnte die Ölsuche so vorläufig verhindert werden.

Die staatliche Ölfirma Maldives National Oil Company (MNOC) plant vor den heimischen Atollen nach Erdöl zu suchen. Betroffen wären einige der letzten mehrheitlich intakten Unterwasserwelten. Ölsuche und Ölförderung bringen Umweltprobleme mit sich, die sowohl die Meerestiere als auch das fragile Ökosystem der Malediven ernsthaft bedrohen. „Das Gleichgewicht dieses Unterwasserparadieses im Indischen Ozean hängt an einem seidenen Faden. Die Riffe sind bereits durch Übernutzung und Klimawandel stark unter Druck. Nun stellt der Lärm der Erdölsuche eine weitere Gefahr für die Delphine, Schildkröten, Fische und anderen Meerestiere rund um die Malediven dar. Wir wollen dafür sorgen, dass die Unterwasserwelt der Malediven vom Lärm der Druckluftkanonen verschont bleibt.“, so Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.

Der maledivische Präsident Abdulla Yameen hat die Suche nach Erdöl unter dem Meeresgrund vor den Malediven 2014 zum Wahlversprechen gemacht. Die Regierung plant, die Malediven als Ölförderland zu bewerben, will die Ölsuche an sich aber geheim halten. Tatsache ist, dass das deutsche Forschungsschiff „Sonne“ im August 2014 bereits seismische 3D-Voruntersuchungen gemacht hat –100 Seemeilen östlich der Region von Laamu und des Thaa Atolls. Gemäss dem Fischereiminister Mohamed Shainee habe man dabei Gestein aus Kohlenwasserstoffen gefunden. „Es ist zynisch, dass eine Region, die so stark durch die globale Erwärmung bedroht ist, selbst fossile Brennstoffe erschliessen möchte“, kritisiert die OceanCare-Präsidentin.

Die Regierung der Malediven prüft die Ergebnisse der Voruntersuchungen im ersten Quartal 2015. Auf die Suche nach Rohöl spezialisierte Unternehmen aus Norwegen und Deutschland wurden gebeten, bei der Auswertung zu helfen. Drittparteien wird der Zugang zu den Ergebnissen verwehrt.

Weitere seismische Tests und Probebohrungen sollen folgen. Die MNOC wird unter anderem mit den Vorbereitungen für die Vergabe von Lizenzen für seismische Explorationen beauftragt. Indien hat bereits zugesagt, bei der Förderung des Rohöls zu helfen, ehe es in den Nachbarländern Indien, Sri Lanka und Singapur raffiniert werden soll. Gemäss MNOC soll ein Grossteil des Erdöls den Bedarf der Malediven selber decken.

OceanCare wird gemeinsam mit den Partnern der Silent Oceans-Koalition in einem detaillierten „Statement of Concern“ die maledivische Regierung öffentlich mit den negativen Aspekten der Ölförderungspläne konfrontieren und ihre ernsthafte Besorgnis zum Ausdruck bringen.

Druck der Öffentlichkeit wirkt. Was das Engagement der Öffentlichkeit erreichen kann, hat sich auf den Balearen gezeigt: In den Gewässern dieser Inselgruppen konnte OceanCare, zusammen mit ihren Koalitionspartnern und dank dem Protest der Lokalbevölkerung, den Einsatz der gefährlichen Schallkanonen vorläufig verhindern. Auch auf den Kanarischen Inseln erwirkte die lokale Bevölkerung den Rückzug des Ölkonzerns Repsol.(Text und Bild von OceanCare)

Email-Protest und alle relevanten Infos auf: www.silentoceans.org 

 
Zufallsfund: Sporttaucher heben neun Kilogramm Gold PDF Drucken E-Mail
Dass Israel die Supermacht der Archäologie ist, wurde am Wochenende einmal mehr bestätig:
Sporttaucher fanden vor Caesarea einen neun Kilogramm schweren, rund eintausend Jahre alten und vor allem unschätzbar wertvollen Goldschatz. Fünf Hobbytaucher trauten ihren Augen nicht. Da lagen doch tatsächlich hunderte von Goldmünzen vor ihnen, einfach so auf dem Meeresgrund. Später stellte sich heraus, dass es fast 2000 Münzen aus der Zeit der Fatimiden waren, die die Glückspilze entdeckt hatten. „Das ist der größte, jemals in Israel gefundene Goldschatz“, kommentiert Jacob Sharvit von der Israel Antiquities Authority (IAA). „Insgesamt wiegt er neun Kilo und ist von unschätzbarem Wert“. Erst haben die Tauchergruppe gedacht, sie seien auf Spielgeld gestoßen. Dann sammelten sie einige Münzen und brachten sie dem Vorstand ihres Taucherclubs, der wiederum die Behörden informierte. Die Fachleute der IAA um Jacob Sharvit bargen schließlich den riesigen Rest. Ein Wintersturm hatte vermutlich den Meeresboden aufgewühlt und die Goldstücke freigelegt. Die Fatimiden beherrschten die Region von 909 bis 1171. Meeresarchäologe Sharvit von der IAA sagte, der Schatz stamme vermutlich von einem Schiffswrack, das Steuereinnahmen an Bord hatte. Es könne sich aber auch um ein untergegangenes Handelsschiff gehandelt haben. „Die Münzen sind in einem exzellenten Zustand, obwohl sie tausend Jahre auf dem Meeresboden lagen“, schwärmt er. Auf mehreren Münzen sind Abdrücke und Bissspuren zu erkennen, damals eine der wenigen Möglichkeiten, die Goldmünzen rasch und zuverlässig auf Echtheit zu prüfen. Ausgrabungen am Meeresgrund sollen nun weitere Erkenntnisse liefern. Sharvit bedankte sich bei den Hobbytauchern: „Sie sind vorbildliche Bürger mit Herzen aus Gold, die Israel und seine Geschichte lieben.“
 
PS: So ein Mist! ATLANTIS-Chef Heinz Käsinger hat um den versunkenen Hafen von Caesarea herum Dutzende von Tauchgängen absolviert – leider ohne Münzfund. Ob er die Pretiosen wohl gemeldet hätte?
 
Unter-Wasser-Weltrekord PDF Drucken E-Mail

Zwei Amerikaner bleiben 73 Tage, zwei Stunden und 34 Minuten unter Wasser

uw-rekord1Bruce Cantrell (63) und Jessica Fain (25) haben es geschafft: Mit mehr als 73 Tagen sind sie die beiden Menschen, die bisher am längsten unter Wasser verharrt haben. Der bisherige Rekord von 69 Tagen und 19 Minuten von Richard Presley, aufgestellt 1992, wurde also um mehr als vier Tage überboten. Zum Vergleich: Jacques Cousteau und seine Gruppe blieben in den 1960er Jahren nur etwas über einen Monat im Unterwasserdorf Precontinent II in Shaab Rumi. Allerdings mit sehr viel einfacheren Mitteln und mindestens fünf Stunden Arbeit täglich.

Auch Cantrell und Fain arbeiteten, wenngleich nicht körperlich. Die Naturwissenschaftler wollten durch diesen Rekordversuch Jugendliche zum Lernen motivieren und referierten jeden Tag für mehrere Stunden per Videoübertragung in mehrere Bildungseinrichtungen: „Nach der Schul- und Universitätszeit verlieren die meisten Menschen plötzlich das Interesse an Bildung“, klagt der Biologe Bruce. „Mit unserer Aktion wollen wir etwas dagegen tun.“

Cantrell und Fain lebten während ihres knappen submarinen Vierteljahres in einem 28 Quadratmeter großen Habitat vor Key Largo im Süden Floridas. Jeweils 14 Monate lang bereiteten sich die beiden auf ihr Abenteuer vor. Beide sind Professoren am Roane State Community College, einer kleinen Hochschule in Tennessee, Hunderte von Meilen vom Meer entfernt, also. „Unsere Bleibe hat etwa den Komfort eines Wohnmobils“, gab Jessica per Telefon nach oben durch.

Die Technik des Habitats aber gleicht eher der einer Raumfähre. Mehrere unabhängig voneinander arbeitende Kommunikationssysteme, eines davon ein stromloses Analog-Kabelgerät, stellten die dauernde Verbindung sicher. Dazu gab es WLAN und Fernsehen. Mehrere Kompressoren hielten den Druck in der Tiefe konstant auf einem bar.  Zahlreiche Rettungstaucher hielten rund um die Uhr Wache – um in einem Notfall sofort eingreifen zu können. Ein Team von Medizinern überwachte regelmäßig die Körperdaten der beiden. Aus Sicherheitsgründen wurde nur leichte Kost gegessen und Alkohol war verboten. Das Essen, Getränke, frische Wäsche und weitere Dinge des persönlichen Bedarfs wurden mindestens ein Mal täglich von Tauchern nach unten gebracht.

Überhaupt, wer meint, die beiden führten dort unten ein einsames Leben, der täuscht sich. Jessica erhielt regelmäßig Besuch von ihrem Mann und ihren Kindern, auch Tauchtouristen kamen ab und zu auf ein Schwätzchen vorbei. Steve Philipp aus Miami: „Da stellst Du Dich auf Korallenfische und Seekühe ein und dann triffst Du zwei Menschen in T-Shirt und Jogginghose. Verrückt!“ Auch ein Arzt musst einmal in der Zeit abtauchen, Bruce hatte sich eine Infektion eingefangen. Darüber hinaus aber lief alles glatt und beide Abenteurer tauchten wohlbehalten wieder auf.

Das Habitat, in dem Jessica und Bruce ihren Rekord aufstellten, wurde übrigens nicht eigens dafür gebaut sondern ist eine feste Einrichtung Key Largos: In der „Jules Verne Untersea Lodge“ nächtigen sonst ganz normale (Tauch-) Touristen – für 675 US-Dollars pro Nacht. Die spinnen halt, die Amis. H.K.

 
Das U-Boot zum Anziehen PDF Drucken E-Mail

exosuitDer neue Tauchanzug „Exosuit“ ist ein Enkel des JIM-Suit aus den 1970er Jahren und ein Sohn des Newtsuit aus den 1980-ern. Mit einem großen Unterschied: Während Jim- und Newtsuit von einem Tender (Plattform oder Schiff) versorgt werden mussten und an ihm auch hingen, ist der Exosuit autonom.

Im Grunde handelt es sich um einen Panzertauchanzug. Gefertigt ist er aus Aluminium, das zum Schutz gegen das aggressive Salzwasser spezialbeschichtet ist. Für einen ausreichenden Sichtwinkel sorgt eine Glasglocke über dem Kopf. Die Hände bedienen sowohl Greifarme, mit denen der Taucher Gegenstände aufnehmen kann als auch eine HD-Kamera (rechtsseitig über dem Helm angebracht) und die linksseitige Beleuchtung.

Der Anzug ist für eine Tauchtiefe von maximal 300 Metern gefertigt. Große Tanks auf dem Rücken sorgen für ausreichend Luft für diese Tiefe, wobei der Taucher Atmosphärendruck, das heißt ein bar, atmet (damit entfällt auch das Problem mit der Dekompression). Und weil der Pressluftvorrat durch den Umgebungsdruck nicht zusätzlich verdichtet wird, ist ein verhältnismäßig geringer Luftvorrat auch für längere Zeit und diese große Maximaltiefe ausreichend.

Für Bewegungsfähigkeit sorgen Elektromotoren, die Propeller antreiben und insgesamt 1,6 PS Leistung entwickeln. Bewegt und gesteuert wird der Anzug über Fußpedale. Die Tauchzeit kann bis zu 50 Stunden betragen, wobei man das Problem mit den menschlichen Bedürfnissen noch nicht abschließend lösen konnte.

Jim- und Newtsuit waren früher zur Exploration unterseeischer Bodenschätze und weitere gewerbliche Anwendungen (z. B. Bergungen und Arbeiten an Pipelines) gemacht gewesen. Der Exosuit ebenso. Doch bald bemerkte man auch seine Vorteile speziell in der Archäologie. Pate bei der Entwicklung stand das renommierte Ozeanografische Institut von Woods Hole, Massachusetts (USA). Dieser Tage wird der Exosuit erstmalig bei einer archäologischen Forschungsreise eingesetzt. Ein amerikanisches Archäologenteam macht sich auf vor die griechische Insel Antikythera. Dort fanden, schon im Jahr 1900, Schwammtaucher in einem römischen Wrack eine Art antiken Computer: Ein kompliziertes Räderwerk aus Bronze. Dieses Astrolabium aus der griechischen Spätantike zeigte einen Sonnenkalender, einen Mondkalender, Mond- und Sonnenfinsternisse und die Zeit zu den nächsten Olympischen Spielen an. Es war somit schon rund 100 Jahre vor unserer Zeitrechnung um ein Vielfaches leistungsfähiger als vergleichbare astronomische Uhren des Mittelalters. Der Tauchplatz wurde gesperrt, die Amerikaner sollen ihn jetzt endgültig erforschen.

Auch der amerikanische Filmemacher James Cameron („The Abyss“) hat schon Interesse am Exosuit angemeldet. Der soll in einem seiner kommenden Filme auftauchen – und abtauchen natürlich.H.K.

 
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