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Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Willkommen auf Kuba! Tag 11, der letzte Tag PDF Drucken E-Mail

havanna moonHeute war nun der letzte Tag und nochmal so richtig spannend. havanna-gasseWir haben die Altstadt von Havanna erkundet und ich muss sagen, dass das eine sehr lebenswerte Stadt mit tollen Kneipen, Bars, Cafés und viel Kultur ist. Stellenweise kommt man sich vor wie in einem Freilichtmuseum. Bars und Kneipen, die man bei uns längst kaputtsaniert hätte, laden zum Sitzen und Gucken ein. Das Hotel Ambos Mundus hat beispielsweise eine tolle Dachterrasse, auf der man, bei einem guten Kaffee, über die Dächer der Hauptstadt blickt.
havanna-7Begonnen haben wir unseren Streifzug allerdings auf einem kleinen, typischen Markt nahe Stadtzentrum. Wie in einem früheren Tagebuchantrag schon erwähnt: Alles ist biologisch einwandfrei hergestellt, weil die Kubaner gar kein Geld für Spritzmittel haben.
BBegonnen haben wir unseren Streifzug allerdings auf einem kleinen, typischen Markt nahe Stadtzentrum.Wie in einem früheren Tagebucheintrag schon diskutiert: Alles ist biologisch einwandfrei hergestellt, weil die Kubaner gar kein Geld für Spritzmittel haben.
havanna-frauAber auch in Havanna: Eines der riesigen Kreuzfahrtschiffe lag am Pier und zwar sage und schreibe sechs Stunden lang. Gruppen von 20, 30 Kreuzfahrtgästen hetzten mit Nummernaufklebern durch die Altstadt. Wurde in den Geschäften und Restaurants etwas gekauft oder konsumiert? Selbstverständlich nicht. Zum Essen geht der handelsübliche Kreuzfahrer auf sein Schiff zurück. Und so hinterlässt "die neue Pest der Meere" genannte Erscheinung, defekte Piers und verschlammte Fahrrinnen, die jährlich ausgebaggert werden müssen.havanna-2 Die fachkundige Führung durch die Stadt hatte wieder Cuba-Diving Repräsentant Karl Janeke übernommen, der die Stadt und die alten Geschichten Havannas kennt wie kaum ein anderer. Zum Beispiel diese: Das Pflaster vor dem ersten Gouverneurspalast war, wie in aller Welt üblich, aus Kopfstein. Da sich die Damen und Herren im Palast durch die klackenden Stiefel der Soldaten und das Klappern der Stöckelschuhe der Damen gestört fühlten, wurde das Steinpflaster weggerissen und durch ein Holzpflaster ersetzt – das einzige Holzpflaster in der neuen Welt. Oder das nette Histörchen: Um den Reisenden früher zu signalisieren, dass jetzt gleich die Stadttore geschlossen werden, wurde Punkt 21.00 Uhr ein Kanonenschuss von der Festung abgegeben. Der korrupte Präsident Batista fühlte sich ob dieser Praxis gefährdet und verbot den Schuss. Fidel Castro führte die uralte Tradition aber wieder ein, sie existiert noch heute! Jetzt sitze ich am Flughafen und da ich noch Guthaben auf meiner Internetkarte habe, schreibe ich noch rasch diesen kurzen, finalen Eintrag in mein Tagebuch. Heinz Käsinger
 
Willkommen auf Kuba! Tag 10 PDF Drucken E-Mail

winker-4Die letzten drei Tage war ich mitten im Nirgendwo. Sprich der nächsterreichbare, halbwegs ernstzunehmende Internetanschluss war in 35 Kilometer Entfernung von meinem Standort. Die Tauchbasis, die mich auch beherbergt hat, hatte zwar einen rudimentären Anschluss, aber um nur den bereits fertigen Text abzuschicken, hat der Rechner fast fünfzehn Minuten gerattert und die Telefonleitung hat geglüht. Bilder konnten nicht verschickt werden. Diese Einsamkeit hatte aber auch Vorteile, denn die Gegend um die Schweinebucht ist ein wahres Naturparadies. Wie bereits im vorherigen Text geschildert, gibt es zahlreiche Wildtiere in den Sümpfen und das wildeste und gefährlichste davon ist die Stechmücke. Mein Begleiter Peter Wolfram und ich sind gestern nachts noch los, um, wie bereits angekündigt, die roten Taschenkrebse auf ihrer Wanderung zu fotografieren. Begleitet wurden wir von Millionen von Schnaken und heute sehe ich aus wie ein Streuselkuchen. Aber ich möchte mich nicht beklagen, denn wie ihr auf dem Bilde seht, habe ich den Scherenmann in den Kasten bekommen.

hirnkoraleHeute Vormittag haben wir dann den letzten Tauchgang unternommen und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass das Riff am Punta Perdiz einer der schönsten Korallengärten ist, den ich je gesehen habe. Die Sandfläche, über die man hinwegtaucht, um zum Riff zu kommen reflektiert durch das glasklare Wasser hindurch das Licht, dass an fotografieren nicht zu denken ist – das Display bleibt schlichtweg unsichtbar. Weiter unten in der Tiefe gab es dann zuerst ein kleines Wrack, später die typischen Becherschwämme, Schnapper und eine respektable Muräne.porzellanschnecke Trotzdem bleibt festzustellen, dass es, zumindest in der Schweinebucht, relativ wenige Fische gibt. Nun, wir haben ausschließlich vom Land aus getaucht und weiter südöstlich gibt es Tauchplätze, die man mit dem Boot ansteuert, vielleicht hat es dort mehr Fische. Allerdings hat man an jener Stelle das Problem, dass es ein solches Tauchboot nicht gibt. In den kommenden Jahren will Wolfgang Keller von Cuba-Diving (Erlangen) zusammen mit Partnern vor Ort (hier vor allem Karl Janeke) einiges investieren. Ich jedenfalls drücke die Daumen, dass die ehrgeizigen Pläne wahr werden, weil erstens sind die Leute super nett und zweitens hätten auch die Kubaner diese Chance verdient.

Wenn man so auf der Terrasse seiner Casa Particular sitzt und die Eindrücke auf sich wirken lässt, dann merkt man erst, was für ein komfortables, überreiches Leben man in Europa führt. Zum Beispiel beim Einkaufen: Wir gehen in den Supermarkt und kaufen alles, was es dort hat und was man braucht. Das ist hier auf Kuba kaum möglich, zumindest ist es stark eingeschränkt. Heute Mittag zum Beispiel kam der Gemüsetraktor zur Casa gefahren. Der Mann fuhr den Trecker und die hoch schwangere Frau saß hinten auf dem Anhänger auf den Kartoffelsäcken. Im Angebot waren Bananen, Mango, Kartoffeln, Kürbis und Guaven. Der Koch hätte aber auch Gurken und Tomaten gebraucht, das hatte man auf dem spärlich beladenen Wagen nicht. Also musste der Chef Ronel ins 35 Kilometer entfernte Playa Larga fahren um sich dort umzusehen. Das Ehepaar, das das Gemüse verkauft hatte, war so begeistert, dass ich es fotografiert habe. Es war wirklich wieder rührend, dass mir die Frau dafür eine Mango schenken wollte. Aber ich habe mich nicht breitschlagen lassen, sie zu nehmen, sondern habe ihr vielmehr zwei Mangos abgekauft. Das war ihr nicht recht, aber mir war es ehrlich gesagt peinlich, von so armen Leuten etwas anzunehmen.

kolibri-3Die Kolibris flattern einem dort unten geradezu vor die Nase und das gibt es eben bei uns in Deutschland nicht und auch die riesigen Schmetterlinge fehlen bei uns und, wetten, bei uns gibt es auch nicht so viele glückliche Menschen. Das finde ich irgend wie beeindruckend, der Lebensentwurf hier heißt Fröhlichkeit ohne materiellen Hintergrund. Klasse!

Die heutige Nacht verbringe ich wieder in Havanna, Karl hat uns abgeholt. Allerdings bin ich nicht bei meiner alten Gastfamilie sondern bei Olga. Die Wohnung Olgas ist riesig, sie wohnt ebenerdig in einem Eckhaus in einem typisch kolonialen Gebäude. Von der Straße aus betritt man direkt den riesigen Wohn-Essbereich und Olga ist eine super Köchin. Das Abendessen war jedenfalls erste Sahne. Darüber hinaus spricht sie bestes Deutsch, denn sie hat lange noch in der ehemaligen DDR gearbeitet. Heinz Käsinger

 
Willkommen auf Kuba! Tag 8 + 9 PDF Drucken E-Mail

Das kubanische Reisetagebuch konnte am achten Tag der Reise leider nicht aktualisiert werden, weil wir an jenem Tag unterwegs waren und zwar von Havanna aus zur Schweinebucht, jenem historischen Ort, wo die Kubaner einen Angriff US-Amerikas abwehrten. Die Schweinebucht liegt mitten im Nichts und dementsprechend einsam ist es hier, aber die Tauchgründe sind daher auch ziemlich unberührt. Und das war der Hauptgrund, hierher zu kommen – das Tauchen. gespensterkrabbeWir begannen gestern Abend mit einem Nachttauchgang. Eine riesige Krabbe empfing uns gleich am Einstieg und drohte mit ihrer Schere. Ihrer Schere? Krabben haben doch in der Regel zwei davon? Ja, aber nicht unser Begrüßungsmeister. Der war schon etwas ramponiert, wahrscheinlich hat ihm ein großer Zacki eine Schere und zwei seiner Beine abgebissen. Aber ich glaube, der alte Bursche lebt auch auf sechs Beinen und einem Kneifwerkzeug recht gut. Weiter im Verlauf des unter Wasser stattfindenden Spaziergangs sahen wir dann kleine Muränen, Rochen, Barsche und schließlich noch einmal eine Krabbe. Wir tauchten nie tiefer als 20 Meter, das meiste spielte sich tatsächlich im Flachwasser ab, genau das Richtige für einen ersten Tauchgang.

tauchbusHeute früh gab es dann zwei Tauchgänge für die anderen Gäste hier und einen langen Abstieg für mich. Ort war einer der schönsten Korallengärten, die ich je betaucht habe. Es begann mit zahlreichen üppig besiedelten Korallenblöcken, die sich weiter draußen zu einem zusammenhängenden Feld verdichteten. Dann fiel dieser in eine Steilwand ab. Höhepunkt auf etwa 20 Meter war ein riesiger Trompetenschwamm, der seinen Körper ins Freiwasser reckte. Als Zuckerchen kamen wir auf dem Rückweg im Flachwasser bei etwa fünf Metern Tiefe, noch an einem kleinen Wrack vorbei. Noch ein Wort zum Tauchbetrieb: Ein Bus liest die Taucher in ihren verschiedenen Quartieren morgens um 9.00 auf und bringt sie zum Tauchplatz. fahrerGetaucht wird von Land aus und während die Taucher im Wasser sind, spielt Busfahrer Pancho Viagra (er wird spotthalber so genannt) Dame. Der Tag wird heute mit einem weiteren Nachttauchgang enden. Und einem einfachen aber leckeren Abendessen hier in meinem Hotel, das aber eher eine kleine Pension ist. Betrieben wird sie von den herausragenden Unternehmern der Gegend, Yvette und Ronel, ein Ehepaar, das auch den örtlichen Tauchbetrieb managt. Ronel seht ihr auf einigen der Unterwasserfotos. Die Gebäude, in denen Schlaf- und Restaurantbetrieb untergebracht sind, liegen mitten im Sumpf der Schweinebucht. Im Dschungel, der unmittelbar hinter den Häusern beginnt, hat es, wie auf der Halbinsel Yukatan im benachbarten Mexiko, zahlreiche Cenotes. Da hätte ich auch gerne drin getaucht, weil vergangenen Monat aber zwei Taucher (ein Gast und sein Guide) wohl für immer in einer solchen blieben, ist es derzeit verboten. Ronel will mich jedenfalls noch nicht mal in den Eingangsbereich lassen, klar, er fürchtet erwischt zu werden und dann gibt es Strafen. Übrigens: Aligatoren leben auch noch in den Sümpfen und seltene Vögel, Sumpfbiber, Hirsche, Wildschweine und über allem schweben Gänsegeier. Sobald ich diese Geschichte abgeschickt habe, werde ich mich zu einem ausgedehnten Erkundungsgang samt Teleobjektiv aufmachen. Heute Abend werde ich mir dann noch ein Schauspiel nicht entgehen lassen, für das vor allem die Weihnachtsinseln bekannt sind, die Krabbenwanderung. Die gibt es hier auch, etwas weniger stark aber immerhin. Vor ein, zwei Wochen sind einhunderttausende der roten Scherenträger hier durch den Mangrovenwald gewandert. Der Höhepunkt ist zwar vorbei, aber noch immer sind es Dutzende Krabbelmänner, die die Gegend unsicher machen. Heinz Käsinger

 
Willkommen auf Kuba! Tag 7 PDF Drucken E-Mail

havanna-1Der siebte Tag meiner Reise war der bislang interessanteste. Wir haben unter der fachkundigen Führung von Karl Jenke Havanna erkundet. Zuerst ging es zu den Toten auf den Cimiterio Colòn, den Kolumbusfriedhof. Rund 1 Mio. Tote liegen hier und es gibt einige skurrile Geschichten rund um Gräber und Tote zu erzählen. Beispielsweise gibt es einen Streit zwischen einer reichen Zuckerrohrfamilie und der Feuerwehr von Havanna, wer das höchste Grabmal auf dem Friedhof hat. Ein deutscher Jude hat sich gar in sein Mausoleum einen Fahrstuhl einbauen lassen. Gegenüber dem Sammelgrabmal der Revolutionäre um Fidel Castro und Che Guevara ruht Theophilo Stevenson, der legendäre cubanische Schwergewichtsboxer. Es gibt einen Engel mit Baseballschläger und eine wundertätige Mutter. Das Havanna der Lebenden ist durch die vielen durch die Stadt cruisenden Oldtimer geprägt.havanna-11 An diesem Samstag waren sie besonders zahlreich unterwegs und fuhren Touristen aus aller Welt parademäßig unter anderem durch den Stadtwald, die grüne Lunge der Metropole. Ein beliebter Anlaufplatz für die alten Amikisten (viele davon, so auch unser Oldtimer, den Karl extra für uns gemietet hatte laufen heute übrigens mit asiatischen Dieselmotoren) ist auch die Aussichtsplattform bei der Hafenfestung. Von hier aus hat man einen grandiosen Blick auf Havanna. Kein Wunder, dass hier der wohl beliebteste Revolutionär um Fidel Castro, Che Guevara, eine havanna-15Villa bezog, an der heute eine Art Leuchtreklame mit seiner Unterschrift angebracht ist. Die Revoluzzer wussten halt zu Leben!

Oder die Oldtimer brachten die Touris hinaus in den Fischerort Cojimar, wo Hemingway zuerst zu angeln pflegte, um seine erbeuteten Haie, Marline und Barrakudas in der Bar/Restaurant „La Terrazza“ mit zahlreichen Mojitos zu begießen. cojimar-3Hemingways Stammplatz in einer hellen, luftigen Ecke, wird übrigens als symbolische Geste noch immer ständig für ihn freigehalten.

Schließlich besichtigten wir seine Villa, die inmitten eines wunderbaren tropischen Gartens liegt. Er verließ die Villa 1961, kurz vor seinem Suizid, so, als käme er in wenigen Tagen wieder zurück. Da hatte er aber schon längst verfügt, dass der kubanische Staat sein Anwesen erben sollte. Für einen wie mich, der sich selbst am Schreiben von Büchern abmüht, ist es sehr beeindruckend zu sehen, wo und wie er geschrieben hat. Nämlich in einem kargen Turmzimmer auf einer winzigen Reiseschreibmaschine. Ach noch was, was mir Hemingway etwas sympathischer gemacht hat: Er hatte, wie viele großen Schriftsteller, auch der Neuzeit, Gewichtsprobleme. Jeden Tag wog er sich in seinem Badezimmer und schrieb sein Gewicht mit Kugelschreiber direkt auf die gekalkte Wand.

hemingway-5Schließlich landeten wir in der „Bodega de la Media“, wo er sich regelmäßig mit zahlreichen Mojitos nicht betrank sondern regelrecht besoff. Natürlich tranken wir auch einen Mojito auf das Andenken des alten Schwerenöters. Als Karl mich schließlich in meine private Unterkunft zurück brachte, krachten die Brecher über die Mauer die die Hafenstraße befestigt. casa

Apropos Unterkunft: Ich wohne hier bei Carmita und Carlos Jomarrón, zwei netten Leutchen, die ein Zimmer privat an Touristen vermieten. Mit Familienanschluss, sozusagen. Die beiden sind unheimlich nett und lesen mir jeden Wunsch von den Augen ab. Man muss halt etwas Rücksicht nehmen, denn die Wohnung ist relativ eng. Aber alles ist picobello sauber. Sehr empfehlenswert, denn man bekommt in so einer Casa Particular einen ungeschminkten Einblick in die Lebensweise der Habaneros. Heinz Käsinger

 
Willkommen auf Kuba! Tag 5 + 6 PDF Drucken E-Mail
kioskDieser Eintrag in mein Tagebuch widmet sich den Reisetagen 5 und 6. Wobei der Tag 5 schnell erzählt ist: In der Nacht vom 4. auf den 5. Tag fiel Montezuma über mich her und ich musste eine Zwangspause einlegen. Bilder von diesem Tag erspare ich Euch. Gestern früh hat mich dann der Herr Karl abgeholt und wir sind mit dem Auto quer durch Kuba gefahren. 862 Kilometer von Holgin im Osten der Insel nach Havanna im Westen. Da die erste Teilstrecke Landstraße war, kam ich direkt in Kontakt mit der kubanischen Landbevölkerung. Die Leute sind sowas von rührend freundlich, das ist die Wucht. Der junge Mann im Gemüsekiosk auf dem angehängten Bild war so begeistert darüber, dass ich ihn fotografiert habe, dass er mir die Bananen, die ich ihm abkaufte, schenken wollte. Und das bei bitterer Armut der Menschen. Das kam natürlich nicht infrage und ich gab ihm dann drei Touristenpesos. Das war natürlich völlig überbezahlt und er nahm das Geld nur, weil ich konsequent darauf bestand. Zum Abschied schenkte er mir dann eine Mango, darauf bestand er seinerseits. Apropos: Ich bin kein großer Obstesser vor dem Herrn aber die Tropenfrüchte hier sind einfach irre gut. Natürlich schmecken sie ganz anders, als wir das von zuhause kennen.transport So rund 400 Kilometer vor Havanna fängt dann die Autobahn an, aber wer sich jetzt eine europäische Prachtstraße vorstellt, liegt natürlich falsch. Ab und zu verirrt sich sogar eine Pferdekutsche auf die großzügig bemessenen Fahrspuren. Letzteres ist jetzt kein Scherz sondern eine Tatsache, stellenweise ist eine Fahrtrichtung mit vier Fahrspuren ausgestattet. Da sich Regen und Sonnenschein auf dieser Fahrt abwechselten, hatte ich kurz vor Erreichen der Hauptstadt noch einen stimmungsvollen Himmel beim Blick auf den Sonnenuntergang. Die Autofreaks unter Euch möchte ich jetzt noch ein wenig neidisch machen: Es gibt nämlich eine Planänderung. Ursprünglich wollten wir morgen ja zur Küste zum Tauchen fahren, das wird aber jetzt verschoben. Weil – morgen steigt hier die große OLDTIMERPARADE durch die Altstadt Havannas und Karl ist es gelungen, einen Oldtimerfahrer zu überreden, uns mitzunehmen! Wir werden also nicht nur dabei sein, sondern mitten drin. Da bin ich selber högschd geschpannt. huehnerPS: Ich fürchte, die Hühner am Fahrrad des Mannes leben noch... Heinz Käsinger
 
Willkommen auf Kuba! Tag 4 PDF Drucken E-Mail

estancia-1Einen ziemlich anstrengenden, aber auch interessanten, Tag hatten wir gestern zu absolvieren. Zuerst stand die offizielle Eröffnung der FIT Cuba-Ferienmesse auf dem Programm. Wer wollte, konnte Kontakt zu den überaus freundlichen Teilnehmern knüpfen. Anschließend nahmen wir Kurs auf ein wunderbares Naturschutzgebiet. Circa eine halbe Stunde segelten wir mit einem schnittigen Katamaran über das blaue Meer. Mit kubanischer Partymusik, die fast nirgends fehlt, ging es dann durch den Mangrovenwald zu einer kleinen Anlegestelle und von dort waren es nur noch ein paar wenige Schritte zu einer Estancia. karibikflair-3Natürlich gab es dort Spanferkel am Grill mit den üblichen leckeren Beilagen wie Reis, Bananen, Yukawurzeln, und das in bester Qualität. Dann hieß es, sich zu beeilen. Denn im etwa 300.000 Einwohner großen Holgin stand das jährliche Frühlingsfest an, das immer mit einem farbenprächtigen Umzug beginnt. frruehling-4Jung und Alt nahmen daran teil, wenn nicht als aktiver Darsteller, dann mindestens als fruehling-2aktiver Zuschauer. Ganz vorne auf der Ehrentribüne saßen der kubanische Tourismusminister und zwei hochrangige Vertreter der deutschen Botschaft.

Rund zwei Stunden dauerte das Spektakel ungefähr, dann strebten die Holginer dem Lomo de la Crux, dem sogenannten Kreuzhügel, entgegen, um nach alter Tradition um Regen zu beten. Der Hügel ist der höchstgelegene Punkt des Stadtgebiets und es führen mehr als 3500 (!) Stufen hinauf. Ganz vorne weg trabte natürlich ein unbedeutender Chefredakteur eines unbedeutenden deutschen Tauchmagazins. fruehling-3Und deshalb lag ihm, im wahrsten Sinne des Wortes, ganz Holgin zu Füßen. Heinz Käsinger

 
Willkommen auf Kuba! Tag 2 + 3 PDF Drucken E-Mail
blau-2(Bilde links: der Hotelstrand) Der zweite Tag auf Kuba brachte erst einmal ein bisschen Erholung. Wir haben uns in der Hotelanlage umgesehen und akklimatisiert. Das Hotel „Blau Costa Verde“ liegt an einem schönen Strand. Hier kann man schwimmen, segeln und tauchen. (Bild rechts: Die Tauchbasis im Hotel Blau Costa Verde kann 45 Taucher ausrüsten und steuert rund 20 blau-1Tauchplätze an) Am Nachmittag stellte man uns einen Bier trinkenden Esel vor und brauereiesel-2danach gab es in der zum Esel gehörenden Brauerei leckeres Spanferkel zum Essen.(Bild links: Pancho sagt zu einem gepflegten Bier nie Nein) Wem das Essen zu schwer im Magen lag, unterstützte seine Verdauung mit einem kubanischen Rum, den man hier „Vitamin R“ nennt.rum blausonne-2Am Abend habe ich dann noch den Sonnenuntergang fotografiert und dann ging es in die Falle – immerhin dauerte die Anreise aus meinem Heimatort fast 24 Stunden.
 Der dritte Tag war vollgestopft mit allerhand Terminen: Zuerst schipperten wir gemütlich und unter den traditionellen kubanischen Klängen des Son mit einem Katamaran von einer kleinen marina-2Marina aus über das Meer in den Ort Gibara. Der hat seinen historischen kolonialen Ortskern bewahrt. Die alten Häuser wurden tiptop herausgeputzt und bildeten eine malerische Kulisse. tabak-2-kleinEs gab eine kleine Zigarrenfabrik, in der kunstvoll lackierte Finger(nägel) flink die braunen Rauchstangen zusammenrollten. Und das alles unter der Aufsicht des erst kürzlich verstorbenen Fidel Castro. Der ganze Ort Gibra war auf den Beinen, ein kleiner Jahrmarkt war aufgebaut und an jeder Straßenecke gab es kubanische Musik. haus-1Die Bewohner der kolonialen gibara-1Gebäude öffneten sogar ihre Wohnzimmertüren. (Bild ganz unten: Karibikflair, Eindrücke aus dem Örtchen Gibara) Der Tourismusminister höchstselbst berichtete von den Anstrengungen des Ortes ein lohnenswertes Ziel für Kubareisende zu werden. Viele Hotels und Bars wurden zwischenzeitlich eröffnet, verschiedene Restaurants bieten typisch kubanisches Essen und als Höhepunkt des Jahres gilt das etablierte internationale Filmfestival. Später gab es noch einen Cocktailempfang der deutschen Botschaft. Morgen geht es zur offiziellen Eröffnung der FIT Cuba, der jährlich hier auf der Insel stattfindenden Tourismusmesse. Und dann heißt es für mich endlich: ABTAUCHEN!
Mit Karl Jenke, dem Vertreter des deutschen Cuba-Tauchreiseveranstalters Cuba Diving, fahre ich zu den lohnendsten Plätzen Cubas. Ich bin gespannt! Heinz Käsinger
 
Willkommen auf Kuba! Tag 1 PDF Drucken E-Mail
empfang-1Liebe ATLANTIS-Freunde, in den kommenden Tagen könnt Ihr an dieser Stelle wieder meinen Lifeblog verfolgen. Diesmal bin ich in Sachen Tauchen und Kultur auf Kuba unterwegs. Gestern war der Anreisetag und wir wurden von einer original kubanischen Son-Gruppe im Hotel empfangen und zur Begrüßung gab es einen leckeren Ananassaft, stilecht in der ausgehöhlten Fruchtschale serviert. Freue mich schon auf die Tauchgänge, die ich ab übermorgen unternehmen werde. Morgen geht es erst einmal auf die Ferienmesse, die hier in jedem Jahr stattfindet. Bis bald Euer Heinz
 
Jordanien, Aqaba Dive Challenge 2016 Tag 6 PDF Drucken E-Mail
Guten Morgen nach Deutschland.
wadi-6Da es hier schon fast 1.00 Uhr ist, nur eine Kurzversion des gestrigen Tages: Wadi Rum ist ein Naturerlebnis der Spitzenklasse. Am Besucherzentrum angekommen, warteten schon einige Jeeps auf uns, die uns durch die grandiose Landschaft kutschierten. wadi-8Der Führer Zidane (heißt wirklich so) erklärte Jordanien umfassend in wenigen Worten und das Wadi Rum kennt er wie seine Westentasche – auch die Stellen wo der Filmklassiker Laurenz von Arabien gedreht wurde und einige Dialoge hat er nachgesprochen. Er spricht übrigens akzentfreies Deutsch, Respekt! Später einen grandiosen Sonnenuntergang in der Wüste erlebt und dann lecker Abendessen in einem original (!) Beduinenlager. Naja, fast original. Morgen müssen wir früh raus nach Petra, deshalb ist jetzt Schluss.
Euer Heinz-Laurenz v. Arabien
 
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