Das Ritual

Wegner, Gerhard:

Das Ritual

Broschiert mit farbiger Titelgestaltung, Format ca. 14,3 x 21 cm

Taschenbuchausgabe mit 454 Seiten

Verlag Gerhard Wegner, Offenbach, 2014

ISBN 978-3-9816809-2-8

Preis:14.95 €

Buchbesprechnung von Wolfgang Freihen (April 2016):

Ein Thriller der Extraklasse. Spannend von der ersten Seite bis hin zur allerletzten, und danach blättert man noch einmal zurück zum Prolog. Dadurch schließt sich der Kreis, großartig geschildert von Gerhard Wegner, dem Gründer und Präsidenten des „Sharkproject“. Von Haien allerdings ist diesmal nichts zu lesen, sondern die Spannung baut sich gänzlich anders auf: Es geht um die UW-Archäologie, um ein untergegangenes Wikingerschiff vor der deutschen Nordseeküste, um sagenhafte Goldschätze, die daraus geborgen werden. Sie stammen aus dem heutigen Mexiko. Das ist eine Sensation, da dieser Fund belegt, dass schon vor rund 1000 Jahren eine Verbindung zwischen Wikingern und Tolteken bestanden haben muss. Das also ist das Spannungsfeld, um das sich die fiktive Geschichte dieses Romans rankt. Auch ein goldenes Buch ist unter den Fundstücken, dessen Codex es zu entschlüsseln gilt. Für eine kleine, aber finanziell bestens ausgestattete mexikanische Sekte, die noch heute Menschenopfer darbringt, ist dieses Buch ebenfalls von allergrößtem Interesse. Auf verbrecherische Art und Weise versucht die Sekte das Buch in ihren Besitz zu bringen. Sie schreckt dabei noch nicht einmal vor der Entführung der Tochter eines Forschungsmitglieds zurück, die Schreckliches zu erwarten hat. Angesichts dieser Gefahr gilt es natürlich, das Mädchen zu retten. Das Wechselspiel dieser abenteuerlichen Geschichte, die zwischen Mexiko und Europa spielt, wird so geschildert, dass der Leser stets auf der Höhe des Entwicklungsstandes ist. Uralte Rituale, die kriminellen Verstrickungen der Sekte und deren Zusammenspiel mit mexikanischen Behörden, weiterhin die Bergung unter Wasser und die  Bemühungen auf dem hypermodern ausgerüsteten Forschungsschiff, das besondere Können der einzelnen Forschungsmitglieder und  dazu auch noch die Enträtselung des Codex werden logisch und dermaßen geschickt dargebracht, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Ein sehr empfehlenswertes Buch – aber lesen Sie selbst.