Zufallsfund: Sporttaucher heben neun Kilogramm Gold

archeo10(Bild: Jakob Sharvit ist Leiter der IAA in Caesarea. Er stuft den Goldfund im versunkenen Hafen als "sensationell" ein)
 
Dass Israel die Supermacht der Archäologie ist, wurde am Wochenende einmal mehr bestätigt:
Sporttaucher fanden vor Caesarea einen neun Kilogramm schweren, rund eintausend Jahre alten und vor allem unschätzbar wertvollen Goldschatz. Fünf Hobbytaucher trauten ihren Augen nicht. Da lagen doch tatsächlich hunderte von Goldmünzen vor ihnen, einfach so auf dem Meeresgrund. Später stellte sich heraus, dass es fast 2000 Münzen aus der Zeit der Fatimiden waren, die die Glückspilze entdeckt hatten. „Das ist der größte, jemals in Israel gefundene Goldschatz“, kommentiert Jacob Sharvit von der Israel Antiquities Authority (IAA). „Insgesamt wiegt er neun Kilo und ist von unschätzbarem Wert“. Erst haben die Tauchergruppe gedacht, sie seien auf Spielgeld gestoßen. Dann sammelten sie einige Münzen und brachten sie dem Vorstand ihres Taucherclubs, der wiederum die Behörden informierte. Die Fachleute der IAA um Jacob Sharvit bargen schließlich den riesigen Rest. Ein Wintersturm hatte vermutlich den Meeresboden aufgewühlt und die Goldstücke freigelegt. Die Fatimiden beherrschten die Region von 909 bis 1171. Meeresarchäologe Sharvit von der IAA sagte, der Schatz stamme vermutlich von einem Schiffswrack, das Steuereinnahmen an Bord hatte. Es könne sich aber auch um ein untergegangenes Handelsschiff gehandelt haben. „Die Münzen sind in einem exzellenten Zustand, obwohl sie tausend Jahre auf dem Meeresboden lagen“, schwärmt er. Auf mehreren Münzen sind Abdrücke und Bissspuren zu erkennen, damals eine der wenigen Möglichkeiten, die Goldmünzen rasch und zuverlässig auf Echtheit zu prüfen. Ausgrabungen am Meeresgrund sollen nun weitere Erkenntnisse liefern. Sharvit bedankte sich bei den Hobbytauchern: „Sie sind vorbildliche Bürger mit Herzen aus Gold, die Israel und seine Geschichte lieben.“
 
PS: So ein Mist! ATLANTIS-Chef Heinz Käsinger hat um den versunkenen Hafen von Caesarea herum Dutzende von Tauchgängen absolviert – leider ohne Münzfund. Ob er die Pretiosen wohl gemeldet hätte?