Der Huchen - Donaulachs

gross1(Bild: Der Donaulachs kommt in Europa ausschließlich in der Donau und seinen Bebenflüssen vor. Dieses Prachtexemplar wohnt in der Traun bei Viechtach. Foto: Hayek)

Mit mehr als einem Meter maximaler Länge und einem Höchstgewicht von 50 Kilogramm gehört der Huchen, auch Donaulachs genannt, zu den größten heimischen Fischarten. Es wäre verwunderlich, wenn nicht auch er höchst gefährdet wäre. Der Fisch liebt schnell fließende, sauerstoffreiche und klare Gewässer, in denen er räuberisch lebt. Seine Bestände gehen deshalb schon seit dem 19. Jahrhundert zurück, denn die fortschreitende Industrialisierung und die explosionsartig gewachsene Bevölkerung verschmutzten die angestammten Gewässer des Fisches erheblich. Das hat sich seit den 1980er Jahren zwar drastisch gebessert, nun aber macht dem Fisch die zunehmende Verbauung der Flüsse und Ströme durch Wasserkraftwerke, Wehre und Dämme zu schaffen.

Huchen gehören zu den Lachsartigen. Er wird mit rund vier Jahren geschlechtsreif, das weibliche Tier legt tausende befruchteter Eier in flache Kiesmulden, wo es nach durchschnittlich 30 Tagen dann vor frisch geschlüpften Larven nur so wimmelt. Der Huchen ist ein Wanderfisch. Da die Verbauung der Gewässer eine Laichwanderung unmöglich macht, droht der Fisch in den kommenden Jahren auszusterben. Auch künstlicher Besatz aus Zuchten hilft ihm nicht viel, denn sein angestammter Lebensraum hat sich verändert. Nur konsequente Renaturierungsmaßnahmen werden den Huchen in der Donau und seinen Nebenflüssen wieder heimisch machen.

Der „Fisch des Jahres“ wird jedes Jahr vom Bundesamt für Naturschutz, dem Anglerverband und dem VDST gewählt. Die Bevölkerung soll durch diese Maßnahme auf die Gefährdung vieler heimischer Fischarten durch menschliches Verhalten aufmerksam gemacht werden.