Donnerstag, 01.03.2012

Leider sind die angenehmen Seiten meines Jobs jetzt vorbei, morgen heißt es wieder am Heft zu arbeiten. Als, naja, krönenden Abschluss der Reise gab es gestern Abend in Tokio das Kontrastprogramm zum doch etwas abgelegenen Ogasawara: Die Lichter der Großstadt warteten auf mich. Tokio ist ja eine super hektische Stadt, alles voll und voller Beton. Gut, dass mein Hotel mitten in Ginza lag, dem berühmten Shopping und Vergnügungsviertel der Stadt. Die Chuo Dori, etwa vergleichbar mit der Champs Elysees oder dem Kudamm, ist nachts prächtig beleuchtet und vor allem teuer. Klar, was alleine die Beleuchtung kostet, muss man auf die Preise schlagen. Mal ein Beispiel: Mein bevorzugtes Herrenparfüm kostet hier etwa das Vierfache wie beim ebenfalls nicht billigen Douglas. Ich habe meiner Frau also kein Souvenir gekauft. Aber eine persönliche Nachricht an meine Nichte Jil habe ich: Wenn Du mal richtig ausgiebig shoppen willst, Betonung auf richtig, dann kommt für Dich eigentlich nur die Chuo Dori in Frage. Gegessen hab ich aber was und das war erstaunlich preiswert. Da ich mich auf Ogasawara ja ausschließlich von Nudelsuppe ernährt habe (darüber mehr im kommenden Heft), stand mir gestern Abend der Sinn nach etwas anderem. So habe ich zunächst eine Fischsuppe gegessen und später lauter verschiedene frittierte Häppchen. Dann gab es noch einen Mangopudding. Alles in allem bewerte ich das gestrige Abendessen als sensationell. Und der Knüller: Es war billiger als der Wurstteller mit Kartoffelsalat beim "Original Bavarian Restaurant" nebenan. Ach ja: In Ginza gibt es Dutzende von ausländischen Lokalen, vor allem Italiener. Ein anderes Klischee über Tokio hab ich auch getestet: die U-Bahn. Jetzt höre ich aber auf, die Haare stehen mir noch immer zu Berge. Es ist einfach nur voll! So, jetzt mal noch ein Dankeschön an das Japanische Fremdenverkehrsamt, die den Trip ausgearbeitet haben und an die Asiana Airline, in deren Businessklasse ich jetzt ganz relaxt und mit bester Verpflegung zurückreisen werde. Bis bald Heinz Käsinger