Ein Mann mit Mission: Die Bob Hollis Story
„… wir sehen uns im Wasser!“: Mit dieser Botschaft endet das Grußwort, das Bob Hollis auf der Internetseite seiner Ausrüstungsfirma Oceanic schreibt. In der Tat steigt der Seniorchef des Unternehmens noch selbst ins Wasser, so oft es geht. Die Ausrüstungsteileseiner Marken zeichnen sich deshalb vor allem durch eines aus: hohen praktischen Wert. H.K.

s.15Bob Hollis begann mit dem Tauchen schon als Student in den 1950er Jahren. Seine Liebe galt dem Meer und so war es klar, dass er seine Kenntnisse, die er sich während dem Studium des Maschinenbaus angeeignet hatte, in der Tauch- oder Segelbranche einsetzen würde.
1965 gründet er in Hayword, Kalifornien, einen Wassersportshop mit dem Namen Anchor Shak, in dessen Hinterzimmer er für sich und seine Taucherkumpels Kameragehäuse und Unterwasserblitze zusammenbastelt. Bald fertigt er auch andere Ausrüstungsteile auf Bestellung. 1972 macht Hollis ernst und gründet American Unterwater Products, das mit dem Markennamen „Oceanic“ im Markt aktiv wird. Mit rund einem Dutzend Produkten fängt er an, inklusive der Foto-Linie aus seinem alten Sportshop. Vier Jahre später kauft er den Tauchproduktehersteller Farallon, der schon damals ein Vollsortimenter der noch kleinen Branche ist. Das ist für Hollis die Eintrittskarte in die ganze Welt des Tauchens. Es folgen eine Reihe von wegweisenden Entwicklungen im Tauchsport, beispielsweise ein Elektronenblitz mit Nasskupplung, das heißt, der Blitz kann unter Wasser gewechselt werden.Die 1980er Jahre stehen im Zeichen der Expansion. Mehr als 600 Tauchgeschäfte in Amerika verkaufen nun Oceanic-Produkte. Weltweit werden Generalimporteure implantiert, die unter anderem in Europa, Australien und Fernost eigene Händlernetze aufbauen. Hollis wird Zulieferer der Nasa und des amerikanischen Militärs. Und es entstehen weitere Tochterunternehmen. So  ist die Marke „Oceanic“ nicht mehr alleinige Marke im Unternehmen. Mit den Produktreihen „Hollis“ (anspruchsvolle Ausrüstung für Techtaucher) und „Aeris“ (preiswerte Sachen für den breiten Markt) sollen weitere Käuferkreise erschlossen werden.Und in Deutschland? Seit dem Umzug der Firma von Wendelstein nach Augsburg hat sich in der europäischen Niederlassung des amerikanischen Familienunternehmens viel getan. Neben der Veränderung der Vertriebsstruktur auf eine europäische Ebene kommen nun auch ständig weitere Marken und damit auch viele neue Produkte hinzu. Denn neben der Distribution für „Oceanic“ werden von Augsburg aus auch die neue Marke „Hollis“ sowie ab dem 1. April 2009 die Produkte der Firma „Aeris“ vertrieben. Natürlich gibt es auch zwischen den einzelnen Marken geringfügige Überschneidungen in den Produktlinien, die aber, laut Firmensprecher Thomas Gögel in dieser Form sogar gewünscht seien. www.oceanic.de

American Underwater Products

Ausrüstungsteile im Überblick
Die Entwicklungen der Firma Oceanic können nun schon auf eine lange Tradition zurück blicken. Darunter waren bahnbrechende Produkte wie der erste luftintegrierte und schlauchlose Tauchcomputer oder die Symbiose aus Tauchmaske und Dekorechner, wie in der aktuellen Datamask HUD. Oceanic kann neben den Tauchcomputern aber auch in anderen Bereichen punkten und vertritt heute Topseller bei den Atemreglern, Jackets und im Bereich Neopren. Gegen den allgemeinen Trend werden beispielsweise die Nass- und Halbtrockenmodelle mit einem Frontreißverschluss ausgestattet. Auch Taucher, die eine außergewöhnliche Flosse suchen, werden bei der Hollis F1sicher fündig. Das robuste Modell mit einem sehr hohen Anteil an Naturkautschuk glänzt mit sehr guten Eigenschaften. Weitere hervorragende Produkte sind beispielsweise die beiden Hollis-Wing-Jackets HD-100 und ATS.