Chelonoidis phantasticus lebt
Die seit mehr als 100 Jahren als ausgestorben geltende Riesenschildkrötenart Chelonoidis phantasticus gibt es doch noch. Forscher entdeckten auf der unbewohnten Galapagos-Insel Fernandia ein lebendes, erwachsenes Weibchen. Dies teilte der Pressedienst des ecuadorianischen Umweltministers Marcelo Mata mit. Auf Twitter verbreitete Mata auch drei Bilder mit den drei Forschern und dem Tier. Auf Galapagos lebten einst 15 Riesenschildkrötenarten. Fünf davon gelten als ausgestorben. Traurige Berühmtheit erlangte die letzte Schildkröte der Art Chelonoidis nigra abigdonii, ein männnliches Tier, dem die Welt den Namen Lonesome George gab und der im Jahr 2012 verendete. Ob es weitere Exemplare von Chelonoidis phantasticus gibt, ist unklar. Sollte es sich um ein jüngeres Tier handeln, muss dieses ja irgendwo herkommen. Um die Art dauerhaft zu erhalten, braucht das Weibchen einen männlichen Partner. Und der soll jetzt auf Fernandia gesucht werden.