Drama um PinguinkŁken

Tausende Küken der Adeline-Pinguine sind im vergangenen antarktischen Winter verhungert. Weil dieser 2017 ungewöhnlich hart ausgefallen war, fror der Kontinent unter einer extradicken Eisschicht, die sich dazu noch viel weiter ausgedehnt hatte als üblich.

Das führte dazu, dass die Elternpinguine viel weitere Wege als üblich zurücklegen mussten, um Nahrung für die Küken zu finden. Während die Elternpinguine auf der Jagd waren, starben die Küken während sie warteten. Von einem Bestand von 18 000 Jungtieren überlebten nur zwei.

Die Katastrophe hat, wie so viele Naturkatastrophen in diesen Tagen, mit dem Klimawandel zu tun. 2010 brach der Mertz-Gletscher wegen der stetigen Erwärmung der Polregion ab und veränderte die Umweltbedingungen der Gegend nachhaltig. Der gesamte Meeresabschnitt wandelte sich – vor allem der Krill, die wohl wichtigste Nahrungsquelle antarktischer Tiere, verschwand.    H. K.