Gegen die Plastikflut: Aufräumaktion am Strand von Manila

Greenpeace ermittelt Verursacher der Vermüllung

Unvorstellbare Mengen an Plastikmüll gelangen jedes Jahr von Land aus in unsere Ozeane – Schätzungen zufolge mindestens acht Millionen Tonnen. Das entspräche dem Gewicht von knapp 60 000 Blauwalen. Die unmittelbaren Folgen dieser Plastikflut zeigen sich besonders drastisch entlang der Manila Bay auf den Philippinen. Vor allem auf Freedom Island, einem Vogelschutzgebiet südlich von Manila, ist der Strand vor angeschwemmtem Müll kaum noch zu sehen. Betroffene Fischer berichten, dass sie mehr Plastikmüll als Fisch fangen.

Aufräumaktion mit Firmenranking

Vom 10. bis 20. September wurden deshalb bis zu hundert Umweltschützer der internationalen Bewegung „Break Free From Plastic“ auf Freedom Island aktiv, darunter auch viele Greenpeace-Freiwillige. Parallel dazu fand am 16.9. der International Coastal Clean Up Day statt, an dem über tausend lokale Helfer mitmachten.

Die Greenpeace-Aktivisten wollten die groß angelegte Aufräumaktion nutzen, um die wahren Verursacher der Plastikflut zu benennen. Vorrecherchen haben gezeigt, dass zahlreiche Einweg-Produkte internationaler Konsumgüterkonzerne die Strände von Manila vermüllen.  Bei der Strandreinigung achteten die Aktivisten deshalb besonders auf Müll aus Einwegplastik. Die Umweltschützer stellten ein Plastikmüll-Ranking zu den am häufigsten gefundenen Marken und Unternehmen auf, das am 22.9. unter dem Titel 'Die Müll-Magnaten' veröffentlicht wurde. Pressemitteilung Greenpeace Deutschland