Willkommen auf Kuba! Tag 11, der letzte Tag

havanna moonHeute war nun der letzte Tag und nochmal so richtig spannend. havanna-gasseWir haben die Altstadt von Havanna erkundet und ich muss sagen, dass das eine sehr lebenswerte Stadt mit tollen Kneipen, Bars, Cafés und viel Kultur ist. Stellenweise kommt man sich vor wie in einem Freilichtmuseum. Bars und Kneipen, die man bei uns längst kaputtsaniert hätte, laden zum Sitzen und Gucken ein. Das Hotel Ambos Mundus hat beispielsweise eine tolle Dachterrasse, auf der man, bei einem guten Kaffee, über die Dächer der Hauptstadt blickt.
havanna-7Begonnen haben wir unseren Streifzug allerdings auf einem kleinen, typischen Markt nahe Stadtzentrum. Wie in einem früheren Tagebuchantrag schon erwähnt: Alles ist biologisch einwandfrei hergestellt, weil die Kubaner gar kein Geld für Spritzmittel haben.
BBegonnen haben wir unseren Streifzug allerdings auf einem kleinen, typischen Markt nahe Stadtzentrum.Wie in einem früheren Tagebucheintrag schon diskutiert: Alles ist biologisch einwandfrei hergestellt, weil die Kubaner gar kein Geld für Spritzmittel haben.
havanna-frauAber auch in Havanna: Eines der riesigen Kreuzfahrtschiffe lag am Pier und zwar sage und schreibe sechs Stunden lang. Gruppen von 20, 30 Kreuzfahrtgästen hetzten mit Nummernaufklebern durch die Altstadt. Wurde in den Geschäften und Restaurants etwas gekauft oder konsumiert? Selbstverständlich nicht. Zum Essen geht der handelsübliche Kreuzfahrer auf sein Schiff zurück. Und so hinterlässt "die neue Pest der Meere" genannte Erscheinung, defekte Piers und verschlammte Fahrrinnen, die jährlich ausgebaggert werden müssen.havanna-2 Die fachkundige Führung durch die Stadt hatte wieder Cuba-Diving Repräsentant Karl Janeke übernommen, der die Stadt und die alten Geschichten Havannas kennt wie kaum ein anderer. Zum Beispiel diese: Das Pflaster vor dem ersten Gouverneurspalast war, wie in aller Welt üblich, aus Kopfstein. Da sich die Damen und Herren im Palast durch die klackenden Stiefel der Soldaten und das Klappern der Stöckelschuhe der Damen gestört fühlten, wurde das Steinpflaster weggerissen und durch ein Holzpflaster ersetzt – das einzige Holzpflaster in der neuen Welt. Oder das nette Histörchen: Um den Reisenden früher zu signalisieren, dass jetzt gleich die Stadttore geschlossen werden, wurde Punkt 21.00 Uhr ein Kanonenschuss von der Festung abgegeben. Der korrupte Präsident Batista fühlte sich ob dieser Praxis gefährdet und verbot den Schuss. Fidel Castro führte die uralte Tradition aber wieder ein, sie existiert noch heute! Jetzt sitze ich am Flughafen und da ich noch Guthaben auf meiner Internetkarte habe, schreibe ich noch rasch diesen kurzen, finalen Eintrag in mein Tagebuch. Heinz Käsinger