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Donnerstag, 19. Juli 2018

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Kraken profitieren vom Klimawandel PDF Drucken E-Mail

oktoH.K. Ob Riesenkrake, Kalmar, Sepia oder hundsgemeiner Oktopus: Die Wirbellosen, die die Wissenschaft Cephalopoden nennt, profitieren vom Klimawandel. Während Wale unter zunehmender Lärmbelästigung leiden, Schwefelsäure die Panzer der Schalentiere auflöst und sich Schildkröten heillos im Plastikmüll verstricken, fühlen sich die Acht- oder Zehnbeiner zunehmend wohl in den Weltmeeren. Das geht aus einer Langzeitstudie hervor, die Meeresbiologen der Universität von Adelaide begleiten. 35 Kopffüßer stehen unter besonderer Beobachtung der Wissenschaft und deren Studie beweist: Die sympathischen Tausendsassas kommen heute rund drei Mal so oft im Meer vor, wie noch 1953.

doubleday„Im Ökosystem der Meere geschieht ganz offensichtlich etwas, das den Tintenfischen gefällt“, kommentiert Studienleiterin Zoë Doubleday (rechts im Bild) das Geschehen. Eine Einflussgröße ist vermutlich die Temperatur. Als wechselwarme Tiere fühlen sich die Kopffüßer im wärmer werdenden Wasser immer wohler. Die Tiere werden agiler, schneller. So entkommen sie Fressfeinden besser. Auch der Fortpflanzungstrieb steigt. Da Oktopusse nur ein bis vier Jahre alt werden, reproduzieren sie sich öfters und passen sich durch die natürlichen Zuchtwahlkriterien schneller an Veränderungen an. Dazu, so Doubleday, käme ihre Schläue. Dank ihrer Intelligenz finden sie schnelle und effektivere Lösungen für Veränderungen.

Die Hauptursache für die Vermehrung dieser Wirbellosen liegt jedoch darin, dass ihre Feinde immer weniger werden. Pottwale dezimieren die Bestände der Riesenkraken nicht mehr, in Nord- und Ostsee fischen Menschen Kabeljau, Dorsch und Seehecht zu Tode – alles Feinde der hier lebenden Sepien. Die Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht sind enorm: Während in den 1970er Jahren jeder zehnte Fang ein Tintenfisch zu finden war, ist es heute jeder dritte.

Quellen: Univ. Adelaide, Australien

 
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