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Freitag, 20. September 2019

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So tauchen die Anderen: ISRAEL PDF Drucken E-Mail

Von Heinz Käsinger

flaggeIsrael ist ein kleines Land mit vielen Tauchern. Nirgendwo auf der Welt ist der Anteil von ihnen an der Bevölkerung so hoch wie dort. Und: Jedes Jahr kommen neue dazu.

In Israel gibt es etwa 34 000 Taucher (Zahl von 2010). Das sind 0,47 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zum Vergleich: In der EU liegt der Anteil bei 0,24 Prozent und weltweit gar nur bei 0,09 Prozent. Jedes Jahr bildet die Israeli Diving Federation (IDF) rund 3000 neue Taucher aus, etwa 15 000 neue Brevetierungen gibt es insgesamt (Fortbildungen wie nächst höheres Brevet, Fotografie-, Nacht- oder Tieftauchsonderkurs usw.).
Die IDF ist das, was in Deutschland der VDST, der SUSV in der Schweiz und der TSVÖ in Österreich – eine Ausbildungsorganisation. Das heißt, dass die sich um die Zertifizierung kümmert, jedoch auch um Umweltschutz, Forschung und Weiterbildung. In diesem Zusammenhang arbeitet die IDF auch mit privaten Unternehmen wie Naui und SSI zusammen.
0022Da tauchen in Israel aber staatlich reglementiert ist, gibt es außerdem die Israeli Diving Authority (IDA), eine dem Ministerium für Kultur und Sport unterstellte Behörde. Diese kümmert sich um die Genehmigungen für Tauchbasen, legt die Standards für die Tauchlehrerausbildung fest (es gibt rund 450 Tauchlehrer in Israel) und gibt die Regeln für die Sicherheit vor. Ähnlich der technischen Kontrolle für Fahrzeuge unterzieht die IDA alle Tauchbasen Israels in vorgeschriebenen Zeitzyklen einer Kontrolle. Im Focus dieser Inspektionen: die technische Ausrüstung, die Gesundheit der Tauchlehrer, die Qualität der Atemluft.
In Israel gibt es 40 Tauchbasen, 15 davon sitzen in Eilat. Der Rest am Mittelmeer. Dabei handelt es sich um gewinnorientierte Unternehmen. Es gibt aber auch, im Sinne unserer Vereine, Tauchclubs über das Land verstreut. Besonders das Militär, Universitäten oder Kibbuze haben solche Vereine gegründet. Die Ausbildung läuft dann dort ab, wie bei uns auch: Im Winter trainiert man im Bad, wo auch Anfängertraining stattfindet. Und im Frühjahr fährt man dann nach Eilat oder ans Mittelmeer, wo es (wieder) ins Freiwasser geht. Seit 1979 gibt es in Israel ein Tauchgesetz. Um dieses umzusetzen, wurde, ebenfalls um jene Zeit, die IDA gegründet. Diese legt also auch den Standard für die Ausbildung fest, dient der IDF als Supervisionsstelle und ist dafür verantwortlich, Tauchunfälle aufzuklären und eventuell Maßnahmen einzuleiten, die Unfälle in Zukunft vermeiden. Außerdem ist die IDA verwaltungstechnisches Bindeglied zwischen den Tauchcentern und Clubs und dem Ministerium.
Eine weitere wichtige Aufgabe der IDA ist die Förderung des Tauchsports und die Förderung der damit zusammenhängenden Wirtschaft. In dieser Eigenschaft kümmert sich die Behörde um den Tauchtourismus, um Sonderprojekte wie Behindertentauchen oder tauchsportliche Wettkämpfe – und auch in Israel wird tauchen als Therapiemaßnahme für schwer erziehbare Jugendliche oder Drogensüchtige angeboten.
Nicht zuletzt unterstehen der IDA die Druckkammern des Landes. Soeben hat man das Druckkammerzentrum im Krankenhaus von Eilat neu gestaltet und eine neue Kammer installiert – für umgerechnet knapp eine Million Euro.
 
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