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Freitag, 18. Oktober 2019

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Jeju und Badian Island live 3 PDF Drucken E-Mail
ralf1Heute war es endlich soweit: Zwei Tauchabstiege in Jejus Unterwasserwelt standen an. Wir tauchten mit Oktopussen, Petersfischen und Flundern. Und das alles wurde umrahmt von prächtigen Weichkorallen und deftigem Kelp.
Ralf Deutsch ist nicht nur ein hervorragender Fremdenführer über Wasser, als Inhaber der Tauchbasis Big Blue 33 (die Zahl 33 steht für den 33. Breitengrad auf dem Seogwipo liegt) kennt er sich auch bestens vor Jejus Küsten aus. Sein wichtigster Tauchplatz ist Little Munsom, eine Felsnadel in Sichtweite des Seogwipoer Hafens. Der Skipper des gecharterten Tauchbootes setzt uns in der Dünung aus, wir tauchen ab.
Durch ein Tal geht es hinunter auf 30, 35 Meter. Das Wasser ist weder blau noch grün, eher scheint es eine Mischung aus beidem zu sein. Die Szenerie ist ebenfalls gemischt, die Unterwasserwelt lässt sich nicht mit einem Schlagwort charakterisieren. Am ehesten noch so: Wir finden hier eine Mischung aus Mittelmeer, Rotem Meer und den Küsten Westamerikas vor. Sofort fallen die prächtigen Weichkorallen auf. In der Tat sagen Kenner, es handele sich um die prächtigsten Weichkorallen der Welt, noch größer und schöner als die des Roten Meeres. Diese Korallen, die ja bekanntlich warmes Wasser brauchen, stehen einträchtig neben starken Kelppflanzen, wie sie sonst nur in den Kaltwassergebieten des Humboldtstromes vorkommen. Dem nicht genug, haben sich Weiße, Gelbe und Rote Gorgonien dazwischen gesetzt – das Mittelmeer lässt grüßen. Auch der Grund zeigt sich abwechslungsreich: Mal schwimmen wir über eine Sandfläche, dann über Geröll und schließlich tauchen wir zwischen mächtigen Steinblöcken dahin. Schwer zu beschreiben aber nicht unerwähnt bleiben sollen die Lichtstimmungen, die das dunkle aber nicht unsichtige Wasser, der Sonneneinfall und die Besiedelung durch Kelp und Weichkorallen in konzertierter Aktion zaubern. Mal duster bedrohlich ist die Stimmung, dann wieder hell und freundlich.
Das Wasser ist mit über 20 Grad Celsius noch recht warm. Normalerweise zu warm für die Zeus Faber (Petersfische), die gewöhnlich erst dann in diesen Tiefen zu finden sind, wenn die Wassertemperatur unter 18 Grad liegt. Heute aber haben wir Glück, zwei, drei nein vier Exemplare schwimmen vorbei.
Ralf zeigt auf eine Stelle am Boden, die von Algen bewachsen ist. Zuerst sehe ich nichts, erst nach und nach schält mein getäuschtes Auge ein kleines Würmchen an einem Faden aus seiner Umwelt heraus, dann ein riesiges Maul, ein gelangweilt scheinendes Auge und einen verhältnismäßig kleinen Körper auf Stelzenflossen: Ein Anglerfisch lauert hier auf Beute.
Dann setzt die Ebbe ein und mit ihr ein starker Sog Richtung offene See. Wir tauchen auf und der Skipper sammelt uns von der Wasseroberfläche. Ohnehin gilt für das Tauchgebiet hier, dass ab und zu Strömungen herrschen, auf die man sich einstellen muss.
bonsaipark1Der zweite Abstieg findet, nach einem schmackhaften Mittagsimbiss an Bord, deshalb an einer geschützten Stelle statt: Supsom Nord. Große Felsen prägen hier die Landschaft, Durchlässe. Es gibt viele Kleinlebewesen wie Nacktschnecken und Würmer, Mollusken und auch Jungfische zu bestaunen.
Obwohl Mittag schon durch ist, ist der Tag noch lang, als wir wieder festen Boden betreten. Ralf schlägt deshalb vor, noch in den sehenswerten Bonsaipark im Westen der Insel zu fahren, was wir auch tun. Liebhaber von seltenen und wertvollen Bonsaibäumchen und Koikarpfen finden sich hier in ihrem persönlichen Paradies wieder. Der Bonsaipark gehört deshalb zu meinen persönlichen Pflichtpunkten eines Jeju-Besuches.

www.bigblue33.co.kr www.spiritedgarden.com
 
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