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Canon, Sealux, Subtronic

Von Waltraud Binanzer

Anspruchsvolle Fotografen geben sich in der Regel nicht mit kompakten Digitalkameras zufrieden. Die Spiegelreflex im Gehäuse muss es auch im digitalen Bereich sein. Nicht immer aber kommt der ehemalige Analog-Fotograf mit den komplexen Möglichkeiten einer Digitalkamera zurecht. Hervorragend gelang allerdings das Handling einer Canon Eos 5 D im entsprechenden Sealux-Gehäuse samt Subtronic Maxi.

Als eingefleischte Nikon RS-Fotografin wollte ich, vor einem eigenen Kauf,  eine gleichwertige digitale Kamera ausprobieren. p2092628Claus Meyer, ein Freund, lieh mir für meine Maledivenreise dankenswerterweise seine Canon Eos 5 D samt 50 und 15 Millimeter Objektiven, dem passenden Gehäuse von Sealux, zwei Subtronic-Blitzen. An Bord der Nautilus II angekommen, habe ich mir dann mein neues Baby genauer angeschaut. Das Handbuch der Kamera macht einen schwindelig. Aber brauche ich die ganzen Funktionen? Ich beschloss, mich auf die wichtigsten davon zu beschränken.
Der Einbau ins Gehäuse geht simpel auf einer Schiene. Ein klein wenig Gefummel war nötig, um die Schraube zu fixieren. Kabel anschrauben (leichter als die bekannten Nikon-Stecker). Kurze Funktionsprüfung, alles funktioniert. Und dann der Tauchgang, Bathala Tila. Die Kamera habe ich mit dem 15 Millimeter-Weitwinkelobjektiv bestückt. Nach jedem Auslösen schaue ich mir das Ergebnis an: Etwas unterbelichten bei der Landschaft im Gegenlicht; helle Korallen nur leicht anblitzen, die dunklen Rotaugen vor dunklem Hintergrund aber etwas mehr. Ich experimentiere noch. Beim Auftauchen merke ich, dass ich rund 80 Bilder verschossen habe.
Die erste richtige Bewährungsprobe am Mantaplatz: Kann ich da mit einer Digitalkamera richtig schnell schießen, wenn die Teufelsrochen Tempo machen? Es klappte hervorragend. Allerdings war ich im Gegenlicht im Modus manuell zu langsam, um die Blende umzustellen. Also in den Automatik-Modus gewechselt, aber da haben mir die Ergebnisse nicht gefallen. Im Südari-Atoll gings dann auf Walhaisuche, schnorchelnderweise. Das Gehäuse wird mitgenommen, klar. Es hat Auftrieb und das nicht wenig. Das erleichtert die Fotografie an der Oberfläche aber abtauchen damit ist schwierig.
Schließlich steuert der Skipper noch mal den Mantaplatz an. Ich habe zwischenzeitlich etwas geübt und die manuelle Einstellung beherrsche ich jetzt besser. Blitzen, Kameraeinstellungen, Scharfstellen laufen jetzt schon so automatisch ab, dass ich nur noch Augen für die Mantas und die Schiffshalter habe. So muss es sein, die Bewegungen laufen ab wie automatisiert. Ich bin jetzt vom Digivirus infiziert. An Mittagschlaf ist nicht mehr zu denken, nach dem Tauchen und dem Essen werden die Bilder auf den Laptop gebeamt und daran experimentiert (immer Kopie vom Originalfoto machen), bis die Glocke zum nächsten Tauchgang ruft. Der letzte Tauchgang ist gleichzeitig der stressigste und der schönste, kein Wunder, es ist mein Geburtstag. Und vor allem soll dieser Tag noch mal eine echte Bewährungsprobe für die Kamera werden. An der Riffkante auf 30 Meter steht eine Schule Adlerrochen. Sie kreisen, kommen näher. Wenn ich jetzt rangehe, habe ich nur ein paar Schuss, bis es mich in den Kanal hineintreibt. Vier Mal kann ich abdrücken, Hochformat, es passt perfekt. Als mich die Strömung des Kanals erfasst, höre ich das Gefiepse von Delfinen. Plötzlich sind sie da, 80, 90, 100 Tiere um uns herum. Und schnell sind die Biester. Die Canon und ich haben es aber gepackt, 20 Motive sind drin und alle gestochen scharf. Dabei half der schnelle Autofokus der Kamera und die leichte Bedienung im Modus manuell: Traumwandlerisch sicher kann man von einer Sechzigstelsekunde (tolle Bewegungsunschärfen bei schnellen Bewegungen) auf eine Zweihundertfünfzigstelsekunde (Bewegungen werden eingefroren) umstellen. Oder mit Blende elf dem Bild Tiefe verleihen.
Erfahrene Digitalfotografen verrieten mir auch einige Tricks, die ich dann sofort umsetzen konnte. Zum Beispiel den, lieber unter- als überzubelichten. Schatten lassen sich später am Computer leichter aufhellen als zu helle Stellen abdunkeln.
Alles in allem steht für mich nach diesem Ersteinsatz einer digitalen Spiegelreflexkamera fest, dass so ein Gerät meiner fotografischen Tätigkeit neuen Auftrieb geben wird. Die Anschaffung einer entsprechenden Kombination ist nur noch eine Frage der Zeit.
Übrigens: Die von mir verwendete Canon Eos 5 D ist bereits überholt, neue Modelle sind auf dem Markt. Wer jetzt die einschlägigen Internet-Portale verfolgt, kann unter Umständen tolle Schnäppchen bei Kameras und Gehäusen machen.
 
 
Die Canon Eoa 5 D
 
•    Vollformat-CMOS-Sensor mit 12,8 Megapixeln
•    Reihenaufnahmen mit bis zu 3 Bildern/sek.
•    Pufferspeicher für bis zu 60 hoch aufgelöste
     Bilder (JPG)
•    Neun AF-Messfelder und sechs AF-Hilfsfelder
•    6,35 cm (2,5-Zoll) LCD-Bildschirm
•    Simultanspeicherung von Raw- und JPG-Bildern
•    Kompaktgehäuse aus einer Magnesiumlegierung
•    Weitreichende Kompatibilität
    www.canon.de
 
Das Sealux-Gehäuse
 
Gehäuse: Aluminium aus dem Monoblock CNC-gefräst, hart eloxiert und speziell für höchste Seewasserbeständigkeit beschichtet. Wechsel der Speicherkarte bei eingebauter Kamera. Minimale Abmessungen und Gewicht. Hervorragende Tarierung bei allen Ports.
Funktionen: Ein/Aus, Auslöser, Haupt-Wählrad, Modus-Wählrad, ISO und Blitz +/- Einstellung, Betriebsart, Weißabgleich, LCD Beleuchtung, Autofokus ein/aus, AE Speicherung und AF-Messfeldwahl, Multicontroller Taste, Schnelleinstellrad mit Einstelltaste, Tasten für
Menü, Wiedergabe, Löschen u. v. m.
www.sealux.de
 
Der Subtronic maxi
 
UW-Leitzahl 16, 200 Ws, 116° Leuchtwinkel
Alu Gehäuse harteloxiert
100-prozentige TTL Steuerung
2 Synchronbuchsen
+/- Korrektur Schalter
Externes Akkusystem (im Blitzarm, wichtig für Flugreisende)
Lieferumfang: Blitzgerät Subtronic Maxi, TTL Synchronkabel, Schnellladegerät
www.subtronic.de
 
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