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Samstag, 14. Dezember 2019

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Salomonen: Die Inseln der blauen Lagunen PDF Drucken E-Mail

Von Harald Slauschek

s44Mit den Salomonen stellt ATLANTIS ein ebenso buntes wie abgelegenes Tauchziel vor – Artenvielfalt garantiert. Neben tollen Riffen warten freundliche Menschen auf die Begegnung mit uns.

Da die Salomonen sich über ein sehr großes Gebiet erstrecken, ergeben sich sehr vielfältige Tauchmöglichkeiten. Es braucht schon weit mehr als eine Reise, um einen halbwegs umfassenden Eindruck zu bekommen. Eine Reise kann, auch wenn es sich um eine 14-tägige Tauchkreuzfahrt mit 55 absolvierten Tauchgängen handelt, nur einen kleinen Teil der Tauchgründe abdecken. s.42
Jedoch auch diese kleinen Bereiche geben Einblick in eine sehr große Artenvielfalt unter Wasser. Experten schätzen, dass diese etwa doppelt so hoch ist wie die im Roten Meer. Darüber hinaus zeichnen sich die Salomonen durch gesunde, vor pulsierendem Leben strotzende und unberührte Riffe aus – bei einer Tauchkreuzfahrt trifft man nur durch Zufall auf andere Taucher. Ob Makrelen oder Barrakudas, es ist imposant in einen schier unendlich großen Fischschwarm hinein zu tauchen und kurzzeitig ein Teil des Ganzen zu werden. Hunderte Wracks ruhen hier auf dem Meeresgrund. Ursache dafür war hauptsächlich der 2. Weltkrieg mit seinen blutigen Land- und Seeschlachten. Insbesondere die Schlacht um Guadalcanal, der Hauptinsel der Salomonen, war eine der heftigsten. Zwar liegen einige Kriegsrelikte in für Sporttaucher nicht erreichbaren Tiefen, doch es bieten auch viele flacher liegende Wracks tolle Erkundungsmöglichkeiten. Wracks sind geschützte Lebensräume für die Unterwasserflora und -fauna und auf den Salomonen hat das in den letzten Jahrzehnten zu wunderschönen künstlichen Riffen geführt. Die Sichtweiten unterscheiden sich kaum von anderen tropischen Unterwasserwelten im Pazifik. Je nach Tauchplatz, Gezeitenströmung und Wind-Wetter-Situation variiert diese zwischen 15 und weit über 30 Meter.
 
Die Schlacht um Guadalcanal war verheerend
 
s.43.1Höhlen, Grotten, Tunnel und große Einschnitte in die Felsen unter Wasser, sind in einer überdurchschnittlich hohen Anzahl vorhanden. Deshalb sind wunderbar abwechslungsreiche Tauchgänge garantiert. Die Lichtspiele, die Sonne und Wasser in solcher Umgebung zaubern,  sind oft sensationell. Manchmal wirken sie fast wie in einem Dom, in den die alten Baumeister Stimmungen durch farbige Fenster gezaubert haben. Auch sehr schöne Steilwände gibt es in Hülle und Fülle. Gorgonien mit mehreren Metern Durchmesser und weitläufige Weichkorallenfelder garnieren diese. Überhaupt wirkt Vieles in der Korallenwelt der Salomonen etwas größer als in vielen anderen Regionen, auch und vor allem die Steinkorallen wie z.B. Hirnkorallen oder Kelchkorallen. Bei vielen Tauchplätzen zahlt es sich jedoch aus, die Welt des Großen zu verlassen und sich dem Mikrokosmos zu widmen. Unzählige Klein- und Kleinstlebewesen tummeln sich an den Riffen der Salomonen. Wenn man möchte, dann kann man sich die ganze Tauchreise mit den exotischsten S-, XS- und XXS-Lebewesen beschäftigen die da heißen Harlekingarnelen, Imperatorgarnelen, Pygmäenseepferdchen, Seenadeln, Nacktschnecken, Seesterne und Kauri-Schnecken. s.47In vielen Regionen nicht bzw. sehr selten vorkommende Arten können auf den Salomonen gefunden werden. Ob beispielsweise Schaukelfisch, Schluckspecht, Krötenfisch, Geisterpfeifenfisch oder Flughahn, Exoten fühlen sich hier anscheinend besonders wohl. Darauf ist auch der Service des Tauchpersonals abgestimmt: Gäste deponieren zu Beginn der Reise bei den Diveguides ihre Wunschliste – und die werden ihr Bestes geben, um die Wünsche zu erfüllen. Die Anforderungen an die Qualifikationen und die Erfahrungen eines Tauchers sind auf den Salomonen sehr vielfältig. Anfänger sollten sicherlich einige Tauchgänge in heimischen Gewässern, im Mittelmeer oder im Roten Meer machen, bevor sie eine Tauchreise zu den Salomonen unternehmen. Wobei die meisten Tauchgänge nicht unbedingt als schwer zu bezeichnen sind, aber die Bedingungen unter Wasser können sich während eines Tauchgangs zum Nachteil des Tauchers ändern (Strömung, Sicht) und dann ist eine gewisse Routine von Vorteil. Abgesehen davon wäre es schade, wenn auf Grund zu geringer Taucherfahrungen und Qualifikationen manche Glanzlichter ausgelassen werden müssten. So verlangen die Veranstalter als Mindest-Brevet für das Tauchen auf den Salomonen das Advanced Open Water Brevet (oder Äquivalent). Ein zusätzliches Nitrox-Brevet ist zu empfehlen da Tauchen mit Nitrox die Tauchgänge sicherer (bis zu fünf Tauchgängen pro Tag) macht.Der Kontakt mit der Bevölkerung sollte auch während einer Tauchreise obligatorisch sein. Dabei werden die Bewohner und ihre Lebensweise näher kennen gelernt, vor allem relativiert sich aus dieser Perspektive die Sichtweise auf unser eigenes Leben nach westlichen bzw. konsumorientierten  Maßstäben.
 
Mindestens das Advanced-Brevet ist gefragt
 
s.49Die Menschen dieser Inseln begegnen uns freundlich und sehr natürlich. Die meisten von ihnen leben in Holz- oder Strohhütten, die mit Blättern gedeckt sind ohne Strom. Wenn es einmal Strom gibt, so kommt dieser nicht aus dem Kernkraftwerk sondern aus einem mit Diesel betriebenen Generator. Das tut der Lebensfreude dieser Menschen jedoch überhaupt keinen Abbruch. Warum auch? Aus ihrer Sicht haben sie ja alles was sie für das Leben benötigen. Genug Nahrung wie Obst und Meeresfrüchte, ausreichend Gesellschaft und ihren größten Schatz, die Kinder. Die sind süß, wie alle Kinder dieser Welt neugierig aber trotzdem nicht frech und haben fast immer ein glückliches Lachen im Gesicht. Überhaupt ist die positive Energie der Inselbewohner richtig ansteckend.s.49.1
Natürlich treiben sie mit den Besuchern Handel. Meist werden selbst gemachte Holzschnitzereien und Schmuckstücke aus den lokal verfügbaren Materialien wie Muscheln, Schnecken, Bambus usw. angeboten. Die verlangten Preise variieren dabei je nach Material, Größe und Komplexität des Produkts. Günstig, dabei gut verarbeitet und wirklich schön sind sie für die Touristen auf jeden Fall, und aus Sicht der Einwohner wird mit jedem verkauften Stück ein kleiner Reichtum erwirtschaftet. Eine Besonderheit stellt die Preisverhandlung dar: Es wird dabei immer geflüstert. Landestypisch unter den Schnitzereien ist ein tafelartiges Stück, das Spirit of Solomons genannt wird. Darauf sind unterschiedlichste Meereslebewesen angeordnet, die ins Holz geschnitzt bzw. herausgearbeitet wurden. Erhältlich ist diese Schnitzerei als ebene oder gebogene Tafel in vielen Größen. Vom kleinen Wandschmuck bis zum großen Esstisch reicht das Angebot. Sehens- und hörenswert sind die Tanz- und Musikvorführungen der Salomoner. Ganz besonders beeindruckend sind dabei die Musiker mit ihren selbst gebauten Instrumenten, Panpipes genannt. Die sind aus Bambus- oder Kunststoffrohren gebastelt. Ein mögliches Begleitinstrument stellt ein primitiver aber wirkungsvoller Schlagzeugnachbau dar. Der Sound dieser Ensembles ist sensationell und geht ohne Umwege über andere Körperteile direkt in Ohr und Bein – ein wirklich mitreißendes Erlebnis.
s.48Tauchkreuzfahrtschiffe werden beim Ankern immer wieder von den Inselbewohnern mit frischen Nahrungsmitteln versorgt. Egal ob Fisch, Garnelen, Krabben, Obst, Gemüse, Gewürze, Zuckerohr oder Nüsse. Alles wird angeboten und meist auch gekauft. Das Geschmackserlebnis beim Verkosten der Lebensmittel ist enorm. Durch den Wegfall langer Transportwege und -zeiten sowie der chemischen Behandlungsmethoden schmecken diese Leckereien vor Ort einfach nur köstlich. Auf Wunsch besteht auch die Möglichkeit, Betelnüsse mitsamt den berühmt-berüchtigten Zutaten zu kauen. Angeblich eine berauschende Angelegenheit bei der sich der Mund in einen ganz besonderen Rotton verfärbt. Oft bleibt es für Europäer und Amerikaner bei einem einmaligen Erlebnis – das Ganze schmeckt einfach scheußlich und abgesehen davon bekommt man den Geschmack und das Rot ewig nicht mehr aus dem Mund – trotz Zähneputzen. Die Salomonen gehören ohne Zweifel zu den taucherischen Topspots dieser Welt. Ob ein Taucherleben ausreichend ist, die ganze Vielfalt zu erkunden, ist zwar eine rein theoretische Frage, aber der Traum wird ja wohl noch erlaubt sein.
 
Tauchkreuzfahrten
 
„Spirit of Solomons“ und „Bilikiki“
Die „Spirit of Solomons“ (1992) und die „Bilikiki” (1989) sind zwei luxuriöse, ausgezeichnet auf Taucher ausgerichtete Schiffe, die ausschließlich im Inselreich der Salomonen operieren. Sie sind gleichzeitg die einzigen Tauchkreuzfahrtschiffe auf den Salomonen. Es werden 7-, 9-, 12- oder 14-tägige Exkursionen angeboten, die von der Hauptstadt Honiara aus starten. Die kürzeren Trips, erkunden die Riffe und Küste rund um die Florida und Russel Inseln. s.45
Längere Exkursionen führen in die Western Province zur Marovo Lagoon. Die Marovo Lagoon ist die größte Meereslagune auf der Welt. Ihre ökologische Bedeutung sowie ihre natürliche Schönheit hat die UNO veranlasst sie zum Weltnaturerbe zu erklären.
Geankert wird fast immer ganz nahe beim jeweiligen Tauchplatz. Mit zwei 6,5 m langen Aluminium-Beibooten werden die Taucher nach einem ausführlichen Briefing direkt zum Tauchplatz gefahren. Das Tauchen erfolgt eigenständig, wenn man das möchte. Da bei jedem Tauchgang zumindest ein erfahrener und ortskundiger Diveguide / Tauchinstruktor mit im Wasser ist, können jederzeit auch geführte Tauchgänge gemacht werden. Die Tauchgänge haben keinerlei Limitierungen was Tagesmenge und Tauchzeit betrifft. Die Verfügbarkeit von Nitrox an Bord erleichtert dabei die Entscheidung wesentlich.
 
 
Geografisches Stichwort
 
Die Salomonen
 
s.43Allgemeines: Die Salomonen (englisch: Solomon Islands) sind ein Inselstaat im Südwesten des Pazifiks, östlich von Neuguinea. Sie umfassen eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs, deren größte Inseln Guadalcanal, Santa Isabel, Makira, Malaita, New Georgia und Choiseul sind, sowie schätzungsweise 992 kleinere Inseln und Atolle. Die Salomonen sind Mitglied des Commonwealth of Nations. Die Salomonen wurden bereits ab 1000 v.u.Z. von Melanesiern besiedeltet. Die Entdeckung der Inselgruppe aus europäischer Sicht fand im Jahr 1568 durch den Spanier Alvaro de MendaÒa de Neyra statt. Er gab ihr den Namen Salomon-Inseln nach dem jüdischen König Salomo, weil er große Mengen Gold auf ihnen vermutete. Anfang des 19. Jahrhunderts wanderten die ersten europäischen Händler und Missionare ein. Das Deutsche Reich übernahm den Nordteil der Inseln 1885 als Schutzgebiet (Deutsch-Neuguinea). Nach Ausbruch des Pazifikkriegs im 2. Weltkrieg, besetzten japanische Truppen 1942 die Inselgruppe. Die Vereinigten Staaten begannen im August 1942 mit ihrer Salomonen-Kampagne, der ersten US-Offensive im Pazifik. Allein die Schlacht um Guadalcanal währte bis zum 9. Februar 1943. Erst nach der Schlacht bei Kap St. George am 26. November 1943 waren die Inseln in amerikanischer Hand.
Nach Kriegsende wurden die Salomonen wieder britisches Protektorat. Die innere Autonomie erlangten sie 1976 und wurden 1978 unter dem Namen Salomonen ein unabhängiger Staat. Die Salomonen blieben aber Mitglied des britischen Commonwealth. 
 
In Zahlen:
550 000 Einwohner (davon rund 50.000 in der Hauptstadt Honiara) bewohnen rund 30000 km2 Fläche. Die höchste Erhebung des Inselstaates ist der Popomanaseu mit 2335 m. Die Staatsform ist eine parlamentarische Monarchie.
Währung ist der Solomon Island Dollar (SBD), wobei 1 Euro 10 SBD sind. Ressorts, Hotels und Banken in Honiara akzeptieren gängige Kreditkarten und Travelerschecks.
Elektrizität/Strom: 240V/50 Hz Wechselstrom, 3-polige Steckdosen, Adapter erforderlich. Einreisebestimmungen: Für EU-Bürger ist ein Visum erforderlich, das bei Einreise am Flughafen unter Vorlage eines Rück- oder Weiterflugtickets beantragt werden kann. Das Visum wird für 3 Monate erteilt, kann aber verlängert werden. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Da die Einreise auf die Salomonen meist über Australien erfolgt, sind auch die dort gültigen Einreisebestimmungen zu beachten, falls auch ein Zwischenaufenthalt dort gemacht wird. EU-Bürger benötigen zur Einreise nach Australien ein Visum. Die Erteilung erfolgt elektronisch in Form einer so genannten Electronic Travel Authority (ETA). Eine Eintragung im Pass entfällt. Die Gültigkeit der ETA beträgt zwölf Monate und berechtigt Besucher und Geschäftsreisende in diesem Zeitraum zu einem Aufenthalt von maximal drei Monaten ab jeder Einreise.
Anreise: Die Salomonen werden durch Air Niugini von Port Moresby (Papua Neuguinea) und durch Solomon Airlines von Brisbane (Australien) aus direkt angeflogen. Flugdauer von Brisbane ca. 3-4 Stunden. (Quelle: Wikipedia)
 
 
Buchungsadressen/Veranstalter:
 
Diversion Dive Travel
Claudia u. Dirk-Werner Lutrop
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Extratour Tauchreisen
Kirsten Clahr
www.extradive.de
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Schöner Tauchen
Uwe Nehls
www.schoener-tauchen.de
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SUB AQUA Tauchreisen
Andrea Jasper
www.subaqua.de
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Kreuzfahrtschiffe/Tauchressorts:
Bilikiki Cruises
www.bilikiki.com
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Uepi Island Resort
www.uepi.com
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Allgemeine Informationen:
Solomon Islands Visitor's Bureau
www.visitsolomons.com.sb
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