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Steigen Sie ein

Von Heinz Käsinger

Die digitalen Spiegelreflex-Einsteigermodelle (DSLR) der großen Kamerahersteller erfreuen sich großer Beliebtheit. Zurecht. Sie sind teilweise preisgünstiger als die Spitzenmodelle des Kompaktsegments, bieten aber, da die Objektive gewechselt werden können, viel mehr Möglichkeiten. Und Gehäuse dafür gibt es von vielen namhaften Herstellern.

Die Botschaft im Internetforum ist eindeutig. Ein gewisser „Indio“ schreibt: „Eigentlich arbeite ich für eine Versicherung aber nebenbei schreibe und fotografiere ich noch für unsere Heimatzeitung. Dazu benutze ich eine Nikon D300, habe mir aber aus Sicherheitsgründen noch einen zweiten Kamerabody gekauft, eine Nikon D40. Ich darf sagen, dass ich vollumfänglich mit der Anschaffung zufrieden bin. Ja, ich nutze die Kleine mittlerweile sogar öfters als die Große, weil sie leicht und handlich ist. Die einfache Bedienung macht sie außerdem zu einer Kamera für den ‚schnellen Schuss’.“ 

So wie „Indio“ geht es vielen Fotografen. Die wenigsten steigen wirklich ganz neu ein sondern ersetzen mit einer einfachen DSLR eine analoge Kamera oder eine digitale Kompaktkamera. Einige kaufen sich die Einsteigermodelle als Zweitkamera, andere wenige steigen schließlich doch ganz neu ein. Und in allen dieser Fälle war die Wahl, mit einem einfachen DSLR-Modell zu starten, die genau richtige Entscheidung. Wer auf einschlägigen Webseiten die Kommentare zu den kleinen unter den großen Kameras liest, wird fast ausschließlich positive Kommentare finden. Aber auch das: „Mit meiner Kompaktkamera war ich ja auch zufrieden aber ich kam da recht bald an die Grenzen meiner Kreativität.“ („Birte1972“ in amazon) oder „juergenderkanns“ auf ciao.de: „Als ehemaliger Nutzer einer analogen Spiegelreflex war der Umstieg auf eine digitale Kompaktkamera der falsche Schritt.“
 
In der Tat machen es einem eher konservativen Fotografen die Kompaktkameras nicht gerade leicht. Gleichen sie in der Bedienung doch eher einem Computer oder einem Mobiltelefon denn einer Kamera. Zunächst fehlt der Blendenring am Objektiv, meist auch der Programmwahlschalter auf dem Kamerakörper. Eine digitale Spiegelreflexkamera gleicht dem Gewohnten eher. Dazu kommt, dass eine hochwertige Kompaktkamera preislich keine Vorteile bietet, im Gegenteil. Zum Beispiel kostet die Canon PowerShot G9 Kompaktkamera rund 290 Euro, für nur 50 Euro mehr gibt’s eine Nikon D40 samt Zoom-Objektiv zum wechseln. Wer die Spitzenkompakte von Ricoh, die Caplio DX 100G will, muss sogar knapp 430 Euro anlegen. Dagegen kostet eine Olympus E-420 samt 17-45 Millimeter Optik gerade mal 400 Euro.
 
Punktsieg für die DSLR
 
Die im Preis-Leistungsverhältnis der Kameras gewonnenen Punkte verliert eine DSLR allerdings wieder, wenn es an den Kauf eines passenden Gehäuses geht. Kamera-Gehäuse-Kombinationen im Kompaktbereich gibt es schon ab 250 Euro, die günstigste Spiegelreflex im günstigsten Gehäuse schlägt immerhin mit rund 1300 Euro zu Buche. Doch in der Leistung lassen sich die beiden Produkte kaum vergleichen, hier ist die Dominanz der Spiegelreflexsparte geradezu überwältigend, rechtfertigt die höheren Kosten. Ein wesentlicher Punkt der DSLR-Fotografie ist die Möglichkeit, die Objektive zu wechseln und somit der Vorteil, die wichtigste Unterwasser-Objektivart zum Einsatz zu bringen: Das Weitwinkel. Dazu ist es erforderlich, das Gehäuse mit einem Domeport zu bestücken, der zum eingesetzten Weitwinkel passt. Die Gehäusehersteller liefern auch die jeweils passenden Domescheiben und beraten den angehenden DSLR-Fotografen. Allerdings: Mit dem Einsatz von Weitwinkel im Domeport wird eine Unterwasserausrüstung richtig teuer.
 
Die Kompakten haben allerdings entweder gar keine Möglichkeit, Weitwinkel zu verwenden oder der entsprechende Hersteller löst die Sache mit einem Vorsatz: Die DX 1G von Sea & Sea hat zum Beispiel die Möglichkeit, auf den Objektivtubus des Gehäuses einen Weitwinkelvorsatz aufzubringen. Der Vorteil dabei ist, dass man den unter Wasser je nach Einsatzerfordernis sogar wechseln kann. Manch pixelgläubiger Zeitgenosse vergleicht die Bildsensoren miteinander und stellt fest, dass beispielsweise die kompakte Canon PowerShot G9 über 12,5 Millionen Bildpunkte verfügt, die Nikon D40 aber gerade mal mit 6,1 Millionen aufwarten kann. Was liegt da näher als der Kompaktkamera die bessere Abbildungsleistung zu unterstellen? Die Annahme ist irrig. Selbst wer aus seinen Fotos Poster im A3-Format und größer ausdruckt, wird mit einer Kamera die mindestens fünf Millionen Pixel hat, mehr als zufrieden sein. Kein Auge dieser Welt wird den Unterschied zu zehn oder zwölf Millionen bemerken. Im Gegenteil. Die vielen Pixel auf der geringen Fläche stören sich gegenseitig, so kommt es zum Phänomen des Bildrauschens, einem Abbildungsfehler, der später bei der Bildbearbeitung kaum mehr eliminiert werden kann. Übrigens: Die Bildsensoren der DSLR sind zwei bis drei Mal so groß, wie diejenigen einer Kompaktkamera. Die DSLR bieten ambitionierten Fotografen außerdem die Möglichkeit, den Weißabgleich manuell durchzuführen und überhaupt manuell zu fotografieren. Will heißen, dass der Fotograf Zeit und Blende selber bestimmt. Nur die wenigsten Kompaktkameras haben diese Option auf Lager. Wie schon erwähnt, bieten die meisten der Gehäusehersteller wasserdichte Verpackungen für die guten Stücke an (s. unsere Lieferantenliste). Der Verbraucher hat die Wahl zwischen drei Materialien: Plexiglas, Carbon oder Aluminium. Plexiglasmodelle sind etwas anfälliger, dafür aber preisgünstig. Carbon ist teurer, dafür aber sind die Gehäuse auch robuster als jene aus Plexiglas. Am teuersten und am belastbarsten sind die Metallgehäuse – allerdings erkauft sich der Nutzer dies mit einem erheblichen Mehr an Gewicht.

 
Kameramodelle
 
Canon EOS 400D
Eine 10,1 Millionen Pixel-Kamera mit CMOS-Sensor (Verlängerungsfaktor 1,6) und einem 2,5 Zoll LCD-Bildschirm. Gehäusegewicht 510 Gramm. Aufnahmen im RAW-Format möglich. Mehr als 60 Canon-Objektive können verwendet werden. Anschlüsse/Ausgänge: Fernseher und Computer (USB 2.0) Preis samt 18-55 mm Objektiv: 490 Euro.
Gehäuse: BS Kinetics, Fantasea, Hugy, Sealux, UK Germany
 
Nikon D40x
Der DX-Sensor (Verlängerungsfaktor 1,5) verfügt über 10,2 Millionen Bildpunkte. Ergebniskontrolle über 2,5 Zoll LCD-Monitor. Aufnahmen in RAW möglich. Das Nikonprogramm umfasst 57 Objektive. Anschlüsse: USB. Preis samt 18-55 mm Zoom: 499 Euro.
Gehäuse: Amphibico, Aquatica, BS Kinetics, Fantasea, Fradotec, Ikelite, Nimar
 
Olympus E-420
Die 10,0 Millionen Pixel-Kamera macht ihre Fotos auf einem CMOS Bildsensor, der einen Verlängerungsfaktor von 2,0 aufweist. 2,7 Zoll Kristall-LCD Bildschirm, RAW-Format möglich. Objektivprogramm von 29 Objektiven anschließbar. Schnittstelle: USB 2.0. Preis samt 17-45 mm Optik: 399 Euro.
Gehäuse: Derzeit noch keines verfügbar. Für das Vorgängermodell E-410 gibt es das firmeneigene Gehäuse PTE-03 und eines von Ikelite.

Pentax K200D
Der CCD-Sensor hat 10,2 Millionen Pixel und einen Verlängerungsfaktor von 1,5. Bildkontrolle über ein 2,7 Zoll TFT-LCD. Pentaxeigenes RAW-Format (PEF). Die Kamera wiegt 630 Gramm (nur Body). USB 2.0, Netzteil und Fernauslöser optional. 13 verschiedene Objektive vorhanden. Preis samt 18-55 mm Objektiv: 470 Euro.
Gehäuse: Noch kein Gehäuse verfügbar.

Sony a200
Macht ihre Fotos auf einem CCD-Sensor mit 10,2 Millionen Pixel Auflösung und einem Verlängerungsfaktor von 1,5. 2,7 Zoll LCD-Display für die Bildkontrolle. RAW ja, das Gewicht des Kameragehäuses beträgt 680 Gramm. Die Schnittstelle ist ein USB 2.0-Port. 14 Objek-
tive möglich. Der Preis mit einem 18-70 mm Objektiv: 370 Euro.
Gehäuse: BS Kinetics, Ikelite.

Gehäusehersteller

www.aqualung.de
www.ewamarine.de
www.fradotec.de
www.gun-lux.de

www.hugyphot.net
www.kameras-zum-tauchen.de
www.marlin.de
www.seacam.com

www.sealux.de
www.subal.de
www.uk-germany.de

 
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