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Freitag, 22. Oktober 2021

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Digitale Bildbearbeitung mit Elements PDF Drucken E-Mail

_gno3827Der letzte Schliff

Von Gerald Nowak

Kaum ein digitales Bild ist perfekt. Flache Kontraste, flaue Konturen, unecht wirkende Farben und andere technische Fehler stören das Auge. Deshalb gibt es Bildbearbeitungsprogramme. Nur: bedienen muss man sie können.

Elements ist ein für Hobbyfotografen und ambitionierte Anfänger rundum durchdachtes und gut funktionierendes Werkzeug, um digitalen Bildern den letzten Schliff zu geben. Auch wenn man noch nie mit einem der Bildbearbeitungsprogramme gearbeitet hat, findet man sich in der Regel schnell zurecht. Ausprobieren ist ausdrücklich erlaubt, da jeder Schritt auch wieder rückgängig gemacht werden kann. Als Grundsatz sollte man sich aneignen, jedes bearbeitete Bild in einem neuen Ordner zum Beispiel mit dem Namen „Bearbeitete Bilder“ abzuspeichern. Strikte Regel: Nie die Originaldatei überschreiben.
 
Tonwertkorrektur
autotonwertkorrektur Einer der ersten Schritte zur Bildbearbeitung sollte immer die Tonwertkorrektur sein, ob manuell oder automatisch. Die „Auto-Tonwertkorrektur“ verschiebt die Farben des Bildes anhand von Vergleichswerten und ergibtin den meisten Fällen bereits gute Ergebnisse. Nach dem Öffnen des Bildes wird die „Ansicht“ auf „Ganzes Bild“ angepasst. Danach beginnt die
eigentliche Bearbeitung. Unter dem Menüpunkt „Überarbeiten“ – „Auto-Tonwertkorrektur“ werden die Tonwerte angepasst. Sollte das Ergebnis nicht stimmen, kann man rechts oben den Schritt „Rückgängig“ machen. Über den Menüpunkt „Intelligente Autokorrektur“ ist eine Komplettanpassung des Bildes möglich. Diese kann unter „Intelligente Autokorrektur anpassen“ sogar noch verfeinert werden.

Tiefen- und Lichter Korrektur
Hat man ein Bild mit sehr hellen und/oder sehr dunklen Bereichen, können diese unter „Überarbeiten“, „Beleuchtung anpassen“ die „Tiefen und Lichter“ manuell korrigiert werden. Auch findet man unter diesem Menüpunkt die manuelle Anpassungsmöglichkeit von „Helligkeit/Kontrast“ und die manuelle „Tonwertkorrektur“.
 
Farbstich entfernenintelligente_farbkorrektur
Farben die unter schlechten Lichtverhältnissen entstanden sind oder wenn das Bild zu wenig ausgeleuchtet war, können bis zu einem bestimmten Grad korrigiert werden. Besonders ein im Flachwasser entstandener Blaustich ist recht gut filterbar, da meist noch einige Farbinformationen im Bild versteckt sind. Diese Farbinformationen lassen sich über die Option „Überarbeiten“ „Auto-Farbkorrektur“ automatisch oder über „Farbkorrektur“, „Farbstich entfernen“ manuell anpassen. Bei der manuellen Bearbeitung wird mittels des Werkzeugs Pipette ein möglichst neutraler Bereich im Bild angewählt, um damit alle Farben so anzupassen, dass ein angenehmer Farbton im gesamten Bildverlauf entsteht.

Schwebeteilchen entfernen
reparaturpinsel_groe
Um größere Schwebteilchen im Bild zu entfernen, gibt es den „Kopierstempel“ oder die „Reparatur-Pinsel“-Funktion. Je nach Bedarf kann damit entweder ein benachbarter Bereich kopiert oder gleich die komplette Struktur überpinselt werden. Für den „Kopierstempel“ klickt man links auf der Werkzeugleiste auf das Symbol des Stempels. Dann hält man die „ALT-Taste“ fest und klickt auf den Bereich neben dem Schwebteilchen. Nun wird die „ALT-Taste“ los gelassen und mit der Maus über das Schwebteilchen gefahren. Ein oder mehrere Klicks und das Schwebteilchen gehört der Vergangenheit an. So verfährt man mit allen störenden Flecken oder Bildteilen, beispielsweise die am rechten Bildrand recht unmotiviert ins Motiv ragende Flosse ohne Tauchpartner dran. Um im Blauwasser Schwebteilchen zu entfernen, kann auch die „Reparatur-Pinsel“-Funktion verwendet werden. Hierzu sucht man in der linken Werkzeugleiste das Pflaster. Es sind zwei verschiedene Reparatur-Funktionen zur Verfügung. Die erste nimmt automatisch Farbe auf, mit der Zweiten kann ein Farbbereich manuell gewählt werden. Dazu wird die „ALT-Taste“ gedrückt gehalten und gleichzeitig mit einem Mausklick der zu kopierende Bereich ausgewählt. Welche Funktion besser arbeitet, sollte jeder selbst ausprobieren.
 
Bildausschnitt
Ist man mit den Korrekturen zufrieden, kann es an die abschließenden Arbeiten gehen. Mit dem „Freistellwerkzeug“ kann der abschließende Bildausschnitt gewählt werden. Dabei sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Bilddatei damit kleiner wird. Will man das Foto später ausdrucken, muss darauf geachtet werden, dass in der oberen Menüleiste unter „Seitenverhältnis“ die Funktion „Fotoverhältnis anwenden“ aktiviert ist.
 
Scharfzeichnenunscharf_maskieren
Als Abschluss vor dem Speichern kann das Bild noch geschärft werden. Unter dem Menüpunkt „Überarbeiten“ den Unterpunkt „Unscharf maskieren“ anklicken. Dabei nicht zu stark schärfen, da das Bild sonst zur Rasterbildung neigt. Unbedingt in der 100% Ansicht kontrollieren!
 
 
 
 
  Abspeichernspeichern_unter
So, fast geschafft! Nur noch unter „Datei“ „Speichern unter“ abspeichern. Dabei macht es Sinn, die Datei entweder unter neuem Namen abzuspeichern oder einen neuen Ordner anzulegen und dort die Datei zu speichern. Je nach späterer Verwendung sollte das Bild als .tif oder .jpg gespeichert werden. Möchte man das Bild als .jpg speichern, am besten in „Maximaler Qualität“. Soll das Bild einmal per Mail verschickt werden, ist es dann immer noch schnell unter geringerer Qualität abgespeichert. Ist das Bild von Anfang an mit geringerer Qualität gespeichert, sind bestimmte Bildinformationen nicht mehr verfügbar. Dann heißt es, die aufbewahrte Originaldatei wieder neu zu bearbeiten.

 
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