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Montag, 13. Juli 2020

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Zehn Tipps für gelungene Fotos

Krumpholz_2Von Eckhard Krumpholz

Da bringt man 200 Fotos aus dem Urlaub mit nach Hause und trotzdem fehlt was. Aber man weiß nicht was. Gut, dass Sie ATLANTIS lesen. Denn von uns erfahren Sie es. 

 

Tipp1: Im Kleinen beginnen.
Die besten Erfolgsaussichten für gelungene Unterwasserbilder versprechen Nah- und Makrobereich. Die kleinen Tierchen verschwinden nicht so schnell wie die großen, sodass Sie Aufnahmen perfekt gestalten können. Wenn Kleines ganz groß abgebildet wird, laufen Unterwasserkameras, egal in welcher Preisliga sie spielen, zur Höchstform auf. Voraussetzung ist, dass das Wasser klar und das Motiv nicht weiter als ein Meter entfernt ist. Wem die eingebaute Makrooption nicht reicht, schaltet man Linsen wie Epoque DML-2 oder Aquamir CL-2 vor das Objektiv (erhältlich über www.multimedia-online.ch).

Tipp2: Fotografieren Sie thematisch.
Wer alles fotografieren will, der hat zum Schluss gar nichts. Profis gehen deshalb so vor, dass sie sich während einiger Erkundungstauchgängen einen Überblick über das Tauchgebiet verschaffen, nachsehen, welche Tiere und Pflanzen typisch für die Region sind. Und das fotografieren sie schließlich in verschiedenen Variationen. So bekommt man später eine fast vollständige  Bildreportage zusammen, die das Urlaubsgebiet treffend charakterisiert.
Krumpholz_1
Tipp3: Mehr Licht.
Unter der Wasseroberfläche verschwindet das Licht und mit ihm die Farbigkeit der Motive. Schon in wenigen Metern Tiefe ist auf Fotos kaum noch Rot oder Orange zu erkennen, wenn der Fotograf nicht seine eigene künstliche Lichtquelle einsetzt. Die unkomplizierteste Lösung sind Tauchlampen, die auf einem separaten Arm mit der Kamera verbunden werden. Gut und günstig ist die 12 W Fantasea 44 LED Lampe. Mehr Leistung und ein noch besseres Licht bietet die dimmbare Lampe 50 W Halogen HLX Fotolicht (beides www.digitaler-ausruester.de). Die künstliche Sonne hilft auch der Kamera beim Fokussieren. Nachteil: Eventuell Verwacklungsunschärfen.

Tipp4: Richtig Blitzen.

Wer diese ausschließen will, muss Blitzlicht benutzen. Der eingebaute Elektronenblitz taugt leider für die UW-Fotografie wenig, da die Schwebeteile des Wassers reflektiert werden. Grund dafür ist die Bauweise der Kameras, der eingebaute Blitz sitzt dicht am Objektiv. Besser, einen wasserdichten, ex-ternen Blitz (Amphibienblitz) wie den Subtronic Mini digital (www.subtronic.de) auf einem gesonderten Blitzarm zu verwenden.
Aber nur selten bieten Kompaktkamera-Gehäuse einen von außen zugänglichen Blitzanschluss, damit Kamera und externer Blitz miteinander verbunden werden können. Speziell für Polykarbonatgehäuse hat deshalb der Freiburger Ingenieur Matthias Heinrichs einen Digitaladapter als optischen Sklavensensor erfunden (www.heinrichsweikamp.net), der auf den durchsichtigen Kunststoffhüllen unterschiedlichster Hersteller befestigt wird. Doch selbst wenn die Befestigung stimmt, muss noch lange kein Gespräch zwischen Kamera und Blitz zustanden kommen. Die Firma Mike-Dive hat deshalb ausgefeilte Übersetzungshilfen im Programm. Mit ihrem Digitaladapter (erhältlich über www.Mike-Dive.de) funktioniert bei den meisten Kameras die Steuerung wieder einwandfrei.

Tipp5: Welche Kamera kaufen?
Folgende Details machen eine gute (Unterwasser-)Kamera aus: Blende und Belichtungszeit sind manuell einstellbar. Alternativ sollten Sie in die Belichtungsprogramme durch eine Plus/Minus-Korrektur eingreifen können. Die Empfindlichkeit kann manuell eingestellt werden und schon bei ISO 100, besser sogar ISO 50, beginnen. Der Blitz sollte manuell aktiviert bzw. abgeschaltet werden können. Wenn das Objektiv oder das Gehäuse außen einen Gewindering hat, können Sie optische Vorsätze einschrauben. Die Bedienknöpfe des UW-Gehäuses sollten groß genug sein und genügend Abstand voneinander haben, damit auch im kälteren Wasser die Bedienung mit Handschuhen gewährleistet ist. Die beste Übersicht, für welche Kamera es passende Gehäuse gibt, bietet auf deutsch www.digideep.com.

Tipp6: Gute Vorsätze haben.
Krumpholz_3 Um Wracks und weiträumige UW-Landschaften aufnehmen zu können, ist ein Weitwinkel erforderlich. Für die günstigeren Konsumerkameras gibt es Weitwinkel-Konverter, die die vorhandene Brennweite verringern (zum Beispiel 0,63-fach mit Inon UWL-100 erhältlich über www.Mike-Dive.de).

Tipp7: Einstellungssache!
Speichern Sie JPG-Dateien immer in der höchsten Auflösung und mit der geringsten Kompression ab. Alternativ bieten RAW-Dateien eine höhere Qualität, sind leichter nachzuarbeiten, aber brauchen immer mehr Zeit für das Abspeichern und bei der Aufarbeitung der Daten. In jedem Fall sollte die Speicherkarte Platz für ein Gigabyte bieten, um ein Öffnen der Kamera auf dem Boot oder am Sandstrand zu vermeiden. Wählen Sie als Standardfarbraum Adobe RGB. Stellen Sie vorab, falls möglich, eine hohe Farbsättigung der Aufnahmen ein. Deaktivieren Sie die automatische ISO-Wahl im Menü der Kamera. Erfahrungsgemäß gibt das System oft eine zu hohe ISO-Zahl vor, sodass die Bilder zu rauschen beginnen. Beste Ergebnisse gibt es zwischen 50 und 100 ASA.

Tipp8: Richtiger Weissabgleich.
Die Position Automatik erzielt unter Wasser meist das schlechteste Ergebnis. Besser den Modus Blitz oder Bewölkt einstellen. Ganz Professionelle messen unter Wasser die Farbtemperatur und stellen dort individuell den Weißabgleich ein. Um vollständig auf den Blitz zu verzichten, muss zusätzlich ein Kompensationsfilter (z.B. von der Firma Urpro, www.subal.de oder der Magic-Filer von www.digideep.com) vor die Linse geschraubt werden. Der optische Farbkorrekturfilter hat wahlweise eine leichte Orange- (für Meerwasser) oder Magenta-Färbung (für Süßwasser) und neutralisieren so weitgehend den farbenverfälschenden Einfluss des Wassers. Die besten Ergebnisse werden damit bis in Tiefen von bis zu 10 Meter erzielt und eignen sich besonders für Weitwinkelaufnahmen.

Tipp9: Pflege tut Not.
Fett zur O-Ringpflege sollte nur dann eingesetzt werden, wenn der Hersteller dies auch empfiehlt. Zur Herausnehmen des O-Rings bitte keine spitzen Gegenstände verwenden, eine alte Kreditkarte ist ideal. Speziell für kälteres Wasser können Sie Silikagelpäckchen einpacken, um die sich im Gehäuse niederschlagende Feuchtigkeit aufzunehmen. Nach dem Tauchgang im Meer die Ausrüstung gründlich im Süßwasser spülen. Falls ausreichend Süßwasser nicht gleich zur Hand ist, wickeln Sie das Equipment bis zum Spülen am besten in ein feuchtes Tuch ein.

Tipp10: Üben, üben, üben:
Bevor es im Sommerurlaub ernst wird, müssen die wichtigsten Handgriffe sitzen. Heimische Schwimmbäder und Baggerseen sind ein ideales Übungsterrain. Für Wissbegierige bieten z.B. der Verband Deutscher Sporttaucher (www.vdst.de) Unterwasserfotokurse an. Gleich zwei Seminare veranstaltet unser Autor im September am Fern-steinsee in Österreich. Näheres unter www.photos-subjektiv.de. Wer nicht gleich Hunderte von Euro ausgeben möchte, um die ersten Schnappschüsse unter Wasser machen zu können, kann seine Traumausrüstung auch erst mal probeweise mieten. Digitale Unterwasserkameras verleiht z.B. Marlin Tauchservice (www.marlin.de) und René Aumann (www.uw-fotoservice.de)

 
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