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Oceanic HUD DataMask
Von Heinz Käsinger
Das Prinzip stammt aus der Fliegerei: Wichtige technische Daten dem Piloten direkt ins Sichtfeld auf die Cockpitscheibe zu projizieren. Jetzt können auch Taucher davon profitieren: Mit der neuen Datenmaske von Oceanic.
Die Abkürzung HUD steht dabei für die Bezeichnung Head-Up-Display. Der Taucher bekommt über ein in der Maske integriertes LCD-Feld die aktuellen Informationen über die relevanten Tauchdaten. Das Display ist dabei abgeschattet, so dass sich auch Streulicht bei flachen Tauchgängen kombiniert mit einer hohen Sonneneinstrahlung nicht negativ bei der Ablesbarkeit bemerkbar macht. Zudem korrigiert sich das Display auch für fehlsichtige Taucher über eine eingebaute Linse sofort automatisch für eine kristallklare und vergrößerte Darstellung der Ziffern und Diagramme.Mit dem in die Maske integrierten funkgesteuerten wie nitroxtauglichen Dekorechner ist es nun für den Taucher möglich, zum ersten Mal einen Tauchgang zu absolvieren, bei dem er zu jedem Zeitpunkt alle relevanten Tauchdaten mit einem Wimpernschlag im Blick hat. Damit ist es auch zum ersten Mal für die Ablesbarkeit egal, wie schlecht die Sichtverhältnisse im Wasser sind – den Blick auf das integrierte Informationsdisplay kann, sozusagen, kein Wässerchen trüben. Mögen der Einsatz bei schlechten und schlechtesten Sichtverhältnissen auf Dauer nur für Berufstaucher interessant sein – der funkgesteuerte Tauchcomputer der DataMask wird auch in einer Version der bald auf den Markt kommenden Vollgesichtsmaske vorhanden sein – so sind weitere sinnvolle Einsatzgebiete für ambitionierte Unterwasser-Fotografen und -Filmer nicht nur denkbar, sondern prädestinieren die HUD DataMask für diesen Einsatzzweck. Neben den allgemeinen Anwendungen sind aber auch besondere Möglichkeiten im Bereich Behindertentauchen möglich.Damit das Display den Lichtverhältnissen des jeweiligen Tauchgangs entspricht, kann der Taucher zwischen fünf Helligkeitsstufen wählen. Somit ist gewährleistet, dass es unter Wasser weder zu Ableseschwierigkeiten bei sehr hellen Umgebungen noch zu Irritationen bei Nachttauchgängen kommen kann. Um den Informationsfluss weiter zu steigern sind, neben der Hauptanzeige, drei alternative Display-Varianten während des Tauchgangs über die beiden Bedientasten abrufbar. Hier werden also nicht nur die Eckdaten wie Tiefe, Flaschendruck, Stickstoffsättigung, Nullzeit und die verbleibende Luftzeit dargestellt. Auch die Maximaltiefe, die vergangene Tauchzeit, die Uhrzeit, das Datum, die Sauerstoffsättigung und der vorgewählte Sauerstoffwert können im Display nach Belieben eingeblendet werden. Kommt es zu einem Sicherheits- oder Dekompressionsstopp, wechselt die Anzeige für die Dauer dieser Phase des Tauchgangs automatisch auf die zusätzlich relevanten Daten wie Dekozeit und Dekotiefe. Ihren Ursprung hat die HUD DataMask übrigens in einer Entwicklung für das Militär. Als zivile Ausführung ist sie jetzt im Handel.
Die DataMask auf einen Blick
Preis:
1299 Euro inklusive Sender-Software
und Datenkabel
Rechenmodell/Gewebe:
Modifizierter Haldane-Algorithmus /
12 Gewebekompartimente
Gase:
Pressluft, Nitrox (bis 50 Prozent in Ein-
Prozent-Schritten), integriert über Sender
Messbereiche:
100 m tief, 4200 m Höhe
Logbuch:
24 Tauchgänge
Beleuchtung:
Ständig, in 5 Stufen dimmbar
PC-Anschluss:
USB
Energie:
Batteriekapazität 160 Stunden,
Batteriewechsel selbst möglich
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