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Mehr als tauchen:   Urlaub in Baden von A bis Z

Von Heinz Käsinger

wappenBaden – das ist mehr als Bollenhutromantik und Kirschwasser. Zwischen der Rheinebene im Westen und dem Bodensee im Osten präsentiert sich dem Besucher eine moderne Urlaubsregion, die sich mal mediterran, mal hochalpin gibt. 

Kultur und Geschichte

Die Kultur hat der Badener zweifellos von den Römern erhalten, die hier bis ins 3. Jahrhundert hinein ansässig blieben. Vorher lebten in der Region Rhein, Schwarzwald, Bodensee die Stämme der Kelten. Mit dem Zusammenbruch des römischen Reiches kamen im Zuge der Völkerwanderung die Alemannen, die später namensgebend für ganz Deutschland (Alemagne, Alemannia) werden sollten. Unter Otto dem Großen wird das Gebiet Markgrafschaft. Seine westliche Grenze reicht bis zum Hauptkamm der Vogesen. Die Region blühte, man erinnerte sich wieder der römischen Annehmlichkeiten wie Wein- und Käseherstellung, der Thermen, den Segnungen beheizter Häuser mit Wasserklosett. 1501 tritt die freie Reichsstadt Basel der Eidgenossenschaft bei. Als Habsburg das führende Fürstenhaus in Deutschland wurden und Wien die Hauptstadt, verkam der äußerste Westen Deutschlands zur Provinz. Ludwig XIV nutzte das Desinteresse Wiens und kassierte das Elsaß im Pfälzischen Erbfolgekrieg. Das Land verödete, viele Menschen zogen weg. Im 18. Jahrhundert besserte sich die Situation, Baden avancierte zum „Musterländle“, Industrie (Textil) siedelte sich an. Napoleon zementierte nach 1800 die Deutschen Länder etwa so, wie wir sie nach 1945 vorfinden. 1952 werden Baden und Würt-temberg per Volksentscheid zu einem Bundesland zusammengefasst.

Kur- und Thermalbäder

kur-undterhal Am Fuße des Schwarzwaldes hat die Natur einen beson-deren Schatz gehortet: Heißes, mineralhaltiges Tiefenwasser, das an manchen Stellen sogar offen zu Tage tritt. Schon die Römer bauten hier aufwändige Thermalbäder, seither, also nun seit fast 2000 Jahren, haben sich diese Orte erhalten. Mit Baden-Baden und Badenweiler sind im 19. Jahrhundert mondäne Kurorte von Weltruf entstanden.


Brauchtum und Tradition

Im äußersten Südwesten der Republik haben sich viele heidnische Brauchtümer in ihrer ursprünglichen Bedeutung erhalten, auch wenn das von der Kirche nicht gerne gesehen wurde. Das bekannteste davon ist sicherlich die schwäbisch-alemannische Fastnacht, die wenig mit dem rheinischen Karneval, der sich erst unter Napoleon etablierte, zu tun hat. Weitere heidnische Bräuche sind beispielsweise die Ende Juni abgebrannten Sonnwendfeuer oder das Scheibenschlagen (glühende Holzscheiben werden unter absingen guter Wünsche zu Tale geschleudert).


Essen und Trinken

Baden ist Schlemmerland. Hier gibt es zwar die höchste Ansammlung von michelinbe-sternten Gourmetlokalen in ganz Deutschland, aber wer kann sich das auf Dauer leisten? Den wahren Reiz und den wahren Reichtum der Region machen die vielen Wirtschaften aus, wo man einfache Küche in allerbester Qualität bekommt: Schwarzwälder Speck mit Bauernbrot, Bodenseefelchen mit Butterkartoffeln oder Zwiebelkuchen mit Neuem Süßen. Geheimtipp: In der Sektkellerei Geldermann in Breisach finden mehrmals die Woche Kellereiführungen statt, bei denen Teilnehmern das Versekten von Weinen demosntriert wird. Bei Geldermann (wie auch dei den Winzern der Region) wird der Sekt natürlich nach der Champagnermethode („Flaschengärung“) hergestellt und noch von Hand gerüttelt.


Gotik und Barock

gotik&barock fenster In Freiburg steht der (neben dem Kölner Dom) wohl bekannteste gotische Dom in Deutschland. Err darf sich sogar Kathe-drale nennen, weil er die Hauptkirche einer Erzdiäzöse ist. Daneben gibt es eine Reihe gotischer Dome, die wirkliche Kleinode der Baukunst sind, bspw. das Münster in Andlau (Elsaß) oder das gemischt romanisch-gotische Münster in Breisach. Vor allem in der Ortenau finden sich schier unverfälschte Barockdörfer und nördlich des Bodensees verläuft die Oberschwäbische Barockstraße. Geheimtipp: In Meißenhbeim bei Offenburg steht eine Barockkirche mit einer Silbermannorgel, wo regelmäßig bekannte Organisten auftreten.


Wellness und Sport

AYURVEDA2 In den Kurbädern der Region finden Erholungssuchende Wellnesstempel der Spitzenklasse vor. Dabei stehen „Brenners Parkhotel“ in Baden-Baden und das Hotel „Römerbad“ in Badenweiler für Weltklassehäuser, wo von der Queen bis zum Serienstar viele Personen des öffentlichen Lebens absteigen. Die beiden Golfplätze in Freiburg Munzingen und der hoch im Schwarzwald gelegene Golfplatz von Hinterzarten zählen zu den Lieblingplätzen von Boris Becker und Franz Beckenabuer. Aber auch zünftig biederes, einfaches Wandern ist rund um Feldberg und Belchen (die beiden höchsten Berge Deutschlands außerhalb der Alpen) selbstverständlich möglich. Paragliding und Mountainbiking runden das Angebot ab.


Ski und Rodel

skiundrodel Das Skifahren in seiner sportlichen Form wurde, aller gegenteiliger Behauptungen zum Trotz, weder in Bayern noch in den Alpen erfunden. Wer hat‘s dann erfunden? Die Schwarzwälder natürlich. Der erste Skiclub Europas entstand am Feldberg. Gut, man hatte es sich von den Norwegern abgeschaut, die sich jedoch nur zum Zwecke der Jagd und zur Hege ihrer Rentierbestände lange Holzlatten unter die Füße schnallten. Wer heute einen Wintertauchurlaub mit Skifahren, gut essen und einer entspannenden Portion Wellness verbinden will, tut dies am besten in einem Hotel am Schluchsee. Der Ort verfügt sowohl über eine Tauchbasis als auch über ein respektabels Netz an Pisten und Loipen, besten Restaurants und einer Reihe von erstklassigen Wellnesshotels. Heimelige Schwarzwaldromantik gibt’s gratis.



 
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