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In Poseidons Reich PDF Drucken E-Mail

wintersteinEuropas Unterwasserarchäologen tagen in Köln

Von Daniel Brinkmann

Es gibt Institutionen, die sind sicherlich bekannter als ausgerechnet die Deutsche Gesellschaft für Unterwasserarchäologie (Deguwa). Mit Veranstaltungen wie „In Poseidons Reich“ will die Gesellschaft nun mehr Öffentlichkeit erreichen.

Für die Einen sind es Stücke eines historischen Puzzles, für die Anderen sind es einfach nur faulende Holzplanken. An der Unterwasserarchäologie haben sich schon immer die Geister gespalten. Die Zeiten, in denen arglos Amphoren vom Meeresgrund ins heimische Wohnzimmer verfrachtet wurden, sind längst vorbei. Immer mehr Sporttaucher engagieren sich mittlerweile als ehrenamtliche Helfer in Organisationen wie der Deguwa und treiben Forschung.Vom 9. bis zum 11. Februar lud die „Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie e.V.“ zu ihrer 12. Jahrestagung ins Römisch-Germanische Museum Köln. In Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Institut der dortigen Universität bot die Tagung dem Motto „Wracks: Sprechende Zeugnisse antiker Schiffskatastrophen“ entsprechend eine Vielfalt interessanter Fachvorträge. vortragZum Beispiel zur Altersbestimmung von Wracks und zur Diagnostik von Seeunfällen. Im Fokus der Vorträge stand jedoch ganz klar die Archäologie in den europäischen Meeren: 19 Referenten aus zwölf Ländern folgten der Einladung der Deguwa nach Köln und präsentierten taufrische Ergebnisse zu teils spektakulären Projekten vor den Küsten Frankreichs, Portugals, Griechenlands, Kroatiens und Ägyptens. Exposés zu den einzelnen Ausgrabungen sollen zukünftig in der Vereinszeitschrift „Skyllis“ publiziert werden. Die Deguwa versteht sich durchaus auch als Anlaufstelle für Taucher ohne Lizenz zum Forschen: „Sporttaucher können bei uns etwa die Zusammenhänge zwischen einem Einzelfund und der Bedeutung in ihrer Gesamtheit lernen“, erklärt Direktor Peter Winterstein gegenüber ATLANTIS. Kontakte innerhalb der Szene zu knüpfen, das war bei der Tagung ohnehin ein Leichtes. Zumal die Veranstaltung auch für die Öffentlichkeit zugänglich war. Nach Abschluss der Agenda nahm das inoffizielle Programm bei Häppchen und Altbier seinen Lauf: Fachsimpeln unter Kollegen und der Austausch neuester Recherche-Ergebnisse waren da nur die Hälfte der wissenschaftlichen Miete, zu der übrigens auch die Stadt Köln mit einer Spende beigetragen hatte. Beim Zusammentreffen der Unterwasserarchäologen aus ganz Europa, Israel, der Ukraine und den USA ging die Wiedersehensfreude Hand in Hand mit dem Schmieden neuer Expeditionspläne. Angesichts der positiven Resonanz von Teilnehmern und Besuchern zeigte sich auch Peter Winterstein hoch erfreut. Weltweit, so der einstige Apnoe-Taucher, gäbe es nur drei, vier vergleichbare Veranstaltungen.www.deguwa.org.

 
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