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Freitag, 18. Oktober 2019

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Der Längsee PDF Drucken E-Mail
Geheimtipp im Hügelland

Von Harald Slauschek
UWB795~1Eingebettet in die sanften Hügel Mittelkärntens liegt der Längsee. Die bis auf kleine Ausnahmen unverbaute Uferregion unterscheidet ihn sehr von den bekannteren und größeren Seen Kärntens. Der See ist ein echter Geheimtipp. Er ermöglicht ungestörte Tauchgänge und entspannende Erlebnisse unter Wasser.




Der Längsee gehört mit einer Fläche von 75 Hektar und einer Tiefe von 21 Meter zu den kleineren Seen Kärntens. Das Seebecken wird im Osten und im Westen von bewaldeten Hügeln begrenzt. Außer dem im Verhältnis steil abfallenden Westufer, sind die Uferzonen flach und es erfolgt ein Übergang in einen schmalen Sumpfpflanzen- und Schilfgürtel. Die Speisung des Sees übernehmen Rinnsale und Bäche aus den Hangflächen rundherum und geringe Grundwasserströme. Die schwache Durchströmung des Sees, verbunden mit einer relativ geringen Niederschlagsmenge und windarme Frühsommerperioden führen da-zu, dass sich der Oberflächenbereich des Sees sehr rasch erwärmt. Hohe Wassertemperaturen in der Seemitte (mehr als 20 °C ab Juni bis August), machen den Längsee zu einem beliebten Badegewässer. In einem der zwei Strandbäder gibt es sogar einen FKK-Bereich.
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Kajaktour mit kirchlichem Segen

Der Gesamtcharakter des Sees und seines Umlandes erweckt einen eher ursprünglichen Eindruck. Der Längsee gehört zu den wenigen Seen Kärntens, deren Ufer noch weitgehend naturbelassen und unverbaut sind. Das Gebiet um den Längsee ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Sportler finden Möglichkeiten zum Mountainbiking, Wandern (sogar auf Moorwanderwegen), Nordic Walking und, ab Spätsommer 2007, zum behelfsmäßigen Golfen. Ab 2008 steht dann ein anspruchsvoller 18-Loch-Golfplatz. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch der Längseefelsen, der bei Kletterern einen ausgezeichneten Ruf genießt und die geführten Kajaktouren von Pfarrer Stromberger. Reiter haben hier Anschluss zu Europas größtem Reitwegenetz (1500 km).
Das Kontrastprogramm zu den körperlichen Aktivitäten in der Natur bietet das Bildungshaus des mehr als 1000 Jahre alten Stift St. Georgen, das direkt am Längsee liegt. Vielfältige Seminare ermöglichen Weiterbildungen in den Bereichen christliche Lebenspraxis, Kunst, Kultur, Kreativität, Kommunikation, Gesundheit und mehr. Vernissagen und Ausstellungen runden das Angebot des Stifts ab.
Viele Schlösser, Burgen und Burgruinen gibt es in der Region zu besichtigen. Beeindruckend: die altertümliche Wehranlage Burg Hochosterwitz, das geheime Wahrzeichen Kärntens und ein wahrer Besuchermagnet. Einzigartig sind die 14 großen Burgtore die beim Aufstieg zur Festung durchschritten werden. Jedes Tor hat seine Eigenheit und einen Namen. Fünf Zugbrücken unterbrechen den Burgweg. Wer Lust auf mehr Mittelalter hat, besucht Friesach, die älteste Stadt Kärntens und kann die Burg, die bestens erhaltene Altstadt, den einzigartigen Stadtgraben erkunden. Ein zünftiges Ritteressen ist oft der Abschluss eines aufregenden Tages.

Besuche in der Vergangenheit
_DSC0047Noch weiter zurück in die Vergangenheit, katapultiert ein Ausflug auf den Magdalensberg. Die Besichtigung römisch-keltischer Ausgrabungen machen den Weg zum Gipfel zu einem spannenden Exkurs. Und oben belohnt der schönste Ausblick der Region. Kontrastprogramm: Die Hauptstadt des Bezirks, St. Veit/Glan, liegt nur ein paar Autominuten entfernt und ist ein schöner Ort, um zu shoppen und der ländlichen Idylle für kurze Zeit zu entfliehen.
Das Tauchen: Obwohl kein Tauchverbot herrscht, muss man sich aus Sicherheitsgründen bei der Polizeiinspektion in Launsdorf anmelden, ein Anruf mit Bekanntgabe des KFZ-Kennzeichens genügt.
Im Längsee leben 13 Fischarten. Die am häufigsten anzutreffenden Fische sind Brachsen, Barsche, Rotaugen und Rotfedern. Außerdem Hechte, Waller und Zander.
Oft starten die Tauchgänge in einem der beiden Strandbäder im Süden des Längsees. Unter den Stegen sind oft schon erste Vertreter der Fischwelt anzutreffen. Am interessantesten ist der Bereich bis zehn Meter Tiefe, wobei zu berücksichtigen ist, dass sich die Sichtverhältnisse ab etwa fünf bis sieben Meter Tiefe deutlich verschlechtern.
Für die Taucher die den See etwas großflächiger erkunden möchten, besteht die Möglichkeit direkt vom öffentlichen Strandbad im Süden, entlang dem Westufer zu wandern und bei einem der kleineren Stege, die entlang des Weges liegen, einzusteigen.


 
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