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Der Schaufelnasen-Hammerhai: Ein Ausnahmehai im Fokus der Wissenschaft PDF Drucken E-Mail

schaufelnase(Text: Heinz Käsinger, Foto: Yzx Wikipedia Commons; lebendgebärend, parthogen und vegetarisch sind die hervorstechenden Eigenschaften des Schaufelnasen-Hammerhais) Ins Visier von Biologen und Meereskundlern ist er schon lange geraten. In der Tat ist der Schaufelnasen-Hammerhai eine Ausnahmeerscheinung unter den Haien. Zunächst schien er aber einer wie alle anderen zu sein. Immer auf Wanderschaft, Krebse, kleine Fische und Quallen jagend. Dann kam das Jahr 2001. In einem Zoo in Nebraska kam ein Schaufelnasen-Hammerhai-Junges zur Welt. Ein Mädchen. Wäre das Junge ein Mensch gewesen und wäre es in ein Personenstandsregister eingetragen worden, dann hätte unter „Name des Vaters“ unbekannt stehen müssen. Denn das Muttertier konnte sich in Gefangenschaft nicht gepaart haben. Auch eine künstliche Befruchtung konnte ausgeschlossen werden. Der Schaufelnasen-Hammerhai ist somit die erste Haiart, bei der eine belegte Aufzeichnung von Parthenogenese vorliegt.

Der Fisch wird etwas über einen Meter lang und die Geschlechtsreife erlangt er mit Erreichen einer Körperlänge von rund 75 Zentimetern. Erst kürzlich machte man noch eine andere Entdeckung bei diesem etwas anderen Haifisch: Er ernährt sich größtenteils vegetarisch. 60 bis 70 Prozent seiner Nahrung bestehen aus Seegras, Tang oder Algen. Abgerundet wird der Menüplan durch Mollusken, Schnecken und Krebstiere. Das manifestiert sich auch in der Auslegung des Gebiss’: Während die Vorderzähne scharf und spitz wie bei einem herkömmlichen Hai sind, sind die hinteren Zähne Mahlzähne, ganz ähnlich wie bei Mensch und Schwein. Der Lebensraum des Allesfressers ist alleine die westliche Hemisphäre. Links und rechts des amerikanischen Kontinents finden ihn Taucher zwischen etwa den Neuenglandstaaten im Norden und der Küste Brasiliens im Süden, beziehungsweise zwischen Oregon im Norden bis Kolumbien im Süden. Seine bevorzugte Wassertemperatur liegt um die 21 Grad Celsius.
 
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