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Sonntag, 12. Juli 2020

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Ein künstliches Riff voller Leben PDF Drucken E-Mail

Text: Heinz Käsinger, Foto: Wikipedia/Commons

natalDer französische Abenteurer und Tieftaucher Laurent Ballesta hat kürzlich seine jüngste Expedition beendet. Diese führte ihn an ihrem untersten Punkt 144 Meter tief unter die Wellen des Mittelmeers. Was er und sein Team vorfanden, war eine Region voll von Leben.

Besonders das Wrack der „Natal“, ein französisches Passagierschiff, das 1917 vor Marseille sank, erwies sich als Hort biologischer Vielfalt. Das Wrack liegt in 127 Metern Tiefe und es ist von einer Vielzahl von Lebewesen besiedelt worden: seltene Krabbenarten, Rochen, Drachenköpfe und sogar Mondfische leben auf der und um die „Natal“. Darüber hinaus gab es Muränen und Congeraale. Ballesta schwärmte, nachdem er wieder aufgetaucht war: „Die „Natal“ ist das großartigste künstliche Riff, das ich je gesehen habe. Ein Schiff starb. Aber ein Riff war geboren!“

Ballesta wurde auf diesem einen Monat dauernden Tauchgang von Julie Deter begleitet, die als wissenschaftliche Direktorin fungierte. Ihr zur Seite stand mit Antonin Guilbert ein renommierter Meeresbiologe. Der technische Leiter war Thibault Rauby, ein Tauchlehrer, und die Filmaufnahmen machte Yanick Gentil, ein Kameramann. Die fünf Taucher wohnten in einer nur fünf Quadratmeter großen Taucherglocke, die ständig unter dem Druck der Arbeitstiefe stand, rund 13 Mal höher als der Normaldruck. Geatmet wurde ein Spezialgemisch mit Helium aus Rebreathern.

Die „Natal“

Die Natal war ein 1882 in Dienst gestelltes Passagierschiff der französischen Reederei Messageries Maritimes, das im Liniendienst von Marseille nach Australien, China und Madagaskar eingesetzt wurde. Am 30. August 1917 kollidierte die wegen des Kriegszustands abgedunkelt fahrende Natal vor der Île de Planier kurz nach dem Auslaufen aus Marseille mit einem Frachtdampfer und sank. 105 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.

 
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