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Freitag, 22. Oktober 2021

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Feuer über Truk Lagoon PDF Drucken E-Mail
10Wracktauchen nimmt die meisten von uns auf zwei Arten gefangen. Da ist zum einen das Wrack selbst, das aufgespürt und erkundet werden will, in seinen Details erfasst, begriffen als menschliches Relikt in einer fremden Welt. Und da ist der andere Aspekt, der geschichtliche, der Hintergrund.
Warum liegt dieses Schiff hier? Was ist geschehen? Wann? Vor allem: Wer war betroffen? ATLANTIS nimmt Sie mit in die versunkene Welt einst stolzer Schiffe.

Stählerne Stätten

Von Johann N. Atzenbacher (Text)
und
Paul Munzinger (Fotos)






Operation Hailstone beginnt im Morgengrauen des 17. Februar 1944, Deckname Dog-Day-1. Wenige Tage vorher entdeckten zwei Aufklärungsflugzeuge in der Lagune von Truk die 4. Japanische Flotte: Flugzeugträger, Zerstörer, Versorger, U-Boote. Eine erste Angriffswelle aus Bombern, Sturzkampfflugzeugen und Jägern fliegt an. Die setzt die Verteidigungsanlagen der Japaner außer Gefecht, darüber hinaus werden die ersten Schiffe versenkt. Doch die wirklich dicken Schiffe der Japaner und die U-Boote sind weg. Die zweite Angriffswelle bombardiert die Schiffe. Die dritte Welle soll flüchtige Schiffe aufspüren und zerstören. Die drei Schläge werden schnell, hart und erfolgreich geführt. Kaum einem japanischen Abfangjäger gelingt es, in die Luft zu kommen. Nachts werden die Fliegerangriffe auf die Insel weiter geführt – der erste Luftangriff der Militärgeschichte, der radargeführt durchgezogen wurde.
Am zweiten Tag (Dog-Day) bleibt nur noch, Serviceanlagen der Japaner zu bombardieren. Der Erfolg der Amerikaner ist total: Zwei Kreuzer, fünf Zerstörer, vier Hilfsschiffe und 31 Transporter werden versenkt. Dazu 200 Flugzeuge zerstört und 100 schwer beschädigt. Mehr als 500 Menschen kommen ums Leben. Truk ist für die Japaner als Stützpunkt verloren. Achtung: Die Operation Hailstone (Hagelkorn) wird fälschlicherweise oft Operation Hailstorm (Hagelsturm) genannt. Hailstone ist aber der richtige Name der Militäroperation.


12Alle Uhren stehen still
„Rio de Janeiro Maru“
Wurde 1940 vom Passagierschiff
zum U-Boot-Versorger umgebaut.
139 Meter lang bei einer Größe von 9,6 BRT
Hersteller: Mitsubishi Zosensho, Nagasaki, 1930











13Ladebäume, die ins Wasser ragen
„Gosei Maru“
Ursprüngliche Verwendung als Küsten-Transporter,
Kriegsverwendung als Cargo-Frachter.
82 Meter lang bei einer Größe von 1,9 BRT
Hersteller: Tsurumi Seitetsu Zosen, Yokohama, 1937












14Aus der Luft ins Wasser
Der Mitsubishi G4M, Deckname
„Betty Bomber“, war der bekannteste
und gefürchtetste Bomber der japanischen
Luftwaffe. Außerdem fungierte der G4M
als Standardflugzeug für Kamikaze-Angriffe












15Neue Aufgabe: Siedlungsraum
„Nippo Maru“
Als Transportschiff für Trinkwasser gebaut;
selbe Verwendung im Krieg, versorgte Kampfschiffe.
107 Meter lang und fast 3,8 Tonnen groß
Hersteller: Kawasaki Werft, Kobe, 1936












16Torpedos, tödliche Fracht
„Heian Maru“
Kombiniertes Passagier-Frachtschiff, verband
Yokohama und Seattle, später U-Boot-Versorger.
154 Meter lang und 11,6 Tonnen groß
Hersteller: Osaka Tekkosha, Osaka, 1930












17Japans Kaper-Beute
„Hoki Maru“
Gehörte einer australischen Reederei und
wurde von den Japanern gekapert. Cargo-Schiff.
136 Meter lang und 7,1 BRT groß
Hersteller: William Denny & Brothers, Dumbarton, 1921

 
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