Atlantis Magazin
AdvertisementAdvertisement
Montag, 3. August 2020

Home arrow Biologie arrow Bimssteinteppich bringt neues Leben zum Großen Barriere Riff
HomeKontaktImpressumHaftungsausschluss
     

Aktuelles Magazin

atl_titel_2020.jpg

Benutzer Login






Passwort vergessen?

Advertisement

Bimssteinteppich bringt neues Leben zum Großen Barriere Riff PDF Drucken E-Mail

bimsstein(Foto: NASA, Text Heinz Käsinger, der Bimssteinteppich hat die Größe von Manhattan und ist mehr als 15 Zentimeter dick)

Ein Floß aus schwimmendem Vulkangestein in der Größe von Manhattan könnte nach Ansicht von Experten neues Leben in das stark beschädigte Great Barrier Reef bringen. Der leichte und poröse Bimsstein wird Meeresorganismen wie Korallen und Krebse aufnehmen, während er eine rund 3700 Kilometer lange Odyssee zum größten Riffsystem der Welt vor der Ostküste Australiens unternimmt und dazu beiträgt, das durch die Erwärmung der Meere stark beschädigte Gebiet wieder mit Leben zu füllen. Die schwimmende Fracht, die vor wenigen Wochen von Seeleuten im Pazifik gesichtet wurde, soll sich beim Ausbruch eines submarinen Vulkans in der Nähe des kleinen Inselstaates Tonga gebildet haben.

Scott Bryan, ein außerordentlicher Professor an der Queensland University of Technology, der sich auf Geologie und Geochemie spezialisiert hat, sagte der Australian Broadcasting Corporation, dass sich der Bimsstein mit etwa 6 bis 19 Meilen pro Tag nach Süden bewege, angetrieben von Oberflächenströmungen, Wellen und Wind: „Wenn der Bimssteinteppich hier ankommt, wird er von einer ganzen Reihe von Organismen besiedelt sein, von Algen und Seepocken, Korallen, Krebsen, Schnecken und Würmern.“

Das Nasa-Erdobservatorium hat seine Ursprünge auf ein wahrscheinliches Erdbeben auf dem Meeresgrund in der Nähe von Tonga, knapp 4000 Kilometer nordöstlich von Sydney, zurückgeführt. Tage nach dem Ausbruch des Vulkans stießen australische Seeleute, die mit einem Katamaran nach Vanuatu fuhren, auf Vulkangestein, das aus Bimssteinbrocken von der Größe von Golf- bis zu Basketbällen bestand. Sie bedeckten die Meeresoberfläche kilometerweit. „Wir sind mit unsrem Kat in einen riesigen Felsschutt-Schlamm eingedrungen“, sagten die Seeleute Michael Hoult und Larissa Brill auf Facebook. „Der Teppich war so dicht, dass er das Boot auf einen Knoten (ca. 1,7 km/h, Anm. d. Red.) verlangsamte.“

 
< zurück   weiter >
Advertisement
Advertisement
Advertisement
 
 
 

Advertisement

© 2020 Atlantis Magazin