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Die Unterwasserwelt im Buchformat
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Von Wolfgang Freihen

Anders als Bücher für Erwachsene müssen Kinderbücher eine Menge von zusätzlichen Kriterien erfüllen: Vor allem müssen sie politisch korrekt sein und den jungen Menschen pädagogisch sinnvoll an ein Thema heranführen. Und das alles, bitteschön, spannend und unterhaltend aufgemacht. ATLANTIS hat sich auf dem Markt der Kinder- und Jugendbücher umgesehen.
Selbst heute, im Zeitalter der Computerspiele, gibt es weit mehr Kinderbücher als je zuvor. Auch für ganz Kleine, die noch nicht lesen können. So hat beispielsweise Kerstin Völker kleine, handliche Kärtchen mit bunten Bildern bemalt, die von einer Kordel zusammengehalten werden (Verlag Coppenrath). Die gleichen Spieltiere, die man darauf sehen kann, lassen sich aus weichem Frottee hinzu kaufen – ein jedes so richtig zum Liebhaben und Knuddeln.
Kinder schon früh an Bücher und ans Lesen heran zu führen, ist äußerst wichtig. Und es ist sehr schön, wenn die Geschichten nicht nur spannend vorzutragen, sondern auch reizvoll bebildert sind. Viele Märchen bieten sich dazu an, auch solche, die vornehmlich unter Wasser spielen. Das sind nicht nur moderne, sondern „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen zum Beispiel gab es schon lange vor dem Tauchsport. s92_dscn1336
Heute sind Kleine-Meerjungfrau-Geschichten einzeln gebunden, wie auch die Ausgabe, die Monika Laimgruber (Artemis Verlag) mit zauberhaften farbigen Zeichnungen versehen hat, auf denen es wahnsinnig viel zu entdecken gibt. Derartige Erzählungen gibt es aus allen Kulturkreisen. Zahlreiche davon finden sich zusammengefasst in „Das Wasser des Lebens, Märchen und Sa-gen vom Wasser“ von Jaroslav Kotouè, illustriert von Jan Kudláèek (Verlag Dausien).

Lesen bildet früh


Kinderbücher müssen nicht nur unterhaltsam sein. Sie verfolgen auch didaktische Zwecke. So können bereits Vorschulkinder mit „10 bunte Fische“ zählen lernen. Durch wunderschöne, farbige Illustrationen von Leonardo Binato, die auf starkem Karton aufgedruckt sind, lernen Kinder neben allen möglichen Tieren aus dem Meer schon früh die ersten Zahlen und deren Bedeutung kennen (Unipart Verlag). Die Verse dazu müssen allerdings noch vorgelesen werden.
Auch zum Malen, Spielen und Basteln findet sich einiges. Einfache Malbücher oder die erst 2004 erschienene „Große Mal- und Lernbox Delfine“ von Paletti. Zusammen mit einem Buch voller kniffliger Aufgaben enthält sie auch ein Tierrelief zum Anmalen und die notwendigen Malutensilien (Karl Müller Verlag). Lesen muss man da bereits können, und wer schon älter ist, kann, ganz modern, mit einer CD-ROM und dem Computer Robert D. Ballard auf eine „Expedition zur Titanic“ begleiten (United Soft Media Verl.ag). Auch nachbauen lässt sich dieses Schiff (Benedikt Taschen Verlag), und wer mehr darüber lesen möchte, kann dies in Büchern des Tessloff- und des Carlsen Verlages tun. s93_dscn1346
Auch Puzzles mit schönen UW-Bildern machen Spaß. Man ist dabei nicht nur auf käufliche Spiele angewiesen, die sich zuweilen zu mehreren in einem Buch zusammengefasst finden, sondern kann auch eigene Fotos vergrößern und in Puzzlebausteine schneiden lassen.
Wenn unsere Kinder schließlich selbst zu lesen anfangen, entdecken sie sehr schnell eine ganz besondere Literaturgruppe für sich, die der Comics. Donald Duck und andere sind die Helden in den kurzen, spannenden Bildgeschichten, aus denen die Handlung ganz von alleine klar wird. Sie regen die Phantasie an. Die Sprechblasen sind schnell entziffert, doch wenig geeignet, die Ausdrucksweise zu fördern. Jetzt kommt es auf elterlichen Einfluss an, damit die übrige Literatur nicht gänzlich in Vergessenheit gerät. Nur richtige Bücher erweitern den Wortschatz und fördern das Allgemeinwissen, was sich beides in der Schule positiv auswirkt.
Wer seine Kleinen schon früh zum Schnorcheln mitnimmt, der findet unendlich viel gute Literatur zum Hobby. Die Bücher müssen natürlich kindgerecht aufgearbeitet, d.h. sprachlich angemessen und nicht zu ausschweifend sein. Sehr schön z.B. die Buch-Aktiv-Boxen (Ars Edition), von denen eines „Unterwasserwelt“ heißt und neben einem Textteil auch eine Box mit Forschungs-U-Boot zum Spielen in der Badewanne bereithält. Sehr kreativ schließlich die Pop-up-Bilderbücher, wo beim Aufschlagen der einzelnen Seiten richtig dreidimensionale Bilder herausklappen. Besonders gut ist da „Versunkene Schiffe und ihre Schätze“ von David Hawcock und Gary Walton (Südwest Verlag).

Krimis sind spannend


Empfehlenswert sind schließlich spannende Detektiv- und Abenteurerromane, die vom Tauchen und der UW-Welt, von Wracks und Schätzen, Froschmännern oder Reisen in die Tiefsee berichten. Schon in den Anfangstagen des Tauchsportes kamen bei uns die ersten Bücher dieser Art auf den Markt. Besonders hervorzuheben „Die schwarzen Delphine“ von Serge Alberin (Kolibri Verlag), der eigentlich Klaus Wissel hieß, einer unserer bekanntesten Sporttaucher war und 1957 auf einer Hans-Hass-Expedition im Roten Meer tödlich verunglückte.
Belletristische Bücher folgten. Bei den ersten stand oft die UW-Jagd mit der Harpune im Mittelpunkt, so z.B. bei „Flossenschwimmer auf UW-Jagd“ von Harald Hollm oder „Wir jagten die Stachelrochen“ von Werner Dohm. Auch ausgesprochene Mädchenbücher sind dabei, die in einem etwas anderen Stil gehalten sind. Ihnen ist mittlerweile eine Riesenflut ähnlicher Bände gefolgt. Bücher, die zu Filmen wie „Flipper“ oder Mike Nelsons „Abenteuer unter Wasser“ oder zu „Free Willy“ führten. Nicht zu vergessen zahlreiche Science-Fiction-Bände, kindgerecht aufgemacht z.B. die Neuauflage von „20000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Verne (Gondolino im Gondrom Verlag).
Erwähneswert auch Bücher, die das Erlernen von Fremdsprachen erleichtern: „The Black Hand Gang and the Treasure in Breezy Lake“ (Ravensburger Verlag) von Hans Jürgen Press ist dafür ein schönes Beispiel. Es enthält auf jeder Seite neue Vokabeln zum Lernen.
Wer Wissenswertes über das Tauchen ganz allgemein sucht, wer mehr über Naturschutz, die Meere, Wale, Haie oder die UW-Archäologie erfahren möchte, der hat ebenfalls eine Riesenauswahl zur Verfügung. Von all diesen Sachbüchern sind vor allem die „Was ist Was“ Bände aus dem Tessloff Verlag zu nennen, die gut illustriert und mit knapp gehaltenen Texten verschiedene UW-Themen aufgreifen. Zahlreiche andere Verlage haben diese Lesenische ebenfalls entdeckt und bringen die gleichen Themen in ähnlicher Form. Ganz besonders hervorzuheben wegen der besonders guten fotografischen Bebilderung die UW-Bände der Buchreihe „Schau genau hin“ (F. Schneider Verlag).

Bücher mit Beigaben
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Gänzlich aus dem Rahmen fällt schließlich „Weißer Hai in 3 D“ von David George Gordon (Heel Verlag). Es ist Modell und Buch in einem: Mit jeder Seite öffnet sich ein neuer Blick ins Innere des Weißen Hais: Skelett, Herz und Kiemen, alle anderen Organe, Muskulatur und Haut sind aus Kunststoffteilen einzeln ausgeformt. Hinzu kommen kurze Texte. Das Buch wird für Kinder ab acht Jahren empfohlen, doch ist dies zu früh gegriffen. Diese gänzlich neue Art räumlicher Darstellung exakt ineinander passender Teile macht es erst für Zehn- bis Vierzehnjährige richtig interessant, und Jugendliche und auch Erwachsene werden gleichermaßen davon begeistert sein. Zum Schluss noch eine Warnung. Lassen Sie sich nicht davon beeindrucken, wenn außen auf einem Einband steht: „Empfohlen durch…“. Trotzdem kann der größte Mist drin stehen, und das gilt nicht nur für Kinderbücher. Als abschreckendes Beispiel hier ein älteres Jugendbuch von Lynn Poole: „Männer unter Wasser“ (Boje Verlag). Es enthält außer anderen Fehlern derart viel gefährlichen(!), gerätetechnischen Unsinn, wie er in dieser Anhäufung bisher nirgendwo anders gefunden wurde. Dabei wurde das Buch schon 1957 durch das Vorwort des damaligen VDST-Präsidenten, Prof. Dr. Reinerth explizit empfohlen. Ob er etwa die deutschsprachige Übersetzung vor ihrer Drucklegung überhaupt gelesen hat?

Die Unterwasserwelt in Büchern:

Infos und Bezugsadressen

www.coppenrath.de
Meereslebewesen auf Kärtchen und zugehörige Plüschtiere. Für Kleinkinder
im Vor(kinder-)schulalter.

www.patmos.de/artemis und www.dausien.de
Die kleine Meerjungfrau von Hans Christian Andersen in zauberhaften Bildern, auf denen es viel zu entdecken gibt.

http://fz.top-verlage.de/f-u-unipart.htm
„10 bunte Fische“; zählen lernen für Kleinkinder.

www.jokers.de und www.bol.de
„Lernbox Delfine“.

www.lesen.ch und www.lernsoftware.de
Lernsoftware zur „Titanic“ unter dem Titel „Expedition zur Titanic“. Lesestoff für Kinder und Jugendliche gibt es unter www.tessloff.de und www.carlson.de.

www.arsedition.de
Lern- und Lesebox samt Spiel-U-Boot für die Badewanne.

www.randomhouse.de/suedwest
Versunkene Schiffe und ihre Schätze.

www.gondrom-verlag.de
Aufwändiges Remake von „20 000 Meilen unter dem Meer“.

www.ravensburger.de
Mit „The black hand gang...“ kann man mit einem Taucherbuch sogar unterhaltsam Englisch lernen.

www.heel-verlag.de
Der Weiße Hai (Modellbuch Körperbau).

www.amazon.de und andere Internetvertreiber
„Schau genau hin“ vom F. Schneider Verlag.
 
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