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58 Schiffswracks bilden mehr als 2000 Jahre Geschichte ab PDF Drucken E-Mail

fourni-1(Der Fourni-Archipel in der östlichen Ägäis ist ein archäologisch interessantes Gebiet. Die genauen Fundorte der 58 Wracks werden allerdings geheim gehalten; Karte: Wikipedia, Text: Heinz Käsinger)

Dutzende von Schiffswracks wurden kürzlich in abgelegenen Archipelen in der östlichen Ägäis gefunden. Fachleute meinen, es handele sich um den bedeutendsten Fund der vergangenen zehn Jahre. Nach einer viermonatigen Untersuchung des Meeresbodens von Fournoi, einer Inselgruppe in der östlichen Ägäis, sagten die griechischen Behörden, dass die 58 Wracks „bemerkenswert und eine der größten Entdeckungen des Jahrhunderts“ seien. „Wir sind absolut begeistert“, sagte Dimitra Kouneli, eine Sprecherin des Kulturministeriums. „Wir vermuten, dass der Meeresboden noch mehr Schätze hervorbringen könnte. Die Jagd läuft noch."

Nachdem sie von lokalen Schwammtauchern und Speerfischern alarmiert wurden, überprüften staatliche Meeresarchäologen und 25 Taucher zum ersten Mal im Jahr 2015 den Meeresboden von Fournoi und entdeckten die verkrustete Ladung von 22 Schiffen, die vor Hunderten von Jahren verloren gingen.

Ein Jahr später verfolgte das gleiche Team weitere Hinweise und kehrte im Juni dieses Jahres auf die Inselgruppe zurück, um zusätzliche dreizehn gesunkene Schiffe zu finden. Beladen mit Tongefäßen, die Fischsaucen, Öl und vielleicht auch Honig transportierten, bilden die Schiffswracks über mehr als 2000 Jahre griechischer Geschichte ab. Das älteste der Wracks stammt vermutlich aus dem 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und das jüngste aus dem frühen 18. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Experten gehen davon aus, dass die Entdeckung den Historikern einen Einblick in das riesige Netz des antiken Handels und Handelns geben wird, das die Region durchzogen hat. Mit seiner Fülle an natürlichen Buchten und sicheren Häfen diente Fourni lange Zeit als Zufluchtsort für Schiffe, die vor starken Winden auf offenem, kabbeligem Wasser Zuflucht suchten. Später wurde es zu einem berüchtigten Hafen für Piraten. Beamte des Kulturministeriums sagten, dass keine der geschätzten 300 Amphoren, Kochtöpfe und Ladungsgegenstände, die in der Region entdeckt wurden, ausgegraben wurden: „Sie bleiben versteckt unter der Wasseroberfläche", betonte Dimitra Kouneli. „Die genauen Lageorte wurden von den Experten kartografiert und werden im nächsten Jahr in einem speziellen Folgeprojekt näher untersucht.“

 
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