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Mittwoch, 12. August 2020

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Wie geht es WILLY DORN?

s82_haengemaDer heute 51jährige Künstler machte in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Schlagzeilen in der Tauchpresse durch seine surrealistischen Unterwasserbilder.

Von Heinz Käsinger








Die Szenerie ist eben so prächtig wie beklemmend. Das Bild zeigt ein teilweise zerstörtes, teilweise erhaltenes Hamburg unter Wasser. Geflutet von den vereinten Wogen von Nord- und Ostsee. Die Bewohner haben die Stadt verlassen (oder sind sie sogar durch die Flut überrascht worden und tot?), jetzt schwimmen Wale durch die leeren Straßen.
Mit solchen Bildern machte Willy Dorn in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Furore – nicht nur unter Tauchern. „Ich war eben seit meinen ersten Tauchversuchen auf der künstlerischen Suche nach dem versunkenen Atlantis“, sagt er. Seine Bilder waren damals vom phantastischen Realismus der Wiener Schule beeinflusst, heute widmet sich Dorn vor allem der rauen kretischen Landschaft, die er in Aquarellen und Grafiken festhält.
Doch der Reihe nach: Geboren ist Willy Dorn in Berlin, wo er später auch sein Fachabitur absolvierte um dann Architektur, Kunst und Pädagogik zu studieren. Ende der 70er Jahre wandte er sich hauptberuflich der Malerei zu. s83_fresko_d
Das Tauchen hat Willy Dorn aufgegeben, trotzdem tauchen Unterwassermotive immer wieder auf seinen Bildern auf, oft vermischt, kombiniert mit Darstellungen aus der griechischen Mythologie. Denn der Künstler ist vor mehr als fünf Jahren schon nach Kreta ausgewandert.
Dort stehen in seinem weitläufigen Garten Oliven- und Orangenbäume. Aus den Oliven presst er selbst herrliches, naturbelassenes Öl und verkauft es in Deutschland im Direktvertrieb. Daneben betätigt er sich als Wander- und Bergführer im wilden Westen Kretas. Mehr als 40 verschiedene Touren hat er im Programm, die meisten von ihm selbst erkundet, markiert, kartografiert. Feriengäste bringt er in seinem gemütlichen Gästezimmer unter und wer will, kann bei ihm Mal- und Zeichenkurse belegen. Ob einer dabei ein Anfänger oder Fortgeschrittener ist, spielt keine Rolle. Durch den Erfolg seines Olivenölvertriebs ist ihm eine neue Idee gekommen. In absehbarer Zeit möchte er im Winter, während der kretischen Olivenernte, Olivenöl-Seminare für Touristen geben. Alle zwei Monate kommt Willy Dorn, den seine kretischen Freunde übrigens Wassily Dornakis nennen, nach Deutschland zurück, um in seiner Galerie im südwestdeutschen Mönsheim nahe Pforzheim nach dem Rechten zu sehen. Außerdem organisiert er fünf Mal im Jahr eine Ausstellung im Kernkraftwerk Neckarwestheim, anfangs eine heikle Angelegenheit: „Kein Künstler wollte damals in einem Atommeiler ausstellen“, räumt er ein, aber: „heute bewerben sich auch namhafte Künstler darum.“
Der unruhige Aussteiger nimmt sich trotz all seiner Aufgaben vor allem eines: Zeit, das Leben in all seinen Facetten auszukosten. Er bezeichnet sich selbst als gnaden- aber nicht hoffnungslosen Romantiker. Er sitzt gerne in der kretischen Sonne, genießt mit Begeisterung die mediterrane Küche und den kretischen Wein und hört dazu schöne Musik.

Kontakt zu Willy Dorn
Wer einen Mal- oder Zeichenkurs bei Willy belegen will, mit ihm durch die wilde kretische Landschaft wandern oder einfach urlauben will, kann über die Redaktion ATLANTIS Kontakt mit ihm aufnehmen. Unsere Bewertung seines Olivenöls lautet übrigens: Weltklasse!

 
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