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Samstag, 20. Oktober 2018

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Einige Haifischarten entdecken den Charme des Nordens PDF Drucken E-Mail
Forschungen der University of Southampton deuten darauf hin, dass neue Haiarten in nördlichere Gewässer wandern könnten, wenn sich die Ozeane erwärmen. Hammerhai & Co. könnten zukünftig also auch in der Deutschen Bucht, im Ärmelkanal und um die Bretagne herum auftauchen. Dr. Ken Collins vom National Oceanography Centre der Universität sagt, dass vor allem zehn Haiarten, die derzeit in wärmeren Teilen der Welt vorkommen, bis 2050 aufgrund des Klimawandels unsere Meere bewohnen könnten. ATLANTIS sagt, welche Haiarten in den kommenden Jahrzehnten zu einem vertrauten Bestandteil vor unseren Küsten werden könnten.
Hammerhai
Der große Hammerhai ist der größte der Haie, die in Zukunft in unseren Gewässern auftauchen könnte. Der Räuber, der weltweit in tropischen und warmen gemäßigten Gewässern zu finden ist, kann eine Länge von mehr als sechs Metern erreichen. Die charakteristischen Hämmer am Haikopf haben wahrscheinlich mehrere Funktionen. Sie werden verwendet, um die elektrischen Signaturen ihrer bevorzugten Beute – Stachelrochen – auf dem Meeresboden aufzunehmen, könnten aber auch Imponiergehabe der Tiere sein. Der Hai wird wegen seiner großen Flossen, die in Teilen Asiens als Hauptbestandteil der Haifischflossensuppe geschätzt werden, stark gefischt.
 
Schwarzspitzenhai
Der Schwarzspitzenhai ist in tropischen und subtropischen Küstengewässern verbreitet. Aber es ist eine weitere Spezies, die in Zukunft eine feste Größe an unseren Ufern werden könnte. Dr. Collins sagte: „Es ist nicht der größte Hai auf der Liste der zehn. Sie werden normalerweise etwa 1,5 m lang. Aber es ist bekannt, dass diese Art Sprünge aus dem Wasser macht. Diese Sprünge geschehen meist am Ende der Jagd, wenn sich der Hai sattgefressen hat. Blacktips sind Mitglieder der Gruppe der Requiemhaie.

Bronzehai
Der Bronzehai wird auch in gemäßigten Breiten gefunden und erreicht eine maximale Länge von 3,3 Metern.
Er hat einen schlanken, stromlinienförmigen Körper und eine relativ breite Ernährung, beispielsweise Tintenfische, Seehecht, Thunfisch und Sardinen. Auch Knorpelfische wie Hundshaie und Stachelrochen verschmäht er nicht. Umgekehrt fallen Bronzehaie, auch Kupferhaie genannt, größeren Haien und Killerwalen zum Opfer.

Weißspitzen-Hochseehai
Die ozeanische Weißspitze, lateinisch Longimanus, ist ein einsamer und sich langsam bewegender Fisch, der sich tendenziell in der Nähe des Abbruchs zur Tiefsee bewegt. Zur Jagd schließt sich der Fisch aber auch Artgenossen an. Dann jagen sie Fischschwärme, werden wild und beißen alles, was sich bewegt. Diese Haie sind, siehe oben, in der Regel nicht in Ufernähe zu finden.

Sandtigerhai
Dieses Tier ist ein entfernter Cousin des gewaltigen Weißen Haies, aber es ist nicht annähernd so groß. Er hat einen kräftigen Körper, der etwa 3,2 m lang ist. Sandtiger durchstreifen die Küstengewässer bis hinunter zum Festlandsockel in etwa 200 Metern Tiefe. Da sie sich anspruchslos in die Gefangenschaft fügen, sind sie die Haiart, die am häufigsten in Aquarien zu sehen ist. Grausame Besonderheit: Die am besten entwickelten Embryonen fressen noch im Mutterleib ihre Geschwister auf (sog. intrauteriner Kannibalismus).

Zu den anderen Arten, die bis 2050 in unseren Gewässern vorkommen könnten, gehören der Großaugendrescher, der Langflossen-Mako, der Seidenhai, der Schwarzhai und der Koboldhai.
Natürlich gibt es bereits Arten, die hier leben. Schätzungsweise zehn Millionen kleine und 100 000 größere Haie von 40 verschiedenen Arten sind in unseren Meeren zu finden. Die Forschung nennt beispielsweise die Gewässer vor Cornwall auch „Haifischhauptstadt“ des Nordens, in der mindestens 20 Arten gefunden werden. Auch vor Devon und den Scilly-Inseln leben bereits viele Haiarten.
Doch Collins kommentiert: „Obwohl die potenzielle Zahl der Haiarten im Norden in den nächsten Jahrzehnten zunehmen wird, wird die Gesamtzahl der Haie, insbesondere der größeren, infolge von Überfischung, Plastikmüll und Klimawandel sinken. Es ist wirklich wichtig, dass wir zusammenarbeiten, um ein vorzeitiges Aussterben dieser wunderbaren Kreaturen zu verhindern.“    Heinz Käsinger

 
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