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s70_p1010201Die ganze Welt des Bildes
Von Eckhard Krumpholz

Es war die größte Photokina aller Zeiten: 1579 Unternehmen aus 46 Ländern zeigten sich den 162000 Besuchern aus 153 Nationen erstmals in den neuen Nordhallen der Kölner Messe. Damit hat die Photokina ihre Stellung als weltgrößte Fotomesse wieder einmal unter Beweis gestellt. ATLANTIS über die heißesten Neuigkeiten auf dem umkämpften Bildermarkt.

Spiegelreflexkameras
Was noch vor Jahren ein Wunschtraum vieler Fotografen war, ist jetzt in Erfüllung gegangen: digitale Spiegelreflexkameras (dSLR) mit zehn Megapixel für deutlich unter 1000 Euro. Fast jeder Kamerahersteller hat zur diesjährigen Messe eine neue dSLR mit zweistelliger Auflösung auf den Markt gebracht, die als neuer Standard bei den Modellen für Endverbraucher gelten kann. Jene Innovationen werden an-spruchsvolle Amateure ebenso wie Semiprofis zufrieden stellen. Sie heißen zum Beispiel Nikon D80, Canon D400, Pentax K10D, Samsung Gx10 oder Sony Alpha100, wobei letztere die Nachfolge von Konica/ Minolta antritt. Je nach Hersteller kommen die neuen Kameramodelle mit Staubschutz oder integriertem Bildstabilisator daher. Einen eingebautem Blitz haben alle Kameras dieser Liga mit Bildsensorgröße APS-C. Das Preisniveau für die Neuerscheinungen dürfte sich so etwa zwischen 800 und 900 Euro für die Kamera ohne Objektiv einpendeln. Damit wird selbst für die Zögerlichsten das Preisargument vom Tisch sein. Die neuen Digitalen sind so günstig und gleichzeitig so leistungsfähig geworden, dass der Abstand zu den hochgezüchteten Profimodellen mit zwölf bzw. 16 Millionen Pixel (Canon 5D und Nikon D2-xs bzw. Canon Eos1 Ds Mark II) sehr gering ausfällt. Wir können also darauf warten, dass auch hier die Preisfront, die weiterhin zwischen wahnwitzigen 3500 und 5000 Euro liegt, zu bröckeln beginnt. Erstaunt waren viele, dass genau in jenem Profikamerasegment keine neuen Kameras vorgestellt wurden. Einzig Sigma präsentierte sein neues Flagschiff SD-14 mit 14 MP. Zu den Superlativen der diesjährigen Fotoschau zählt auch Olympus‘ neuester Digitalzwerg E-400. Mit 380 Gramm und den Abmessungen von knapp 9 x 13 Zentimeter ist das Modell die zurzeit kleinste und leichteste Spiegelreflexkamera der Welt.

Kompaktklasse
Die deutsche Nobelmarke Leica hat zur Photokina gleich mehrere Neuerscheinungen (Digilux 3, V-Lux 1 und D-Lux 3) präsentiert. Die größte Überraschung war die digitale Sucherkamera M8 – Leicas erste digitale Messsucherkamera. Mit 10 Megapixeln und ihrer Kompabilität zu fast allen bisherigen M-Objektiven geht ein lang gehegter Wunsch vieler Reportagefotografen in Erfüllung. Wobei der Preis von rund 4200 Euro eher ambitionierte Lichtbildner anspricht. Im entgegengesetzten Preissegment der Kompaktkameras ist die Anzahl der Neuerscheinungen nahezu unüberschaubar. Als Standard gelten mittlerweile Kameraauflösungen von sieben bis acht Megapixeln, teilweise sogar zehn. Insgesamt gehen aber Ausstattungsmerkmale, die die Bildqualität verbessern oder die Handhabung erleichtern vor mehr Pixeln. Fuji stellt gleich zwei neue Entwicklungen vor: Die "Real Photo Technology" analysiert vorhandenes Licht besser. In der Finepix F30 garantiert die Technik stimmungsvollere Bilder speziell in kritischen Lichtsituationen bei wenig Licht. Neu ist auch die Gesichtserkennung in der Finepix S6500fd, die Schärfe und Belichtung selbst auf sich bewegende Gesichter abstellt. Im allgemeinen Trend liegen optische Bildstabilisatoren ebenso wie deutlich größere Kameradisplays. Die oft beklagten langen Einschalt- und Bildfolgezeiten früherer Kameramodelle gehören bei fast allen Kompakten der Vergangenheit an. Verstärkt in den Mittelpunkt stellen sich Mobiltelefone, die auch fotografieren können. Sony Ericssons K800i Cyber Shot schafft schon 3,2 MP, beeindruckt mit einigen echten Fotofunktionen und einem guten Display. Genauso viele Pixel bringt auch Nokias N93 auf die Waage – die für Prints im Format 13 x 18 Zentimeter vollkommen ausreichen.

Uw-Foto
Wer sich für das Thema UW-Fotografie oder -film interessierte, musste schon genauer hinsehen, um Neugikeiten zu entdecken. Als einziger Gehäusehersteller war BS Kinetics zu finden. Bodo Sutterer stellte als erster das brandneue Gehäuse für die nicht minder neue Sony Alpha100 am Stand von Soligor vor. Das neue Gehäuse ist ab sofort verfügbar und kann bis zu 80 Meter Tauchtiefe genutzt werden.
Ein verstärkt zu beobachtender Trend bei den Einsteigerkameras sind Amphibien. Geräte, die ohne weiteres Gehäuse für Schnorcheleinsätze geeignet sind. Olympus‘ formschöne Kompaktkamera mju725SW ist wasserdicht und stoßfest. Bis fünf Meter Tiefe macht sie ohne separates Gehäuse unter Wasser eine gute Figur, mit Gehäuse taucht sie bis 40 Meter. Die robuste Out-doorkamera mit sieben Megapixeln überlebt klaglos Stürze aus 1,50 Meter Höhe. Wie gemacht also für den nächsten Tauchurlaub. Mit ähnlichem Ansatz aber für weniger Tauchtiefe wurde die Ricoh Caplio 500G Wide entwickelt. Die wasser- und stoßfeste Kamera besitzt einen acht MP-Sensor und eine praktische Brennweite von 28 bis 85 Millimeter. Dicht ist sie immerhin bis 1,5 Meter Wassertiefe. Für die gleiche Tiefe braucht auch Pentax Optio S7 kein gesondertes Gehäuse. Der Stilklassiker hat eine Revision mit mehr Pixeln (jetzt sieben) und einer höheren Empfindlichkeit (jetzt 1600 ASA) erhalten.

Objektive
Stichwort Tokina Fisheye-Zoom. Was bisher nur Pentax-Fotografen vorbehalten war, können jetzt auch andere dSLR-Kameras nutzen: Tokina hat in einem Objektiv das vereint wovon Unterwasserfotografen immer träumten – das Tokina AT-X 107 AF DX hat einen Brennweitenbereich von zehn bis 17 Millimeter. Bei eingebauten APS-C-Sensoren erfasst es in der Diagonalen einen Bildwinkel von 180 Grad bei zehn Millimeter Brennweite und von 100 Grad bei 17 Millimeter. So ist eine stufenlose Anpassung des Bildwinkels möglich. Die Naheinstellung reicht bis 14 Zentimeter. Der Abbildungsmaßstab bei Brennweite 17 Millimeter beträgt dann 1:2,56 in der Bildmitte; zum Rand hin wird, für Fisheye-Objektive typisch, die Abbildung kleiner. Das Tokina 3,5-4,5/10-17 mm wird mit Canon-Eos und Nikon-Anschluss erhältlich sein.
Weltrekord für Tamron! Das neue Megazoom AF 18 bis 250 Millimeter F/3,5 bis 6,3 erschließt erstmals einen 14-fachen Brennweitenbereich für APS-C- Spiegelreflexkameras – was einer ungefähren Brennweite von 28 bis 400 Millimeter, bezogen auf Kleinbild, entspricht. Das Zoom hat eine Naheinstellgrenze von 45 Zentimeter über den gesamten Brennweitenbereich und erreicht damit einen Abbildungsmaßstab von 1:3,5 bei einer Brennweite von 250 Millimeter. Es ist erhältlich für Canon, Nikon, Sony und Pentax Kameras. Sigma bringt mit dem acht Millimeter F/3,5 ein außergewöhnliches Objektiv auf den Markt. Das 180 Grad Fisheye bildet auf 24 x 36 Millimeter Film bzw. Vollformatsensor Motive kreisrund ab. Diese außergewöhnliche Darstellung und der kurze Mindestabstand von nur 13,5 Zentimeter wird besonders für Unterwasserfotografen interessant sein. Gleiches gilt für das neue 70 Millimeter Makro, das besonders für Kameras mit APS-C Sensor gedacht ist. Die Brennweite entspricht dann einer 105 Millimeter Linse und bildet im Nabereich bis zum Maßstab von 1:1 ab. Beide Objektive gibt es für Canon, Nikon, Sony, Pentax und Sigma-Anschlüsse

Zubehör
Jobos Herz schlägt digital. Das neueste Produkt des deutschen Familienunternehmens ist der Giga Vu Pro evolution, ein Fotospeicher und Multimediaplayer in einem Gerät. Die Speicherkapazität beträgt wahlweise 40, 80 oder 120 Gigabyte (GB). Mit dem hochauflösenden und ultrabrillanten VGA Display (640 x 480 Pixel) können digitale Bilder unterwegs selbst im RAW-Format begutachtet werden. Des Weiteren werden Histogramm, RGB Tonwertverteilung und Spitzlichter angezeigt. Ein-GB-Daten werden in rund zwei Minuten von der Speicherkarte auf den Giga Vu Pro evolution gespeichert, dies ermöglicht, bis zu 25 GB mit einer Akkuladung herunter zu laden. Ein Staubdetektor kann bei dSLR-Kameras erkennen, wo sich Staub auf dem Chip befindet. Eine Besonderheit ist die sogenannte WiFi, eine kabellose Übertragung per W-Lan-Funk. Ansonsten geht die Übertragung per CF- und MD-Karte oder über den USB-Port.

Analog
Kodak setzt dem Digitaltrend eine handvoll neuer Negativfilme entgegen. Speziell für Portraitfotografen wurden die Filmtypen Portra 160 und Portra 400 überarbeitet und mit feinerem Korn und deutlich verbesserten Scaneigenschaften ausgestattet. Fuji schickt ebenfalls einen runderneuerten Film ins Rennen, den Diafilm Provia 400x professionell. Trotz seiner mit 400 ASA sehr guten Lichtempfindlichkeit erreicht der Film die hohe Farbsättigung und Bildqualität eines 100-ASA-Diafilms. Das lässt hoffen, dass uns die traditionelle Technologie noch lange erhalten bleibt.

Ausblick

Die nächste Photokina findet von Dienstag, 23. bis Sonntag, 28. September 2008 auf dem Kölner Messegelände statt. Auch dann wird ATLANTIS wieder für Sie vor Ort sein.

 
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