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Modulare Videoleuchten
Von Horst Ackermann

Lampentest in der Karibik: Bei einem Dreh von Werbeaufnahmen mussten neue Modelle von Hartenberger ihre Praxistauglichkeit beweisen.
s63_hartenb3 Licht kann zaubern, sagt ein geflügeltes Wort und das trifft besonders für den Lebensraum unter Wasser zu. Denn um Farben auf Zelluloid, Magnetband, Festplatte oder Speicherkarte zu bannen, brauchen wir eine künstliche Lichtquelle. Ein Hersteller solch künstlicher Lichtquellen für den Gebrauch unter den Wellen ist das Kölner Unternehmen Hartenberger. Seine Modelle haben etwas, was nahezu genial ist: Hartenberger verwendet einen Akkublock aus Lithium-Mangan Zellen von 14,4 Volt, der auf den hinteren Teil einer Bedieneinheit gesteckt wird. Akkublock und Bedieneinheit bilden eine Fusion für alle drei Lampentypen, die zur Erprobung kamen. Es wird lediglich der Brenner ausgetauscht und ein zur entsprechenden Lampe passendes Alugehäuse übergestülpt, welches durch ein Gewinde mit dem Rückteil, doppelt O-Ring gesichert, verschraubt wird. Die Halogenleuchte trägt die Modellbezeichnung mega compact Video und kostet 640 Euro. Ein Brenner mit 12 Volt und 50 Watt wird kontinuierlich mit 12,8 Volt Überspannung betrieben, welche durch einen Mikrocontroller aus dem 14,4 Volt Akkublock gehalten wird. Hieraus resultiert eine Lichtausbeute, die mit 125 Prozent deutlich über der eigentlichen Brennerleistung liegt. Das Licht ist mit 3600 Kelvin recht warm und bringt beim Filmen mehr Rotanteile als reines Tageslicht. Das Licht ist durch einen speziellen Reflektor und einer mattierten Borosilicatglas-Scheibe sehr breit gefächert und extrem gleichmäßig verteilt, was der Lampe ein dickes Lob einbringt. Die Halogenleuchte kann bei Bedarf in 25-Prozent-Stufen gedimmt werden oder auch stufenlos in 5-Prozent-Schritten. Auch eine SOS-Schaltung ist möglich. Auf einem Display lassen sich verschiedene Einschaltprogramme aufrufen und speichern. Die Leuchte in der Halogen-Version hat einen Auftrieb von etwa 230 Gramm, ist 18,5 Zentimeter lang, hat zwölf Zentimeter Durchmesser und wiegt 1900 Gramm. Eine Akkuladung reicht für etwa 60 Minuten Drehzeit.
In einer Minute ist es möglich, diese Lampe zur reinen Taucherlampe umzubauen. Reflektor (24 Euro) und Leuchtenkörper gegen einen Handleuchtenkörper (70 Euro) mit einer klaren Glasscheibe, ebenfalls aus Borosilicat, ausgetauscht und schon ist die perfekte Handleuchte komplett. Das Licht ist stark gebündelt und somit mehr als ausreichend hell, eine Tauchlampe, wie ich besser noch keine in den Händen hatte.
Beim Modell D2 für 958 Euro handelt es sich um die Gasentladungsausführung. Wieder bleibt der Akkublock am Hinterteil der Leuchte, das Gasentladungsmodul mit Gasentladungsbrenner wird wie oben beschrieben auf die Akku-Bedieneinheit montiert. Das Gehäuse ist gegenüber der Halogenversion um 5,5 Zentimeter länger geworden, das Gasentladungsmodul braucht seinen Platz. Der Auftrieb liegt um die 330 Gramm. Nach dem Einschalten beginnt die Zündung des Brenners, der nach knapp einer Minute sein volles, gleichmäßiges Licht mit 4500 Kelvin in die Unterwasserwelt schickt. Dass dieses Licht etwas kälter ist als wir es von Halogen gewöhnt sind, darf nicht unerwähnt bleiben, aber es ist immer noch wärmer als reines Tageslicht. Die Lichtleistung ist gegenüber dem Halogen noch sichtbar größer, etwa 1,5 Blenden. Die Leistung kann bei Bedarf auf 75 Prozent reduziert werden, weiteres Dimmen ist nicht möglich. Beliebiges Ein- und Ausschalten während der Nutzung sollte unterbleiben, will man dem Brenner nicht ein vorschnelles Ende bereiten. Ersatz kostet 99 Euro. Während des Tauchganges sollte die Leuchte also immer eingeschaltet bleiben.
Wer sich für eines der beiden technischen Konzepte entschieden hat, ist übrigens nicht für alle Zeit auf dieses festgelegt. Dank der modularen Bauweise kann, gegen vergleichsweise geringe Kosten, auf- bzw. abgerüstet werden.
 
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