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Freitag, 23. Februar 2018

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Australien schnürt millionenschweres Hilfspaket für das Große Barriereriff PDF Drucken E-Mail

Es ist fünf vor 12, ein Rettungsplan muss her. Das Große Barriereriff, bzw. große Teile davon, sind von El Niño, den Korallen fressenden Dornenkronen (ein Riesenseestern) und Gifteintrag ins Meer derart geschädigt, dass die australische Regierung sich genötigt sieht, rund 60 Millionen Australische Dollar (~ 35 Mio. Euro) in Schutzmaßnahmen zu investieren. Das gab der australische Premierminister Malcolm Turnbull (rechts im Bild) am 23. Januar 2015 während eines Besuches der Stadt Townsville bekannt. Townsville liegt direkt am Riff und lebt zum großen Teil von den Besuchern des Barriereriffs.malcom turnbul

Das Geld soll vor allem für Maßnahmen eingesetzt werden, die den Eintrag von Agrochemie und Schmutz verhindern. Diese Einträge der zahlreichen Schaffarmen an der Küste vergiften und verdunkeln das Wasser, so dass die mit den Korallen in Symbiose lebenden Algen absterben. Darüber hinaus soll die Anzahl der Ranger erhöht und die der Dornenkronen-Fangschiffe sogar verdoppelt werden.

Das Große Barriereriff ist das größte Riffsystem der Welt und erstreckt sich über eine Fläche von fast 350 000 Quadratkilometern. Das ist etwa die Fläche der Bundesrepublik Deutschland. Der Rifftourismus spült übrigens jährlich 6,4 Milliarden Australische Dollar in die Staatskasse.

Zusätzliche zwei Millionen Dollar sollen darüber hinaus in Forschungsprojekte fließen. Dazu sagte Australiens Umweltminister Josh Frydenberg, dies sei eine Aufforderung an alle wissenschaftlichen Geister des Landes, an alle Industriebosse, innovativen Köpfe und Unternehmer, sinnvolle Lösungen zur Rettung des Riffs zu entwickeln.

Die Marine Conservation Society hingegen kritisierte, dass 35 Millionen Euro bei weitem nicht ausreichen würden, um sichtbare Erfolge am Erhalt des Großen Barriereriffs zu erzielen. imogen zethovenUnd Imogen Zethoven (links im Bild), die Sprecherin der Organisation Fight für our Reef  forderte die Regierung auf, zusätzlich mehr Geld in den Ausbau erneuerbarer Energien zu stecken und die alten Kohlekraftwerke endlich zu schließen.

Australiens Premierminister Malcolm Turnbull gab die Investition von rund 35 Millionen Euro in den Riffschutz bekannt.

Imogen Zethoven von der Organisation Fight for our Reef findet die Summe lächerlich und fordert die Stilllegung von Kohlekraftwerken.  (Fotos: Administraton of Queensland)

 
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