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Freitag, 25. Mai 2018

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300 kg Blauwalherz

Guben/Toronto: Normalerweise kennen wir Gunther von Hagen als umstrittenen „Körperwelten“-Präparator, der tote Menschen konserviert und sie in Shows ausstellt. Jetzt hat von Hagens Gubener Plastinate-Unternehmen ein rund 1,70 Meter messendes und 300 Kilogramm schweres Herz eines Blauwals plastiniert. Vor der Küste Neufundlands wurde bereits 2014 ein toter Blauwal angespült, dem Forscher das Herz entnahmen und es in Formalin einlegten. Von Hagen hat es plastiniert, um es im Royal Ontario Museum von Toronto auszustellen.

Siamesische Wal-Zwillinge

Niederlande: Die ersten Siamesischen Zwillinge unter Schweinswalen entdeckten diesen Sommer niederländische Fischer. Das Tier bzw. die Tiere hatten einen Körper aber zwei Köpfe. In der Nordsee geriet der Kadaver des Wals ins Netz der Fischer, die ihn daraufhin fotografierten und wieder ins Meer schmissen. Das Tier sei etwa 70 Zentimeter lang und rund sechs Kilogramm schwer gewesen, sagten die Fischer.

Japanischer Walfang in vollem Gang

Tokio: Trotz wütender Proteste von Tierschützern ist Japans Walfangflotte derzeit voll im Einsatz. Es sollen auch in diesem Sommer wieder zahlreiche Wale gefangen werden – zu Forschungszwecken, wie es offiziell heißt. Japan hat 134 Seiwale und 43 Zwergwale zum Abschuss freigegeben. Japan macht sich dafür stark, das Walfangmoratorium, das weltweit gilt, auszusetzen. So sollen die japanischen Fischer auch wieder Großwale jagen dürfen. Allerdings ist das Walfanggeschäft hoch defizitär, sodass die japanische Regierung die Fangflotten mit Millionen von Yen subventioniert. Obwohl die Wale nach dem Fang zum Verzehr verkauft werden sollen, lagern noch Tonnen von Walfleisch in Lagerhallen – und keiner will sie haben. Auch die japanische Hausfrau bevorzugt mittlerweile frischen Fisch statt tranigem Glibber.

Das Flüstern der Buckewale

Aarhus/Sydney: Ein Team von dänischen und australischen Wissenschaftlern hat herausgefunden, dass die Säuglinge von Buckelwalen sich am liebsten nur flüsternd mit ihren Müttern unterhalten. Zwei Gründe sind dafür verantwortlich. Je leiser die Buckelwale miteinander kommunizieren, um so unwahrscheinlicher ist es, dass die räuberischen Schwertwale auf sie aufmerksam werden. Buckelwaljunge steht bei Orcas ganz oben auf der Speisekarte. Auch umherstreifende Buckelwalbullen werden durch den Flüstermodus nicht so leicht angelockt. Die will das Junge fern halten, damit sich die Mutter nicht wieder paart und so das Interesse am bereits geborenen Kalb verliert.

Walmagen war voller Plastik

Bergen: Im norwegischen Bergen gibt es derzeit eine Ausstellung, die zeigt, was man im Magen eines Wals so alles gefunden hat. Das Meiste davon ist Plastik. Der Hintergrund: Im Januar dieses Jahres wurde an der Küste nahe Bergen ein rund sechs Meter langer Grauwal angespült, etwa zwei Tonnen schwer. Das Tier lebte, litt aber ganz offensichtlich unter großen Schmerzen. So wurde es getötet und obduziert. Etwa 30 Plastiktüten und andere Gegenstände aus Kunststoff hatten sich im Magen zu einem Pfropfen zusammengeknüllt, der den Magenausgang verstopfte. Der Darm war leer, das Tier wäre in den folgenden Tagen einfach verhungert. 

Ein Pottwal schwimmt im Hallenbad

Norddorf: Auf der Insel Amrum können Bewohner und Besucher derzeit das Skelett eines großen Pottwals besichtigen. Das wurde in diesem Sommer in einem Hallenbad aufgebaut. Es besteht aus 158 Einzelknochen und stammt von einem im Januar auf der Insel Amrum gestrandeten Walbullen. Walstrandungen sind in der Nordsee ein seit Jahrhunderten bekanntes Phänomen. Die flachen Gewässer mit ihrem großen Tidenhub sind ein schwieriges Revier für Wale. Alleine zwischen Januar und März sind in diesem Jahr (2017) in Norddeutschland 30 Wale in zu flaches Gewässer geraten und verendet. Text H.K.

 
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