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Sonntag, 21. Oktober 2018

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Krokodilsgeschichten, heiter bis tragisch PDF Drucken E-Mail
lesitenkrokodilNoch in den 1970er Jahren stand das Salzwasserkrokodil vor der Ausrottung, dann wurde es unter Artenschutz gestellt. Heute ist es wieder zahlreich an den Küsten der wärmeren Länder anzutreffen – und folgerichtig häufen sich die Zwischenfälle in die Mensch und Krokodil sich verwickeln. Und die oft tödlich enden. Für die eine oder andere Seite.

Kürzlich traf es einen britischen Touristen auf Sri Lanka. Er war mit Freunden an der Küste unterwegs, als ihn ein menschliches Rühren überfiel. Er suchte nach einer Möglichkeit, sich diskret zu erleichtern, kehrte dann aber nicht zu seiner Gruppe zurück. Eine Suche blieb erfolglos. Taucher fanden den Leichnam des jungen Mannes schließlich in der Bucht im flachen Wasser. Sein Körper wies mehrere, krokodilstypische Bissverletzungen auf, besonders stark war das rechte Bein verletzt. Das Gebiet, in dem sich der Zwischenfall ereignete, ist bei den Einheimischen als Krokodilsgebiet bekannt und gefürchtet.

Eine 79-Jährige, verwirrte Frau wurde diesen Herbst im australischen Port Douglas von einem Krokodil getötet. Die Frau wohnte in einem Altenpflegeheim an einem Fluss. Abends kehrte sie nicht von einem Spaziergang zurück. Die Polizei fand bei der Suche nach ihr ihre zerfetzte Kleidung und den Gehstock mit ihrem Namen. Außerdem wurden große Stücke Fleischfetzen von ihr gefunden – typische Erscheinungen nach dem Angriff eines Krokodils. Nachdem schon Wochen zuvor ein fast drei Meter langes Krokodil in der Gegend von Port Douglas gefunden und umgesiedelt worden war, gingen die Behörden von einem neuerlichen Auftauchen eines solchen Reptils aus. Im Hafenbecken des Ortes stellte man deshalb einen Käfig als Falle für das Tier auf. Eine Gruppe junger Männer wollte ihren Mut unter Beweis stellen, schwamm nachts zur Falle hinaus und die Burschen fotografierten sich gegenseitig. Um ihre Großtat zu beweisen, stellten sie die Fotos ins Netz und lösten damit einen erstklassig Shitstorm aus: Von „geisteskrank“, über „idiotisch“ bis „Blödheit des Jahrhunderts“ reichten die Kommentare.

In Australien ist auch die Gegend um Rockhampton (Queensland) als Krokodilsland bekannt. Dort lebt eine große Gruppe von Salzwasserkrokodilen. Vor wenigen Wochen fanden Wildhüter den Kadaver des größten, jemals in Queensland gesichteten Krokodils. Es maß 5,20 Meter länge und wurde erschossen. Die Kriminalpolizei ermittelt, Salzwasserkrokodile stehen unter Artenschutz. Die Wildhüter wissen, dass das Riesenreptil so etwas wie der Chef der Gruppe war und befürchten jetzt Rangkämpfe und Rivalitäten unter den jüngeren Krokodilsmännchen. Wie sich das auf das Verhalten gegenüber den Menschen der Region auswirkt, ist nicht bekannt. Jedenfalls riefen die Behörden die Einheimischen zu erhöhter Vorsicht auf.  Text: Heinz Käsinger, Foto: Molly Ebersold, St. Augustine Alligator Farm

 
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