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MANTA MANIA: Was Sie schon immer über Teufelsrochen wissen wollten... PDF Drucken E-Mail

mm2016_groupbar-300x200Mitforschen erlaubt: Tauchreisen mit Bildungsfaktor sind auf dem Vormarsch. Beim Workshop Manta Mania werden die Gäste des Manta Ray Bay Resorts in Yap selbst zu Feldforschern und assistieren renommierten Meeresbiologen vom „Manta Trust“. Vom 21. bis 28. Februar 2018 geht das Joint Venture von Wissenschaftlern und Praktikanten inmitten der Manta-Paarungszeit bereits in die fünfte Runde in Folge. Dabei gibt es ein gewichtiges Novum: Einen Tag nach dem Workshop geht der Nationalfeiertag „Yap Day“ über die Bühne. Ein Spektakel, während dem die gesamte Inselbevölkerung in Bastrock mit traditionellen Tänzen und Regatten die althergebrachte Kultur zelebrieren. Eine in der Taucherwelt einmalige Kombination! 
 
Meeresbiologe werden... den Traum haben nicht nur Nachwuchs-Taucher. v55a9502Hand auf's Herz: Spätestens, wenn eine klassische Unterwasser-Doku über die Mattscheibe flimmert in der Haie vermessen oder die Größe des Pottwals im Kielwasser geschätzt wird, dann ist bei vielen Pressluftatmern der alte Wunschtraum ganz schnell wieder da. Sabrina Kulse kennt das Spielchen zu gut. „Jahre lang habe ich mich selbst zurückgehalten, bin grundsolide gewesen, aber jetzt habe ich einfach mein Konto geplündert weil ich mir dachte ,Jetzt oder nie'“, berichtet die 37-jährige Bankangestellte aus München und fügt lachend das Wichtigste hinzu: „Bis jetzt habe ich keinen Euro bereut.“ Etwas anderes als „'ne Woche Malediven“ sollte es sein, etwas „mit Input“, wie sie sagt. Weil zu ihrer Liebe zur Unterwasserwelt noch eine besondere Leidenschaft für Mantas hinzukommt, war das Reiseziel nach einem Besuch auf der Interdive-Messe in Friedrichshafen klar: Yap sollte es sein. Und zwar mitsamt Feldforschungs-Workshop in der besten Jahreszeit, um möglichst viele Mantas zu sichten.D.B.

Im Moment wälzt Sabine allerdings einen dicken Ordner mit der Datenbank der einzelnen Tiere und versucht mit ihren Kollegen anhand der am Vormittag geschossenen Fotos von individuellen Fleckenmustern auf der Bauchseite bereits bekannte Mantas wiederzuerkennen. Angesprochen auf den Morgen im Wasser zeigt sich dann aber endlich das Glänzen in den Augen: „Wir hatten am Stammtisch über 90 Minuten lang acht oder neun Mantas, die teilweise nur Zentimeter über unsere Köpfe gesegelt sind“, schwärmt sie erfreulicherweise in Hochdeutsch, „und zwar in knapp fünf Meter Tiefe – das muss man als Außenstehender erst mal nachempfinden können.“    

dsc_4391Solche Begegnungen sind tatsächlich kein Zufall. Auch wenn Mutter Natur immer das letzte Wort hat, sorgte das Team um Szene-Ikone Bill Acker mit denkbar guter Planung für hohe Wahrscheinlichkeiten, was die Sichtung vieler Tiere angeht. So wurde das Event ganz bewusst nicht nur in die Paarungszeit der Teufelsrochen gelegt, sondern auch in eine Vollmond-Woche mit Flut in den Mittagsstunden, in der Mantas ganz besonders aktiv sind. Mit dieser idealen „Sternekonstellation“ kommt es Jahr für Jahr in Yap zu den – jawohl – spektakulärsten Manta-Sichtungen in allen sieben Weltmeeren. Während der Manta Mania-Woche vor zwei Jahren wurden innerhalb von sieben Tagen 30 verschiedene Tiere gesichtet. Schwangere Weibchen gab es ebenso zu sehen, wie gleich drei der berühmten Güterzug-Formationen. Kein Wunder, dass alle Augenpaare auch in diesem Jahr nach anfänglicher Aufregung über die hautnahen Begegnungen auf Details gerichtet waren: Welches Geschlecht haben die Tiere? Sind schwangere Weibchen dabei? Als Clou wurde während der Woche am Außenriff-Tauchplatz Yap Caverns ein Neugeborenes mit weniger als ein Meter Flügelspannweite beobachtet. Das ist für sich genommen schon eine Sensation, denn ähnlich wie bei Schildkröten und Walhaien wissen selbst Biologen nach mehr als einem Jahrhundert Forschung nicht, wo sich deren Jungtiere genau aufhalten. Da musste auch das Wissenschaftler-Quartett aus Dr. Kathy Townsend (Project Manta Australien), Julie Hartup (Manta Trust), Dr. Steve Lindfield (Coral Reef Research Foundation) und der schweizerischen Hai-Biologin Vanessa Jaiteh passen.

img_3818Punkten konnten sie allerdings locker mit ihren abendlichen Multimedia-Vorträgen, die bei frisch Gezapftem aus der Hausbrauerei unter freiem Himmel auf dem Restaurantschiff Mnuw bei allem Informationsgehalt so entspannt über die Bühne gingen wie ein Ortstermin bei den Putzerfischen für des Tauchers liebste Rochen. „Unser langfristiges Ziel ist es, genügend Daten zu sammeln und zu katalogisieren um den langfristigen Schutz der Mantas als wandernde Tiere zu gewährleisten“, erklärt Projektleiterin Julie Hartup schon eingangs. Und das ist beileibe keine Marketing-Floskel um das Event zu rechtfertigen – während die Mantas in den staatlichen Gewässern von Yap und den angrenzenden Meeresgebieten geschützt sind, geht es den Tieren in den Philippinen und Indonesien an die Kiemenspalten und Flossenspitzen. Erstgenannte werden in der chinesischen Medizin genutzt während Zweitere als Ersatz für die Pendents der dezimierten Haie herhalten müssen. Was es bedeutet, eben diese in Indonesien als Haifang-Nation Nummer Eins zu schützen – davon konnte Vanessa Jaiteh als deutschsprachige Dozentin ein (trauriges) Liedchen singen. Was die Schutzbestimmungen in Yap geleistet haben, konnten die Workshop-Teilnehmer während der Tauchgänge am Hotspot „Vertigo“ erleben, wo den Fotografen mehr als einmal an die zwanzig Graue Riffhaie und Schwarzspitzen-Riffhaie förmlich in die Linse schwammen. Solche Akzente wurden vorab als bewusste Gegenpole eingeplant, sonst würde die Stereo-Video-Erfassung von Details der Mantas, die stundenlange Sichtung und Auswertung des Film- und Bildmaterials, das Durchkämmen der Mangrovengürtel als Kinderstube und die Lektionen zu Balz- und Paarungsverhalten der Tiere bei allem Infogehalt zu trocken geraten.

img_1929So standen bei den 16 Tauchgängen auch Drifts am Außenriff und Besuche bei den Mandarinfischen in der Lagune an. „Wir wollen neben dem wissenschaftlichen Aspekt immer noch auf Nummer sicher gehen, dass unsere Gäste auf dem Rückweg das Gefühl haben, das ganze Yap-Erlebnis genossen zu haben“, bestätigt Bill Acker als Eigentümer des Manta Ray Bay Resort auf Anfrage von Atlantis. Neben einer Inseltour mit Besuch der Flugzeug-Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg und dem berühmten Steingeld von Yap bot ein Dorfbesuch die perfekte Gelegenheit um in die traditionelle mikronesische Kultur einzutauchen. Nicht weiter überraschend, dass beim abschließenden Barbeque am Privatstrand eine gehörige Portion Schwermut aufkam. Schließlich schweißt eine Woche gemeinsame Feldforschung zusammen und lässt Freundschaften oder Vergleichbares entstehen, wie Sabine vielsagend zwinkernd mit einem Glas Two Step in der Hand bestätigt. „Wenn es nicht echt ins Geld gehen würde, wäre ich nächstes Jahr glatt wieder dabei. Nur an den Wassertemperaturen könne man hingegen noch feilen: „Hey, 29 Grad Wassertemperatur bei konstanter Lauerhaltung an der Putzerstation – da könnten für mich als Weibchen ruhig ein, zwei Grad mehr drin sein!“ 

mm2016_groupbeachReise-Infos:
Das Manta Ray Bay Resort ist bei allen großen Reiseveranstaltern im Angebot.
Weitere Details und Berichte zu den vorangegangenen Events: www.mantaray.com/manta-mania

Preisbeispiel: Die Erlebniswoche vom 21. bis 28. Februar 2018 (mit optionaler Verlängerung zum Kultur-Highlight Yap Day) kostet im Doppelzimmer $1699 (Standard-Zimmer), $1799 (Ocean View-Zimmer), $1999 (Deluxe Ocean View-Zimmer). Inkludiert sind dabei: Übernachtungen mit Frühstück, Workshops, Tauchgänge, Nitrox, Ausflüge, Flughafen-Transfers, Strandbarbeque sowie ein Mittagessen in einem lokalen Dorf.

Flüge: Bill Acker selbst ist gerne behilflich bei der Reiseplanung und der Buchung regionaler Flugtickets zum Vorzugspreis (ab/an: Tokio, Manila, Palau, Guam). Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können  
 
Tipp: Bei Anreise bis zum 31. Dezember diesen Jahres gilt noch das Jubiläums-Special zum  dreißigjährigen Bestehen der Yap Divers!  Einzelreisende bekommen bei Buchung von mindestens 7 Nächten/ 5 Tauchtagen drei zusätzliche Übernachtungen geschenkt, ab 14 Nächten / 11 Tauchtagen sogar sechs Gratis-Übernachtungen. Gruppen mit mindestens zahlenden 10 Teilnehmern erhalten bei allen Paketen drei Freiplätze.

 
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