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Freitag, 7. August 2020

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Baselworld 2009 PDF Drucken E-Mail

Crisis? What Crisis?

aufmacherVon Heinz Käsinger

Mit gedämpften Erwartungen reiste man an – und nahezu euphorisch wieder ab: Die Baselworld 2009 ließ Aussteller wie Besucher die Krise vergessen. Der Welt wichtigster Gradmesser in Sachen Uhren und Schmuck bewies einmal mehr, dass der Markt für Luxusgüter nahezu unabhängig von der gerade herrschenden Konjunktur läuft.   

François Thiébaud, der Präsident des Ausstellerkomitees, brachte die Baselworld 2009 auf den Punkt: „Von den Besucherzahlen her war es sicherlich keine Rekordmesse, aber das Orderverhalten war eines der besten seit Jahren.“ Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise war dies vor der Messe alles andere als klar. Jean-Christophe Babin, Vorstandssprecher von Tag Heuer, sprach im Vorfeld gar vom „entscheidenden Rendez-vous der gesamten Uhrenbranche mit dem Markt.“ Ein Rendez-vous, das nicht nur für die Uhren- sondern auch für die Schmuckhersteller bestens verlief. So meldete der Ausstellerbeirat nach Messeschluss: „Die Baselworld 2009 lag weit jenseits aller Erwartungen.“

Nicht zuletzt liegt der Erfolg der Basler Uhren- und Schmuckmesse in der Qualität der angebotenen Produkte. Wobei sich Qualität nicht unbedingt über den Preis definiert. Pfiffige Lösungen und ausgefallenes Design müssen nicht unbedingt teuer sein. Chris Benz, ebenfalls mit eigenem Stand in Basel vertreten und der Tauchergemeinde bestens durch seine „shark proof“ Taucheruhren bekannt: „Wir sprechen mit unseren Produkten auch ein junges Publikum an. Da entscheidet zwar oft der Preis aber in genau so vielen Fällen kommt es auf Individualität und Originalität einer Uhr an.“

Für tauchendes Publikum ist die Messe vor allem interessant, weil hier die Trends in Sachen wirklich hochwertiger Taucheruhren gesetzt werden. Kaum ein Edelhersteller, der sein Sortiment nicht um mindestens eine edle Tauchtaugliche erweitert hat. Auffallend ist hier vor allem der Ehrgeiz, mit dem die Hersteller die maximalen Einsatztiefen ihrer Pretiosen weiter vorantreiben. Sinn machte in dieser Hinsicht vor zwei Jahren den Anfang und präsentierte mit seiner U-Reihe Modelle, die druckfest bis 1000 Meter sind. Andere Hersteller, zum Beispiel Kenzo (mit der Kazimon Eintausend), zogen nach. Vorläufiger Höhepunkt ist eine Taucheruhr vom spanischen Uhrmacher Pita, die gänzlich ohne Durchführungen auskommt und die bis sagenhafte 5000 Meter reicht. Indes, kein Taucher wird in nächster Zeit solche Tiefen erreichen können. Lothar Schmidt, der Geschäftsführer von Sinn: „So spektakuläre Tauchtiefen dienen vor allem der Imagebildung beim Endverbraucher und innerhalb der Branche signalisiert es dem Mitbewerb: «Schau mal, was wir alles draufhaben.»“

Die Messe in Zahlen: 93900 Besucher wollten die Exponate von 1952 Ausstellern sehen. Mit mehr als 115000 Quadratmetern Standfläche war das Baseler Messegelände voll belegt. Und mit 2973 akkreditierten Journalisten (darunter zwei ATLANTIS-Reporter) war das Medieninteresse so hoch wie nie: Journalistenrekord!

Ausgefallenes fürs Handgelenk

omega2Retrodesign von Omega

Mit der „Marine 1932“ baute Omega die erste Taucheruhr der Welt. Allerdings nach einem ganz anderen Konzept, wie wir es heute kennen: Die eigentliche Uhr war rechteckig angelegt und ganz normal, d. h. nicht wasserdicht, gebaut. Die Krone saß an der Stirnseite. Diese Uhr wurde dann in ein auf Tausendstel Millimeter gefertigtes wasserdichtes Gehäuse mit Sichtscheibe eingeschoben. Zur Prüfung der Wasserdichtigkeit wurde sie im Genfer See auf 73 Meter versenkt. Der Ozeanforscher William Beebe nahm ein Exemplar mit auf 14 Meter Tauchtiefe und urteilte danach: „Die Omega Uhren werden ein neues Zeitalter in der Tauchtechnik einläuten.“ In der Tat bildete das Modell Marine den Grundstock für die ab 1948 entstehende Seamaster-Reihe. Die neue Marine 1932 wird ab 2009 verfügbar sein. Sie hat ein Gehäuse aus Weißgold und ein Außengehäuse aus Rotgold. Auch das Uhrwerk (Kaliber 2007) genügt modernsten Ansprüchen. Allerdings: Wer ein modernes Exemplar erwerben will, braucht Glück. Die Baureihe ist auf 135 Exemplare limitiert. Ebenfalls neu aufgelegt wird in diesem Jahr die Seamaster 600, genannt PloProf. Die ursprüngliche PloProf stammt aus dem Jahr 1970. www.omega.ch                          

 

ulysse-lady1Ulysse-Nardin für Damen

Die Lady Diver von Ulysse Nardin ist zum Tauchen eigentlich zu schade. An vielen Stellen der Uhr funkelt und glitzert ein Brilli, fast zerbrechlich wirkt die Uhr, die es in vielen möglichen Farben, auch und vor allem Pastelltönen, gibt. Zur Technik: Die Lady Diver ist bis 100 Meter Tiefe dicht. Herzstück der Uhr ist das Automatik-Kaliber UN-810, das die Werkstechniker in ein 40 Millimeter Durchmesser aufweisendes Stahlgehäuse gepackt haben, das mit einem Saphirglas gedeckelt wurde. Besonders gut gefallen hat uns die Farbvariante in Klogrün. Ab 7000 Euro geht’s los, das Spitzenmodell mit besonders vielen Diamanten besetzt kostet rund 16000 Euro. www.ulysse-nardin.com

 

 

orisprodiverMilitärs stehen auf Oris

Gerade eben hat die schweizer Uhrenmanufaktur Oris italienische Marinetaucher mit dem Modell „Pro Diver“ ausgestattet. Es handelt sich nicht um die klassische Taucheruhr mit möglichst wenigen Durchführungen sondern ganz bewusst haben sich die Militärs für einen Chronographen entschieden. Pate bei der Entwicklung der Uhr standen die Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen (WTD 71) der deutschen Bundeswehr, das Scottish Underwater Centre und der schweizerische Offshoretaucher Roman Frischknecht, dessen Erfahrungen und Wünsche in die Uhr mit eingesetzt wurden.  www.oris.ch                

pitaPita taucht 5000 Meter tief

Das kleine Uhrmacherhaus Pita hat seinen Sitz mitten in Barcelona. Dort werden alte Uhren repariert und neue Uhren verkauft. Auch und vor allem Uhren der eigenen Marke Pita. Der Patron des Hauses, Aniceto Jiménez Pita, baut auch eine eigene Taucheruhr. Diese ist etwas ganz besonderes, bis 5000 Meter Tiefe dicht und ohne jede Durchführung. Wie das funktioniert, verrät der rührige Katalane nicht, seine Informationen beschränken sich auf den Hinweis, dass es sich um eine neuartige patentierte Lösung handelt. Die Pita Oceana wurde erstmals auf der Baselworld 2008 als Prototyp vorgestellt, ist aber erst dieser Tage in Serie lieferbar. www.pita.es

rolexRolex: Der Klassiker schlechthin

Jacques Piccard trug eine Rolex bei seinem legendären Tieftauchrekord, Sir Edmund Hillary hatte bei der Erstbezwingung des Mount Everest eine am Handgelenk. Seither gilt eine Rolex als schicke und vor allem unverwüstliche Armbanduhr. Mit der „Submariner Date“ stellt das Unternehmen ein neues Modell in Stahl und Gold vor. Erhältlich ist es mit blauem oder schwarzem Zifferblatt, die Tauchtiefe beträgt 300 Meter. www.rolex.com       

 

chrisbenzChris Benz in kaimangrün

Einen Taucherchronographen samt eingebautem Tiefenmesser präsentierte Chris Benz auf der Baselworld. Die Ausführung in kaimangrün ist weltweit auf 1000 Exemplare limitiert. Der Chronograph ist bis 200 Meter Tiefe wasserdicht und wird mit Kautschuk- und Metallband im Set geliefert einschließlich eines Werkzeugs zum Wechsel des Armbands. Übrigens: Auf dem Kautschukband ist nach alter Väter Sitte eine Dekotabelle aufgedruckt. So kann man Dank des eingebauten Tiefenmessers auch ohne Computer abtauchen. Der Preis beträgt 570 Euro.           www.chrisbenz.de

 
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