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Zufallsfund: Sporttaucher heben neun Kilogramm Gold PDF Drucken E-Mail
Dass Israel die Supermacht der Archäologie ist, wurde am Wochenende einmal mehr bestätig:
Sporttaucher fanden vor Caesarea einen neun Kilogramm schweren, rund eintausend Jahre alten und vor allem unschätzbar wertvollen Goldschatz. Fünf Hobbytaucher trauten ihren Augen nicht. Da lagen doch tatsächlich hunderte von Goldmünzen vor ihnen, einfach so auf dem Meeresgrund. Später stellte sich heraus, dass es fast 2000 Münzen aus der Zeit der Fatimiden waren, die die Glückspilze entdeckt hatten. „Das ist der größte, jemals in Israel gefundene Goldschatz“, kommentiert Jacob Sharvit von der Israel Antiquities Authority (IAA). „Insgesamt wiegt er neun Kilo und ist von unschätzbarem Wert“. Erst haben die Tauchergruppe gedacht, sie seien auf Spielgeld gestoßen. Dann sammelten sie einige Münzen und brachten sie dem Vorstand ihres Taucherclubs, der wiederum die Behörden informierte. Die Fachleute der IAA um Jacob Sharvit bargen schließlich den riesigen Rest. Ein Wintersturm hatte vermutlich den Meeresboden aufgewühlt und die Goldstücke freigelegt. Die Fatimiden beherrschten die Region von 909 bis 1171. Meeresarchäologe Sharvit von der IAA sagte, der Schatz stamme vermutlich von einem Schiffswrack, das Steuereinnahmen an Bord hatte. Es könne sich aber auch um ein untergegangenes Handelsschiff gehandelt haben. „Die Münzen sind in einem exzellenten Zustand, obwohl sie tausend Jahre auf dem Meeresboden lagen“, schwärmt er. Auf mehreren Münzen sind Abdrücke und Bissspuren zu erkennen, damals eine der wenigen Möglichkeiten, die Goldmünzen rasch und zuverlässig auf Echtheit zu prüfen. Ausgrabungen am Meeresgrund sollen nun weitere Erkenntnisse liefern. Sharvit bedankte sich bei den Hobbytauchern: „Sie sind vorbildliche Bürger mit Herzen aus Gold, die Israel und seine Geschichte lieben.“
 
PS: So ein Mist! ATLANTIS-Chef Heinz Käsinger hat um den versunkenen Hafen von Caesarea herum Dutzende von Tauchgängen absolviert – leider ohne Münzfund. Ob er die Pretiosen wohl gemeldet hätte?
 
Unter-Wasser-Weltrekord PDF Drucken E-Mail

Zwei Amerikaner bleiben 73 Tage, zwei Stunden und 34 Minuten unter Wasser

uw-rekord1Bruce Cantrell (63) und Jessica Fain (25) haben es geschafft: Mit mehr als 73 Tagen sind sie die beiden Menschen, die bisher am längsten unter Wasser verharrt haben. Der bisherige Rekord von 69 Tagen und 19 Minuten von Richard Presley, aufgestellt 1992, wurde also um mehr als vier Tage überboten. Zum Vergleich: Jacques Cousteau und seine Gruppe blieben in den 1960er Jahren nur etwas über einen Monat im Unterwasserdorf Precontinent II in Shaab Rumi. Allerdings mit sehr viel einfacheren Mitteln und mindestens fünf Stunden Arbeit täglich.

Auch Cantrell und Fain arbeiteten, wenngleich nicht körperlich. Die Naturwissenschaftler wollten durch diesen Rekordversuch Jugendliche zum Lernen motivieren und referierten jeden Tag für mehrere Stunden per Videoübertragung in mehrere Bildungseinrichtungen: „Nach der Schul- und Universitätszeit verlieren die meisten Menschen plötzlich das Interesse an Bildung“, klagt der Biologe Bruce. „Mit unserer Aktion wollen wir etwas dagegen tun.“

Cantrell und Fain lebten während ihres knappen submarinen Vierteljahres in einem 28 Quadratmeter großen Habitat vor Key Largo im Süden Floridas. Jeweils 14 Monate lang bereiteten sich die beiden auf ihr Abenteuer vor. Beide sind Professoren am Roane State Community College, einer kleinen Hochschule in Tennessee, Hunderte von Meilen vom Meer entfernt, also. „Unsere Bleibe hat etwa den Komfort eines Wohnmobils“, gab Jessica per Telefon nach oben durch.

Die Technik des Habitats aber gleicht eher der einer Raumfähre. Mehrere unabhängig voneinander arbeitende Kommunikationssysteme, eines davon ein stromloses Analog-Kabelgerät, stellten die dauernde Verbindung sicher. Dazu gab es WLAN und Fernsehen. Mehrere Kompressoren hielten den Druck in der Tiefe konstant auf einem bar.  Zahlreiche Rettungstaucher hielten rund um die Uhr Wache – um in einem Notfall sofort eingreifen zu können. Ein Team von Medizinern überwachte regelmäßig die Körperdaten der beiden. Aus Sicherheitsgründen wurde nur leichte Kost gegessen und Alkohol war verboten. Das Essen, Getränke, frische Wäsche und weitere Dinge des persönlichen Bedarfs wurden mindestens ein Mal täglich von Tauchern nach unten gebracht.

Überhaupt, wer meint, die beiden führten dort unten ein einsames Leben, der täuscht sich. Jessica erhielt regelmäßig Besuch von ihrem Mann und ihren Kindern, auch Tauchtouristen kamen ab und zu auf ein Schwätzchen vorbei. Steve Philipp aus Miami: „Da stellst Du Dich auf Korallenfische und Seekühe ein und dann triffst Du zwei Menschen in T-Shirt und Jogginghose. Verrückt!“ Auch ein Arzt musst einmal in der Zeit abtauchen, Bruce hatte sich eine Infektion eingefangen. Darüber hinaus aber lief alles glatt und beide Abenteurer tauchten wohlbehalten wieder auf.

Das Habitat, in dem Jessica und Bruce ihren Rekord aufstellten, wurde übrigens nicht eigens dafür gebaut sondern ist eine feste Einrichtung Key Largos: In der „Jules Verne Untersea Lodge“ nächtigen sonst ganz normale (Tauch-) Touristen – für 675 US-Dollars pro Nacht. Die spinnen halt, die Amis. H.K.

 
Das U-Boot zum Anziehen PDF Drucken E-Mail

exosuitDer neue Tauchanzug „Exosuit“ ist ein Enkel des JIM-Suit aus den 1970er Jahren und ein Sohn des Newtsuit aus den 1980-ern. Mit einem großen Unterschied: Während Jim- und Newtsuit von einem Tender (Plattform oder Schiff) versorgt werden mussten und an ihm auch hingen, ist der Exosuit autonom.

Im Grunde handelt es sich um einen Panzertauchanzug. Gefertigt ist er aus Aluminium, das zum Schutz gegen das aggressive Salzwasser spezialbeschichtet ist. Für einen ausreichenden Sichtwinkel sorgt eine Glasglocke über dem Kopf. Die Hände bedienen sowohl Greifarme, mit denen der Taucher Gegenstände aufnehmen kann als auch eine HD-Kamera (rechtsseitig über dem Helm angebracht) und die linksseitige Beleuchtung.

Der Anzug ist für eine Tauchtiefe von maximal 300 Metern gefertigt. Große Tanks auf dem Rücken sorgen für ausreichend Luft für diese Tiefe, wobei der Taucher Atmosphärendruck, das heißt ein bar, atmet (damit entfällt auch das Problem mit der Dekompression). Und weil der Pressluftvorrat durch den Umgebungsdruck nicht zusätzlich verdichtet wird, ist ein verhältnismäßig geringer Luftvorrat auch für längere Zeit und diese große Maximaltiefe ausreichend.

Für Bewegungsfähigkeit sorgen Elektromotoren, die Propeller antreiben und insgesamt 1,6 PS Leistung entwickeln. Bewegt und gesteuert wird der Anzug über Fußpedale. Die Tauchzeit kann bis zu 50 Stunden betragen, wobei man das Problem mit den menschlichen Bedürfnissen noch nicht abschließend lösen konnte.

Jim- und Newtsuit waren früher zur Exploration unterseeischer Bodenschätze und weitere gewerbliche Anwendungen (z. B. Bergungen und Arbeiten an Pipelines) gemacht gewesen. Der Exosuit ebenso. Doch bald bemerkte man auch seine Vorteile speziell in der Archäologie. Pate bei der Entwicklung stand das renommierte Ozeanografische Institut von Woods Hole, Massachusetts (USA). Dieser Tage wird der Exosuit erstmalig bei einer archäologischen Forschungsreise eingesetzt. Ein amerikanisches Archäologenteam macht sich auf vor die griechische Insel Antikythera. Dort fanden, schon im Jahr 1900, Schwammtaucher in einem römischen Wrack eine Art antiken Computer: Ein kompliziertes Räderwerk aus Bronze. Dieses Astrolabium aus der griechischen Spätantike zeigte einen Sonnenkalender, einen Mondkalender, Mond- und Sonnenfinsternisse und die Zeit zu den nächsten Olympischen Spielen an. Es war somit schon rund 100 Jahre vor unserer Zeitrechnung um ein Vielfaches leistungsfähiger als vergleichbare astronomische Uhren des Mittelalters. Der Tauchplatz wurde gesperrt, die Amerikaner sollen ihn jetzt endgültig erforschen.

Auch der amerikanische Filmemacher James Cameron („The Abyss“) hat schon Interesse am Exosuit angemeldet. Der soll in einem seiner kommenden Filme auftauchen – und abtauchen natürlich.H.K.

 
Tauchausbildung: ProTec und VIT arbeiten zusammen PDF Drucken E-Mail

Am 28.12.2014 unterzeichneten die beiden namhaften Tauchsportverbände ProTec (Professional Technical Diving) und VIT (Verband der Internationalen Tauchschulen) das „Verbundprojekt Österreich“. Die beiden Verbände widmen sich in Zukunft gemeinsam der Tauchaus- und weiterbildung in Österreich. Verbundkoordinator und Examiner ist Ernest Turnschek, der Inhaber von Tauchsport Yachtdiver Weissensee (www.yachtdiver.at). Von dieser Kooperation profitieren sowohl Tauchlehrer (Anerkennung ihrer Prüfungen nach CMAS und RSTC-Standard), als auch Freizeit- und Hobbytaucher. Die gemeinsame Tauchlehrer-Akademie ist nämlich ganzjährig geöffnete und bietet Kurse und Weiterbildungsseminare im Bereich des Sport- und technischen Tauchens sowie Praktika an. Ein ganz besonderer Schwerpunkt der Akademie wird im Bereich des Süß- und Kaltwassertauchens liegen. Beim Kursprogramm technisches Tauchen profitiert der Verbund von der großen Erfahrung und dem langjährigen Know How ProTecs auf diesem Sektor. Kooperationen mit Partnern wie Aquamed, DAN und zahlreichen Universitäten, runden das Angebot des Verbundes ab.

Ein weiterer Service steht ausschließlich Tauchlehrern und -schulen der Verbundpartner zur Verfügung: Diese können zukünftig hochwertiges Equipment wie Scooter, Vollgesichtsmasken oder Rebreather für ihre Kurse über den Verbund anmieten. Ansprechpartner für Tauchlehrer und Taucher ist die Servicestelle ProTec-VIT Austria mit Sitz in Techendorf am Weissensee – Ernest Turnschek 0043(0)664/46 04 080.

 
Jordanien – Wüste und Mehr PDF Drucken E-Mail
petra 2Jordanien versteht sich als Ziel für Familien-, Abenteuer- und Ökourlaub. Für den Urlaub im Königreich spricht einiges. Die recht kurze Anreisezeit macht Jordanien auch für einen einwöchigen Urlaub recht interessant. Die Tauchplätze am Roten Meer sind sehr abwechslungsreich und für jede Ausbildungsstufe geeignet. Durch die kurzen Anfahrtswege zu den Tauchplätzen bleibt noch genügend Zeit um Einiges in Jordanien zu erleben und zu entdecken. So werden Quadtouren in der Wüste angeboten aber auch Ausflüge in die Wüste (Wadi Rum) oder zum Weltkulturerbe „Petra“. Daneben gibt es noch rund 100 Dinge rund um Aqaba zu sehen und zu erleben. 8 Tage Unterkunft mit Vollpension, 5 Tage a 2 Tauchgänge, Tagesausflug Petra und Tagesausflug Wadi Rum, Flug ab Deutschland inkl. Tauchgepäck und Transfer kosten ab 1099 € p.Person. Kontakt und weitere Infos unter: www.tauch-traeume.de, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können , +49 (0)2297 9098560.
 
Schatzsuche in den Höhlensystemen Mexikos PDF Drucken E-Mail

florian_huberIn den Jahren 2009 bis 2012 wurde von Florian Huber und drei weiteren Forschungstauchern des Kieler Instituts für Ur- und Frühgeschichte die gefluteten Höhlensysteme und Cenoten  im nördlichen Teil der mexikanischen Halbinsel Yucatán untersucht.  2012 entstand daraus der Kinofilm „Verborgene Welten – Die Höhlen der Toten“.

Die Dokumentation begleitete die vier Forscher auf ihrer abenteuerlichen Entdeckungsreise in diese Verborgenen Welten. Durch Spalten und Löcher, kaum größer als ihre Körper, dringen sie an Orte vor, die bis heute nur wenige besuchen konnten. Bei einem Tauchgang, der vom Urwald bis ins Meer führt, stoßen sie auf Überreste von Menschenopfern, prähistorische Feuerstellen und urzeitliche Tierskelette. Um dies realisieren zu können, betrat die Dokumentation auch in technischer Hinsicht Neuland: eigens entwickelte Kamerasysteme und Unterwassergehäuse wurden konstruiert um den besonderen Bedingungen und Belastungsproben dieser Ausnahmetauchgänge standhalten zu können.

Bei den Cannes Corporate Media & TV Awards 2013 erhielt der Film als beste Dokumentation den Goldenen Delphin in der Kategorie „Adventure & Travel“. Dazu kann „Verborgene Welten“ ebenfalls einen Schwarzen Delphin in der Kategorie bester Einsatz von 3D vorweisen, der den enormen technischen Aufwand der eigens entwickelten Kamerasysteme würdigt, die die einmaligen Unterwasseraufnahmen erst ermöglichten.

https://www.youtube.com/watch?v=c8KIpeSpCqA

 
App: Wale und Delfine für alle interessierten Wal- und Delfinbeobachter PDF Drucken E-Mail
screen_3Das App ist für iPad und iPhone erhältlich über iTunes im Apple Store. Hier der Link für die App:

iPad: https://itunes.apple.com/de/app/whaleguide-fur-ipad/id580503002?mt=8

iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/whaleguide-fur-iphone/id580501787?mt=8

Wenn iTunes auf dem Computer installiert ist, sollte sich automatisch iTunes öffnen und direkt die App im AppStore anzeigen. Ist kein iTunes installiert, wird die Web-Version vom AppStore angezeigt. Wird der Link auf dem iPad oder iPhone angeklickt, landet man ebenfalls automatisch im Appstore.

Beschreibung der App:

Das umfassende und ausführliche Wale und Delfine Lexikon für Ihr iPad und Ihr iPhone. Diese App bietet unzählige Informationen für jeden Whale Watcher, weltweit. Wenn Sie Wale und Delfine beobachten, werden Sie mit dieser App zum Spezialisten. Auch wenn Sie Wale und Delfine fotografieren oder filmen wollen, wird diese App Ihnen helfen bessere Aufnahmen zu machen, weil Sie wichtige Informationen über das Verhalten der Tiere erhalten.  67 Wal- und Delfin-Arten werden sehr detailliert und leicht verständlich erklärt.#990000In dieser App finden Sie: Spektakuläre Fotos, Identifizierungshilfe (Finder), Informationen über Taxonomie, Beschreibung, Quick-ID, Kennzahlen, Verhalten, Tauchverhalten, Nahrung, mögliche Hot Spots, Reproduktion, Wissenswertes, Populärnamen, Wissenschaftlicher Name und Verbreitungsgebiete inklusive GPS Anbindung. Diese Wale und Delfine App enthält über 150 spektakuläre Fotos von Walen und Delfinen namhafter Fotografen. Zusätzlich können Sie mehr als 170 Bilder für diese App kaufen. Sie werden dann automatisch in Ihre App eingefügt.

screen_2Im Finder können gesichtete Wale und Delfine bestimmt werden. Anhand von einigen Details, die Sie vom Boot aus gesehen haben, hilft der Finder bei der Bestimmung der Wal- und Delfin-Arten. Über GPS können die Wale und Delfine, die an Ihrem jeweiligen Aufenthaltsort vorkommen können, angezeigt werden und so die Bestimmung in Verbindung mit dem Finder erleichtern. Zusätzlich können Sie bei der Planung Ihrer nächsten Reise herausfinden, welche Wale und Delfine Sie an Ihrem Urlaubsort antreffen können.

Die App wurden geschrieben von Ralf Kiefner, dessen Buch "Wale und Delphine, weltweit" in 5 Sprachen übersetzt wurde und allgemein als "must have" der Walbeobachter gilt. Die Fotos (und spätere Video-Clips) wurden im Laufe von über 20 Jahren zusammengetragen.

Highlights:

screen_1-Lexikon mit 67 Wal- und Delfin-Arten, mit sehr detaillierten Beschreibungen und Informationen über das Verhalten der Tiere (über 120.000 Worte, recherchiert in Literatur führender Wissenschaftler) *

-Verbreitungsgebiete mit GPS Anbindung

-Finder, Wale und Delfine können nach bestimmten Merkmalen identifiziert werden

-über 100 spektakuläre Fotos, zusätzlich weitere 100 beeindruckende Bilder als InApp-Kauf

-Video-Clips als InApp-Kauf erhältlich (später)

* (noch ohne Schnabelwale, diese werden später per kostenlosem Update nachgeliefert)

 
Reisewarnung Ägypten kritisch betrachtet PDF Drucken E-Mail

H.K.

Schon vor der Revolution gab es in Ägypten immer wieder Terroranschläge auch auf Touristenziele.  Am 17. November 1997 kamen bei einem Anschlag in Luxor 58 ausländische Touristen ums Leben (mehr Info hier) . Es folgten in kurzen zeitlichen Abständen weitere Anschläge. Eine Aufzählung der wichtigsten Ereignisse findet man bei Wikipedia . Nun könnte man annehmen, dass Ägypten spätestens seit den späten 90er Jahren ein Dauergast auf der Liste der Länder war, für die das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgegeben hatte. Weit gefehlt. Die Tourismusbranche in Ägypten erlebte einen Aufschwung, die Deutschen avancierten zur zweitwichtigsten Urlaubergruppe des Landes. Insbesondere die Taucher waren unerschrocken und flogen in ihren geliebten Tauchurlaub am Roten Meer oder auf den Sinai, Anschläge konnten sie nicht davon abhalten. Warum hat sich das geändert? Wir wissen, dass viele Taucher noch immer Hände ringend nach Möglichkeiten suchen, ihren Tauchurlaub in Ägypten zu verbringen, allerdings machen ihnen die Fluggesellschaften seit Jahren einen Strich durch die Rechnung. Flüge werden storniert, oder es werden erst gar  nicht ausreichend Flugverbindungen  zu den üblichen Tauchzielen angeboten. Ägypten ist nun Dauergast auf der Liste der 'gefährlichen Länder'. Was steckt dahinter? Gibt es hierfür wirtschaftliche oder politische Motive? Die Anschläge alleine können wohl kaum der Grund für die Reisewarnungen und Flugstornierungen sein, was alleine die geschichtliche Entwicklung der Anschläge in Ägypten beweist.

Im Anhang finden Sie eine ungekürzte Stellungnahme von SUBEX, einem Unternehmen, das seit über 20 Jahren erfolgreich im Tauchtourismus in Ägypten tätig ist:

Nach September letzten Jahres hatten wir „Ausgewanderten“ eigentlich gehofft, mit diesem Thema endlich abgeschlossen zu haben: Der Reisewarnung.
Doch erneut haben sich einige Europäische Staaten – speziell Deutschland, die Schweiz und Italien – entschlossen eine Reisewarnung – diesmal für den Sinai – herauszubringen.
Deutschland ging sogar so weit eine sofortige Abreise zu empfehlen, mit den allseits bekannten Konsequenzen.
Die Schweiz agierte zurückhaltender und rät von „Reisen auf die Sinai-Halbinsel einschliesslich aller Badeorte (u.a. Dahab, Sharm el-Sheikh, Nuweiba)“ dringend ab, Taba namentlich zu erwähnen hat man hier wohl vergessen.
Italien belässt es gar bei einem milden „es wird nicht empfohlen Reisen auf die Sinai-Halbinsel einschliesslich der Badeorte Sharm El Sheikh, Dahab Nuweiba und Taba zu unternehmen...“
Und dennoch....
Die Reiseveranstalter – speziell die Branchengrößen TUI, Thomas Cook, Kuoni und Hotelplan – stellten die Flüge in die Region ein, gerade jetzt zu Beginn der Saison. Reisen werden storniert oder umgebucht auf die Festlandregionen des Roten Meeres. Ein Schnitt ins eigene Fleisch, sollte man meinen. Aber nur auf den ersten Blick.
Warum gerade jetzt? Es hat einen Anschlag gegeben, im israelisch-palästinisch / ägyptischen Grenzgebiet, im äußersten Norden der Sinai Halbinsel, einer Region, vor der schon lange gewarnt wird, auf allen Seiten der Grenzen. Mehrere Menschen mussten dort Ihr Leben lassen. Dies ist zugleich zutiefst traurig wie unverzeihlich und die verantwortliche radikale Gruppe droht zudem mit weiteren Anschlägen. Dies sind Tatsachen, dies können und wollen wir nicht in Frage stellen oder beschönigen.
Dennoch erlauben wir uns die getroffenen Massnahmen zu hinterfragen.
Warum stufen einige europäische Nationen die Lage so ein, dass Sie von Reisen nach Sharm El Sheikh, Dahab, Nuweiba und Taba abraten, während mit Stand von heute (09.03.2014) unter anderem auf den Seiten Englands, Frankreichs und Österreichs von Reisen in die genau gleichen Regionen ausdrücklich NICHT abgeraten wird?
Ist denn nur für Deutsche, Schweizer und Italiener eine Gefährdungssituation gegeben? Wohl kaum. Interessieren sich die anderen europäischen Nationen weniger für Ihre Bürger? Wohl auch nicht! Was ist es dann?
Viel bleibt da nicht übrig, nüchtern betrachtet. Geht es eventuell gar um wirtschaftliche Interessen?
Deutschland, die Schweiz und Italien stellen einen beträchtlichen Anteil der Touristen in Ägypten, die Reiseveranstalter und Reisenden dieser Länder profitieren seit Jahren von sinkenden Preisen.
Dies tun sie auf Kosten des Gastlandes, auf Kosten der dort lebenden Menschen. Sinkende Preise bedeuten weniger Gehalt, weniger um die Familie zu ernähren, kein Geld für Schulgebühren, Bücher und Kleidung. Dabei weiß ein jeder von uns „gebildeten Europäern“: Für eine Demokratie braucht es Bildung, braucht es eine Sicherung der Grundbedürfnisse. Beides kostet Geld.
Und Demokratie wird erwartet, von Europa, von der westlichen Welt! Gleichzeitig aber wird erneut übermäßig reagiert, wird erneut die finanzielle Grundlage dieser Demokratie für Millionen von Ägyptern entzogen. Mit was sollen der Prozess der Demokratisierung und die geforderte Sicherheit denn bitte schön noch bezahlt werden? Sicher nicht von arbeitslosen Kellnern, Zimmermädchen, Taxichauffeuren und schlecht bezahlten Polizisten.
Doch scheinbar kümmert dies die in Sicherheit und Wohlstand lebenden Unternehmen wenig; Hauptsache Gewinnoptimierung.
Nun fliegen große Reiseveranstalter – seit gestern (08.03.2014) sogar verlängert bis Ende April anstelle Mitte März - nicht mehr in den Sinai. Kurzfristig bedeutet dies sicher einen finanziellen Einbruch, auch für die Big Player. Langfristig wird das anders aussehen – und schon füllen sich die Resorts der Konzerne auf der „anderen“ Seite Ägyptens.
Warum diese zeitliche Beschränkung? Wird die Reisewarnung dann etwa wieder aufgehoben? Das kann wohl keiner sagen – oder besser: das sollte keiner sagen können, außer den zuständigen auswärtigen Ämtern. Ist eine Terrorismus-Drohung in 14 Tagen oder in einem Monat weniger real? Nein! Die Sicherheitslage in der Region um Sharm El Sheikh, Dahab und Nuweiba wird dann noch genauso sein wie jetzt – aus unserer Sicht ohne erhöhten Anlass zur Sorge.
Bemerkenswert ist doch, dass bisher das Preisniveau des Sinai deutlich über dem der anderen Rotes- Meer- Regionen lag. Abzuwarten bleibt, ob das auch weiterhin der Fall sein wird. Schon einmal blieben die Flieger aus, die Preise gingen runter. Teils auf Druck der Veranstalter, die die Gelegenheit nutzen, um neue, noch niedrigere Preise auszuhandeln.
Damit können „die Europäer“ auch weiterhin zum Schnäppchenpreis in die Sonne fliegen! Ein dreifach Hurra!
Langfristig wird damit die Lebensader eines Landes systematisch ausgepresst, der Preisverfall macht wirtschaftliches Arbeiten immer schwerer. Dringende Ökologische Errungenschaften, die in Jahrzehnten am und im Roten Meer erkämpft und erhalten wurden, fallen dem Massentourismus und der zunehmenden Verarmung der Bevölkerung wieder zum Opfer.
Und wo stehen wir „Auswanderer“ in all diesem Wirrwarr? Kopfschüttelnd am Rande, an der Aussenlinie. Ungehört, ungefragt... unerwünscht?
Wertigkeit zu schaffen war und ist das Anliegen vieler Unternehmen hier, soziale Wertigkeit, Qualität, Sicherheit. Dies alles wird nun erneut in Frage gestellt, wird erneut zur Zerreisprobe zwischen unternehmerischem Denken und sozialer und ökologischer Verantwortung gemacht. Auf dem Altar dieser „Geiz ist geil“ Mentalität wurde schon viel geopfert: Die seltenen Erden unserer Computer werden von Kindern in giftiger Umgebung zurückgewonnen, die Erde nicht nur vom Öl leergepumpt. Riffe werden erst geschützt und nun gnadenlos wieder befischt und dort Anker geworfen. Nach uns die Sintflut? Auf diesem Weg bestimmt.
Nachhaltiger, verantwortungsvoller Tourismus hat nicht nur Sinn, er hat auch einen Preis. Die Daumenschrauben die – ob nun mit dem Mittel oder vor dem Hintergrund von Reisewarnungen - durch die Reiseveranstalter diktiert werden, haben aufgehört zu zwicken; sie beginnen sehr zu schmerzen.
Natürlich muss die Einschätzung von Risiken sein, für Unternehmen, für Staaten. Natürlich müssen die Bürger unserer Länder geschützt werden vor Gefahren, müssen zumindest gewarnt sein. Aber warum herrscht keine Einigkeit darüber, wie weit die Warnung gehen muss? Warum – wenn für ganz Ägypten gedroht wird – werden nur die finanziell noch etwas unabhängigen Regionen „gesperrt“ – und warum, nochmal, nur von Einzelnen Unternehmen wie Ländern?
Demokratie fordern aber im gleichen Zuge deren Finanzierung zugunsten des eigenen Profits verunmöglichen? Das ist zynisch und menschenverachtend.
Johann Vifian Schweizer Staatsbürger Seit 29 Jahren in Ägypten lebend
Tobias Stötzel Deutscher Staatsbürger Seit 5 Jahren in Ägypten lebend
Hurghada, Sonntag den 09.03.2014

 
Das leise Sterben der Ozeane PDF Drucken E-Mail
Ausstellung im Fagus-Werk Alfeld

hochseehai(Bild: Andreas Wackenrohr / Weißspitzenhochseehai: Viele Haiarten sind extrem vom Aussterben bedroht, weil die Flossen in Asien sehr begehrt sind. Laut Meersbiologen sind  einige Arten  biologisch bereits tot, weil die Populationsdichte nicht mehr ausreicht, um den Fortbestand der Art zu sichern.)

Vom 18.05.2014 bis 18.07.2014 findet im Weltkulturerbe "Fagus-Werk" eine Ausstellung zu unseren akut bedrohten Meeren und seinen Bewohnern statt. Die Ausstellung ist täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Über zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Damit bilden die Ozeane den größten Lebensraum auf unserem Planeten. Doch dieser Lebensraum ist stark bedroht. Die Ausstellung „Das leise Sterben der Ozeane“, die vom 18. Mai bis 18. Juli im Fagus-Werk in Alfeld zu sehen ist, rückt die Schönheit und die Zerbrechlichkeit dieses sensiblen Ökosystems in den Mittelpunkt. Mit großformatigen Unterwasserfotografien zeigt der Autor und Unterwasserfotograf Andreas Wackenrohr, wie faszinierend und farbenfroh das Leben unter der Wasseroberfläche zugeht. Ihnen gegenüber stehen Informationen zu den Bedrohungen für die Ozeane: Meeresverschmutzung, Schiffsverkehr und die Plünderung der Fischbestände.

„Mit dem Kontrast aus faszinierenden Unterwasseraufnahmen und schockierenden Bildern zur Naturzerstörung möchte ich die Besucher zum Nachdenken anregen“, sagt Initiator Andreas Wackenrohr. „Denn viele Meeresbewohner werden schon in naher Zukunft ausgestorben sein. Es ist wichtig jetzt zu handeln. Denn wenn das Meer stirbt, stirbt am Ende der gesamte Planet.“

meeresmonsterAls inhaltlicher Partner begleitet der NABU die Ausstellung. Er unterstützt die Schau mit eigenem Bildmaterial und Ausstellungstexten zu den Folgen von Plastikmüll im Meer, der Schifffahrt und der Fischerei. Fotos dokumentieren dabei, wie stark zahlreiche Küsten inzwischen verschmutzt sind, und welche Folgen der globale Mülleintrag für die Meere und seine Bewohner hat. Als weiteres Beispiel für die Bedrohung der Ozeane stellt die Ausstellung die letzten 50 frei lebenden Maui-Delfine vor. Sie leben vor Neuseelands Küste, ihr Bestand wurde durch die Fischerei so stark dezimiert, dass sie in Kürze aussterben werden. Fotos und Fakten der immer populärer werdenden Kreuzfahrt belegen zudem, wie stark die Gesundheit der menschlichen und tierischen Küstenbewohner unter den hochgiftigen Abgasen leidet. „Die Meere sind schon sehr krank. Doch noch ist es nicht zu spät zu handeln“, so Andreas Wackenroh. (Bild oben rechts: Andreas Wackenrohr / Meeresmonster: Unvorstellbare Menge von Plastikabfall befinden sich in den Ozeanen. Mittlerweile sind kleinste Partikel dieser Zivilisations-Monster in der Nahrungskette angelangt, mit noch nicht absehbaren Folgen.)

Kontakt für weitere Infos: Andreas Wackenrohr, Tel. 05181-27567 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können oder Ulrich Thüre, Pressesprecher NABU Niedersachsen, Tel. 0511-91105-27.

 
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