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Dienstag, 26. September 2017

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Nessi gibt es doch PDF Drucken E-Mail

nessiNessi ist sieben Meter lang und vier Meter hoch. Und Nessi lebt – bzw. ruht – tatsächlich im schottischen Loch Ness. Wer jetzt denkt: gähn!, Sommerloch!, immer wieder Nessi!, der wird durch unser Bild, aufgenommen von einem Tauchroboter der norwegischen Firma Kongsberg Maritime, eines Besseren belehrt.

Allerdings stammt diese Nessi nicht aus dem Erdzeitalter des Jura wie all die anderen Pronto-, Tyrrano- oder Ichthyosaurier, sondern sie ist zarte 45 Jahre jung und war ein spektakuläres Requisit im Billy-Wilder-Film „Das Privatleben des Sherlock Holmes“.

Kongsberg Maritime ist derzeit damit befasst, die schottischen Seen zu vermessen, darunter auch Loch Ness. Dabei erfasste die hochauflösende Sonarkamera auch die Umrisse eines bis dahin undefinierten Etwas, das wie die Umrisse von Nessi aussah. Die Forscher waren alarmiert und untersuchten das was da lag genauer.

Insider und Loch-Ness-Experte Adrian Shine wusste aber schon längst Bescheid: Billy Wilder setzte die Nessi-Attrappe im oben genannten Film ein. Die ursprüngliche Attrape hatte zusätzlich zwei Höcker auf dem Rücken, die dem Kultregiseur nicht gefielen. Er befahl dem Filmteam, die Höcker zu entfernen. Davon wiederum rieten die Konstrukteure Nessis dringend ab. Doch der alte Billy bestand darauf. Die Attrappe wurde instabil und sank.
 
Stativ Rollei M-5 Mini: Tausendsassa im Kleinformat PDF Drucken E-Mail

1von H.K. Ein gutes Stativ gehört zu den Anschaffungen eines Fotografen, die eher stiefmütterlich behandelt werden. Dabei ist es oft enorm wichtig, eine solide Basis für einen sicheren Schuss zu haben.

Es gibt kleine und leichte Stative für die Reise, es gibt niedrige, kompakte, mit denen man auch in Bodennähe arbeiten kann (Makro) und es gibt die großen, schweren Stative, die Groß- und Mittelformatkameras bei Studioproduktionen tragen können. Darüber hinaus gibt es noch eine Menge an Spezialausführungen wie Einbeinstative für den sicheren Schuss mit dem großen Teleobjektiv, Ultrakleinststative für Actioncams oder Klemmstative für Fahrradlenker oder Äste.

Bei Material und Verarbeitung hat sich vieles während der Jahre geändert, eine Faustregel gilt aber noch immer: Je massiver und solider verarbeitet, umso besser sind Standfestigkeit und Verwacklungssicherheit. Aber umso schwerer und unhandlicher ist das Stativ auch. Profis arbeiteten früher ausschließlich mit Kinokopf, heute erfüllen auch Kugelkopfstative alle Anforderungen an Fixierungseigenschaften und Stabilität.

Das Rollei M-5 ist nach dem Kugelkopfprinzip gebaut und wird als Reisestativ angeboten. Wir würden eher sagen, dass es sich um ein Makrostativ handelt, denn es erfüllt alle Erfordernisse eines solchen: Die drei Beine sind von der niedrigen Säule um 90 Grad abzuspreizen, was eine minimale Arbeitshöhe von 12 Zentimetern über einer festen Oberfläche (z. B. dem Erdboden) ermöglicht. Und auch in dieser Arbeitsposition ist es stabil.

Für ein normales Stativ ist es mit einem maximalen Auszug von 41 Zentimetern etwas zu kurz. Die Praxis der Fotografie sieht doch wohl, ob auf Reisen oder zuhause, so aus: Der Fotograf postiert sich sitzend oder stehend vor seinem (meist unbeweglichen) Motiv und beobachtet dieses durch den Sucher oder auf dem Kameradisplay. Stimmt die Lichtstimmung, dann löst er aus. Um sinnvoll auf diese Weise mit dem M-5 Mini zu arbeiten, muss es zusätzlich noch auf einen Tisch gestellt werden, was ziemlich unpraktisch ist, denn weder vor dem Taj Mahal noch vor der Sydneyer Oper (oder auch zuhause vor dem Freiburger Münster) dürfte gerade in der idealen Aufnahmeposition ein Tisch zur Verfügung stehen. Hier musste der Hersteller eben einen sinnvollen Kompromiss zwischen kleinsten Packmaßen und Arbeitshöhe finden.

Umgekehrt aber wird das Stativ mit einer umfangreichen Bebänderung geliefert, um die Kamera-Stativ-Kombination am Körper zu fixieren. Das macht die Verwendung als Schulterstativ möglich oder aber man kann seine Kamera im Videomodus im Stile einer Handkamera führen, ohne dass grobe Verwacklungen auftreten.

Ebenfalls positiv ist die Ausstattung. Der Kugelkopf verfügt über drei Wasserwaagen, für jede der drei Raumdimensionen eine. Dazu kommt eine exakte Gradeinteilung. Material und Verarbeitung sind tip top, da gibt es ebenfalls keine Kritikpunkte. Wie gesagt beträgt der Lieferumfang sowohl das Stativ als auch eine Bebänderung für die Körperführung der Kamera. Sollten Schrauben des Stativs gelöst oder gespannt werden müssen, so gibt es dazu einen leichten Schraubenschlüssel. Und es ist eine Transporttasche dabei, die am Gürtel befestigt wird.

Etwas Negatives gibt es auch: Die Gebrauchsanweisung beschränkt sich auf eine DINA5 Seite und ist alles andere als informativ. Da hätte man sich ausführlichere Informationen gewünscht, vor allem zur Kamerabefestigung auf der Fixierplatte.

Technische Daten:

Transportmaße: 15 cm

Arbeitsmaß max.: 41 cm

Arbeitsmaß min.: 12 cm

Gewicht: 827 g

Tragkraft: 3000 g

Preis: 98,50 Euro (günstigster Internetpreis lt. www.guenstiger.de)

1      Für Aufnahmen von Pflanzen und kleinen Tieren, vor allem im Nahbereich, ist das M-5 Mini ideal. Vorteilhaft ist, wenn die Kamera über einen schwenkbaren Bildschirm verfügt.

2      Insgesamt drei Libellen sorgen für eine exakte Ausrichtung der Kamera.

3      Nicht selbstverständlich für ein Stativ dieser Größenordnung ist eine aufgebrachte Gradeinteilung.

4      Solide Klemmarretierungen halten die drei Beine in Position.

 
Druckkammer der Polizei in Dubai jetzt einsatzbereit PDF Drucken E-Mail
dan druckkammerausbildung dubai DAN Europe schulte das Rettungsteam der Polizei von Dubai im Umgang mit der Druckkammer. Es gibt zwar mehrere private Druckkammern in Dubai, aber nur wenige sind gut erreichbar oder können Sporttaucher behandeln. "Dubai ist ein Hotspot für Sporttaucher. Aber noch bis vor drei Jahren waren Druckkammern nur für Berufstaucher zugänglich. Das änderte sich, als wir DAN ins Boot holten, um die neue Druckkammer unseres Rettungsteams begutachten zu lassen", sagt Captain Ismaeil Alhousani vom Rettungsteam der Polizei in Dubai. Die Druckkammer ist wichtig bei der Behandlung der Dekompressionskrankheit. Während eines 6-tägigen Kurses lernten 10 Druckkammerangestellte und -betreiber der Polizei in Dubai, wie man die Druckkammer bedient und wie man mit Notfällen umgeht. Der Kurs wurde vom regionalen Trainingskoordinator Manuel Preto gehalten und von DAN Präsident und Gründer Professor Alessandro Marroni und Herrn Thomas unterstützt.
 
Deko-Unfälle trotz Beachtung der Tauchregeln? PDF Drucken E-Mail

dan research.001DAN berichtete auf ÖGTH-Veranstaltung in Wien von Forschungsergebnissen

Gemäß Tauchcomputer oder Tabelle alles richtig gemacht und trotzdem hat es einen Taucher erwischt. Dekokrank trotz regelgerechtem Tauchen, das ist gar nicht so selten. Wie Dr. A. Marroni (Präsident von DAN Europe) bereits auf der ÖGTH-Tagung in Wien Ende 2015 berichtete, geschehen über 50% der erkannten Dekompressions-Unfälle, obwohl sich der Taucher an die Empfehlungen seines Computers bzw. seiner Tabelle gehalten hat. Die Erkenntnisse und Empfehlungen aus dieser DAN-Studie werden derzeit zur Publikation vorbereitet. DAN ist eine Non-Profit Tauchsicherheitsorganisation und investiert die Mitgliedsbeiträge unter anderem in tauchmedizinische Forschungen und Sicherheitskampagnen. Mehr Informationen unter: daneurope.org

 
App: FishGuideTV von Heinz Krimmer PDF Drucken E-Mail

screenshot_app_fische kopieSchnell und einfach die Fische, Säugetiere und Reptilien des Indopazifiks anhand von Videos und Fotos bestimmen – das können Sie mit der fishGuideTV-App. Die visuell aufgebaute Struktur ermöglicht es auch Tauchern und Schnorchlern ohne Vorkenntnisse sich schnell zu orientieren.
Hierzu sind die Tiere in Familien und Gattungen gruppiert, die möglichst viele gemeinsame, visuelle Merkmale haben. Ein Foto eines typischen Vertreters der jeweiligen Gruppe ermöglicht schnell eine erste Identifizierung. Ist die richtige Familie oder Gattung gefunden, informieren umfangreiche Texte über die Gemeinsamkeiten und Besonderheiten. Die einzelnen Arten dieser Gruppe sind mit Namen und Foto aufgelistet. In der Detailansicht hilft nicht nur die Textbeschreibung der Merkmale und ein hochaufgelöstes Foto, sondern bei zahlreichen Arten auch ein kurzes Video das Tier zu bestimmen. Die Videos zeigen das Tier z. B. in mehreren Ansichten, Erscheinungsformen, seinen Bewegungen und seinem Verhalten.

Kompatibel mit iPhone 4s oder neuer, iPad und iPod touch. Erfordert iOS 6.0 oder neuer. Sprachen, Deutsch und Englisch. Preis: 9,99 Euro kann über iTunes bezogen werden.

 
Dornenkronen gefährden Australiens Großes Barriereriff PDF Drucken E-Mail

480px-crownofthornsstarfish_fiji_2005-10-12(Foto: Matt Wright) In unregelmäßigen Zeitabständen treten in Korallenriffen immer wieder Häufungen der Dornenkrone auf. Es handelt sich dabei um riesige Seesterne, deren Hauptnahrung die Korallen sind. Die Dornenkronen sind in der Lage, innerhalb kürzester Zeit Quadratkilometer von Korallenriffen kahl zu fressen – und damit zu zerstören. So eine Seesternplage sucht derzeit Australiens Großes Barriereriff heim.

„Die Lage ist katastrophal“, sagt Jack Michael Oswald von World Wildlife Fund of Nature. „Wenn die Riesenseesterne nicht gestoppt werden, wird es zu verheerenden Verlusten des Riffs kommen.“ Schätzungsweise zwölf Millionen Dornenkronen sind es, die derzeit im Großen Barriereriff wüten. Taucher versuchen, der Plage mit Giftspritzen Herr zu werden aber das ist der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Normalerweise ruft ein massenhaftes Auftreten der Dornenkrone auch eine Explosion der Bestände des Tritonshorns hervor, dessen bevorzugte Nahrungsquelle wiederum die Dornenkrone ist. Doch eine überdurchschnittliche Vermehrung der Riesenschnecke blieb diesmal aus.

Seit 1985 haben Dornenkronen und die Auswirkungen des Klimawandels rund die Hälfte der Fläche des Großen Barriereriffs nachhaltig bis unwiederbringlich geschädigt.

 
Griechenland: Antiker Schiffsfriedhof entdeckt PDF Drucken E-Mail

aegaeis-1H.K.

Nahe der Insel Samos im Ägäischen Meer wurde ein riesiger Schiffsfriedhof entdeckt. Insgesamt 22 Wracks liegen vor der Insel. Das älteste Wrack stammt aus den Jahren um 700 vor unserer Zeitrechnung, das Jüngste aus dem 16. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Die Archäologen sind begeistert, sie sprechen von einem Jahrhundertfund. Nachdem Schwammtaucher und Fischer entsprechende Hinweise gegeben hatten, erkundete ein multinationales Team von Wissenschaftlern das Gebiet und fand die 22 Wracks auf einer Fläche von rund 23 Quadratkilometern im Fourni-Archipel in der nordöstlichen Ägäis. „Die Konzentration antiker Schiffswracks ist hier unvergleichlich“, schwärmt Dr. Peter Campbell von der Universität von Southampton nachdem er mit seinen Kameraden das Seegebiet zwei Wochen lang erkundet hatte. Experten glauben, dass im besagten Areal noch mehr Wracks liegen und schätzen die Zahl auf um die 40. „Wir sahen gleich, dass die Erforschung dieses Gebiets äußerst interessant werden würde, aber niemand war auf das vorbereitet, was wir dann tatsächlich vorfanden“, bestätigt George Koutsouflakis, der griechische Expeditionsleiter. Und er ergänzt: „Eigentlich ist es nicht überraschend, gerade hier so eine enorme Ansammlung von Wracks vorzufinden.“ Schließlich liege das Gebiet genau im Schnittpunkt der Schiffswege aus und zum Schwarzen Meer, nach Ägypten, der Levante und zum griechischen Festland. Dazu war und ist das Gebiet gefürchtet wegen seiner plötzlichen auftretenden Stürme. Und so vermuten die Forscher, dass Scherwinde aus Nordwesten und Süden die Segler gegen die zahlreich vorhandenen Klippen gedrückt haben könnten. aegaeis-2Wobei es eine Menge Opfer gegeben haben dürfte: „Nur vier der 22 Wracks liegen so nahe bei Inseln, dass man sie schwimmend erreichen konnte“, sagt Koutsouflakis. Interessant ist natürlich vor allem die Ladung, die die Schiffswracks transportierten. So wurden unter anderem Amphoren gefunden, in denen Lebensmittel, beispielsweise Wein oder Olivenöl, transportiert wurden und als herausragende Funde nannten die Wissenschaftler eine seltene Amphore von der Insel Samos in Tränenform und Amphoren aus dem Schwarzmeerraum, die Fischsauce enthielten. Mehr als die Hälfte der Wracks stammen aus der späten weströmischen Periode – vermutlich, weil um jene Zeit das oströmische Imperium um Konstantinopel herum zur neuen Weltmacht aufstieg. Von der Erforschung des Wrackfriedhofes versprechen sich die Forscher neue Einblicke in antike Handelsrouten. Dazu wurden 3-D-Karten angefertigt und ausgewertet und einzelne Artefakte gesammelt, um sie zu untersuchen und Museen zu Sonderausstellungen zu bewegen. Im kommenden Jahr werden die Wissenschaftler zurückkehren, um neue Wracks zu entdecken und bereits gefundene zu erforschen. Und schließlich sollen auch die Bewohner der Inseln rund um den Schiffsfriedhof für ihr historisches Erbe sensibilisiert werden: „Eine interessierte, engagierte Bevölkerung ist der beste Schutz für so einen Schatz“, betont Prof. Dr. Campbell.

 
Siebter Himmel für Haie PDF Drucken E-Mail

manta-rayYap liegt nun im Herzen des zweitgrößten Haischutzgebietes der Erde

von Daniel Brinckmann

Nachdem in diesem Jahr auch die letzten regionalen Inselstaaten den Gesetzesvorschlag der Föderierten Staaten von Mikronesien ratifiziert haben, ist das Puzzle endlich vollständig:Der Westpazifik zwischen Palau im Westen und den Marshall Islands im Osten ist Haischutzgebiet. Auf einer Fläche von 3 Millionen Quadratkilometern – also beinahe die Größe des indischen Subkontinentes – ist der Handel und Besitz von Hai-Produkten aus kommerziellen Beweggründen verboten.„In unser althergebrachten Kultur gelten Haie als Beschützer der Menschen – jetzt ist es an der Zeit, dass wir Menschen die Haie schützen“, erklärte FSM-Präsident.In der Vergangenheit sammelte der Micronesian Coservation Trust allein schon beim Sportevent „Yap Island Games“ mehr als 8000 Stimmen für die Einrichtung des Schutzgebietes.Im Gespräch mit der Lokalpresse bestätigte Lt. Gov. James Yangetmai, dass die Wertschätzung von Haien schon immer ein wichtiger Teil des mikronesischen Kulturerbes gewesen seien: „Schon während meiner Kindheit im Ifalik Atoll ermahnten uns die Älteren, die Haie als Mitbewohner unserer Welt zu achten und zu respektieren.“ Der kommerzielle Fang von Riff- und Hochseehaien ist nicht nur illegal, sondern innerhalb der traditionellen Gesellschaft auch kulturell geächtet.

„So wie ,unsere Mantas' unter Schutz stehen, hat es schon vor Jahren Gesetze zum Schutz der Haie von Yap gegeben“, berichtet Manta Ray Bay Resort-Eigentümer Bill Acker. „Den Effekt erlebe ich an jedem Tag an dem ich Wasser bin – heute gibt es mehr Haie als je zuvor in den vergangenen 30 Jahren. Es ist eine wundervolle Entscheidung, nun auch die gesamten territorialen Gewässer miteinzubeziehen – vom Schutz im Offshore-Bereich werden die Bestände der Hochseehaie ebenso profitieren wie die Nahrungskette und die Bestände aller anderen Fischarten.“

Die Gewässer rund um Yap beherbergen mindestens 13 Hai-Arten.

Graue Riffhaie, Schwarzspitzen- und Weißspitzen-Riffhaie können praktisch jeden Tag unter einfachsten Bedingungen beobachtet werden.
Große Pazifische Ammenhaie, Seiden- und Silberspitzenhaie zählen zu den regelmäßig beobachteten Arten entlang der tiefen Wände im Westen und im offenen Wasser in der Region.
Bogenstirn-Hammerhaie, Tigerhaie, Longimani, Walhaie, Große Hammerhaie, Leoparden- und Sichelflossen-Zitronenhaie sind seltenere Besucher, die aber jederzeit auftauchen können (in Reihenfolge absteigender Häufigkeit aufgezählt).

 
Echte Karettschildkröte im Persischen Golf PDF Drucken E-Mail
image1(Bild Scientific Diving Center Freiberg: Expeditionsteam)von H.K.
 
Vergangene Woche kehrten die Freiberger Forscher von einer Exkursion zurück – mit vielen Proben im Gepäck und Aufnahmen von erstmals gesichteten Riffbewohnern

Regelmäßig unternehmen wissenschaftliche Taucher des Scientific Diving Centers der TU Bergakademie Freiberg Exkursionen in den Irak, um Fachleute vor Ort auszubilden. Im Jahr 2012 entdeckten sie bei Tauchexpeditionen im persischen Golf ein lebendes Korallenriff. Auch in diesem Jahr erforschten die Taucher wieder intensiv das 28 Quadratkilometer große Korallenriff im Irak. „Das Klima mit täglichen Temperaturen von über 40°C, die unermüdliche Arbeit und die orientalische Mentalität sorgten auch diesmal wieder für eine anstrengende aber durchaus erfolgreiche Expedition“, resümiert Kevin Schmelzer. Neben drei deutschen Wissenschaftlern – Dr. Thomas Pohl, Leiter des Scientific Diving Centers, BSc Kevin Schmelzer und BSc Julius Pätzold – nahmen auch sieben Taucher sowie einige Mitarbeiter der Universität von Basrah an den Tauchgängen teil.

Ziel der diesjährigen Reise war die weitere Ausbildung der irakischen Teilnehmer zu „Scientific Divern“, wissenschaftlichen Tauchern. Bei den Tauchgängen sichteten die Forscher Seeschlangen und Adlerrochen und erstmals eine Echte Karettschildkröte unter Wasser am Riff. Sie gilt als „Critically Endangerd“ und steht auf der Roten Liste bedrohter Arten. Die Schildkröte wird besonders wegen ihres Schildpatts intensiv gejagt. 

Des Weiteren analysierten die Wissenschaftler das Korallenriff hinsichtlich Biodiversität, Entstehung, Alter und den örtlichen Umweltparametern. Mit zahlreichen neuen Proben kann nun die Masterarbeit von Kevin Schmelzer ausgebaut werden. Er analysiert den Wasserkörper hinsichtlich seiner chemischen Parameter und untersucht Plankton und Sedimente. Gesteins- und Korallenproben sowie einige biologische Proben ergänzen die Reihe der Mitbringsel und das insgesamt 180 Kilogramm schwere Gepäck der drei Expeditionsteilnehmer aus Freiberg.

„Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft wieder Expeditionen an dieses einzigartige Riff unternehmen können“, betont Kevin Schmelzer. Ziel ist es, das Korallenriff unter Naturschutz zu stellen und eine Bewerbung für den Titel „UNESCO Weltnaturerbe“ einzureichen.

 
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