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AKTUELLES
Alte Methode neu angewandt PDF Drucken E-Mail

Die tropische Schnecke Tritonshorn, eine riesige Gehäuseschnecke, wird am Großen Barriereriff vor Nordostaustralien wieder einmal als Auftragskiller eingesetzt. Die ohnehin durch Klimawandel und El Niño gebeutelten Korallen werden aktuell zusätzlich von Millionen von Dornenkronen abgeweidet. Die Dornenkrone ist ein großer Seestern, ein Nahrungsspezialist, der sich ausschließlich von Korallen ernährt. Umgekehrt wiederum steht der Seestern ganz oben auf dem Speiseplan des Tritonshorns. Umweltschützer haben im Riff nun Tausende von Tritonshörnern freigesetzt, die der Dornenkrone zu Leibe rücken sollen – und werden. Die Umweltschützer haben mit dieser Methode jedenfalls schon zwei Mal beste Erfahrungen gemacht. Bereits Anfang der 1980er- und Mitte der 1990er Jahre hat man Tritonshörner auf Seesterne losgelassen – mit phantastischem Erfolg.

 
Eisberg voraus PDF Drucken E-Mail

In der Antarktis hat sich ein rund 5800 Quadratkilometer großer Eisberg (das ist größer als die doppelte Fläche des Saarlandes) vom so genannten Larsen-C Schelfeis gelöst und treibt aufs offene Meer hinaus. Wissenschaftler haben dem Monstrum den völlig unpoetischen Namen A 68 gegeben. Der Eisberg wird jetzt via Satellit überwacht.

Forscher fürchten, dass dies der Anfang eines gigantischen Rückganges des Eispanzers des Südkontinents sein dürfte. Bedingt durch den Klimawandel gehen die Eisbestände an den Polen dramatisch zurück.

 
Tunfische in der Nordsee PDF Drucken E-Mail

In den 1950er und 1960er Jahren war er in der Nordsee noch weit verbreitet – der Blauflossen-Tunfisch. In den 1970ern verschwand er. Doch jetzt kehrt er zurück. Und das aus unerfindlichen Gründen. Die Erklärung, dass die Nordsee wegen des Klimawandels wärmer geworden sei, ist keine ausreichende Begründung, schließlich war der Fisch dort immer heimisch, auch in den früheren kalten Zeiten.

Ein Projekt, das Umweltschützer und Sportfischer gemeinsam durchführen, sieht nun vor, 40 der Tiere mit Satellitensendern zu versehen, um ihre allmähliche Rückkehr in die Nordsee besser zu verstehen.

 
Artenvielfalt kontra wirtschaftliche Interessen am Amazonas PDF Drucken E-Mail

Das Amazonasgebiet und der angrenzende Regenwald sind ja immer mal wieder widersprüchlich in der Diskussion. Einerseits ist das Gebiet eines der artenreichsten der Welt. Und noch immer werden dort ständig neue Arten entdeckt – im Durchschnitt alle zwei Tage eine neue. Laut WWF wurden in den Jahren 2015 und 2016 zusammen 381 neue Arten identifiziert, darunter auch (für den Taucher) spektakuläre Tiere wie eine wasserlebende Würgeschlange, ein rosafarbener Delfin oder eine neue Rochenart. Auch neue Pflanzen (216 Arten), neue Vogelarten (eine) und neue Reptilien (19 Arten) wurden in den vergangenen beiden Jahren entdeckt; darüber hinaus 32 Amphibienarten, 93 Fische und 20 Säugetiere.

Andererseits wird das Gebiet gnadenlos und ohne Rücksicht auf Umwelt- und Artenschutz ausgebeutet. Erst kürzlich gestattete der Staatspräsident Michel Temer einigen Unternehmen, seltene Erden, Metalle und Mineralien in einem knapp 50 000 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet kontrolliert abzubauen. Da Umweltschützer und große Teile der Bevölkerung, darunter alt eingesessene Ureinwohner, gegen diesen Entscheid Sturm liefen, setzte Temer sein Dekret aus.

„Es wäre doch besser, der Abbau der Mineralien fände kontrolliert und unter staatlicher Aufsicht statt, anstatt in anderen Schutzgebieten wild und bar jeglicher Kontrolle“, verteidigt sich der Präsident. Zuvor hatte schon ein Gericht die Änderungen des Schutzstatus’ die nicht per Gesetz sondern nur per Erlass ergehen, für ungültig erklärt.

Wirtschaftsexperten vermuten, dass dieser Sieg der Umweltschützer nur vorübergehend sein wird und der Naturschutzstatus vieler Gebiete am Amazonas über kurz oder lang fallen wird. Wirtschaftlich zu wichtig sei die Förderung der Bodenschätze, zu mächtig seien die profitierenden Firmen.

Ricardo Mello, der das WWF-Forscherteam in Brasilien leitet, erklärt: „Der Regenwald ist einer der wichtigsten Klimaregulatoren der Erde. Je geringer sein Bestand wird, desto höher wird die CO2-Belastung in der Atmosphäre. Dazu sind die biologischen und ökologischen Zusammenhänge noch sehr wenig erforscht.“ Pro Jahr verschwindet alleine in Brasilien Regenwaldfläche in der Größe der Bundesrepublik.

 
Unterwasserfahrzeug DEDAVE PDF Drucken E-Mail

ilmenau (Bild: Das kanadische Projektteam mit dem in Ilmenau entwickelten Unterwasserfahrzeug DEDAVE. Bildquelle: Raise the Arrow)

Das am Fraunhofer IOSB-AST Ilmenau entwickelte, autonome Unterwasserfahrzeug DEDAVE hilft derzeit bei der Suche nach historischen Testmodellen des Deltaflügel-Abfangjägers Avro Canada CF-105 im Ontariosee. Die Suche ist dabei auch die erste Bewährungsprobe für den so genannten ThunderFish alpha, einem vom Fraunhofer IOSB-AST unter dem Namen DEDAVE in Ilmenau entwickelten und derzeit von der kanadischen Firma Kraken Sonar Inc. lizensierten autonomen Unterwasserfahrzeug. Die Fundstücke des Abfangjägers sollen später im nationalen kanadischen Luftfahrt-Museum ausgestellt werden. Der Überschall-Deltaflügler Avro Canada CF-105 wurde Mitte bis Ende der 1950er Jahre in Kanada als Abfangjäger entwickelt. In den kanadischen Museen existieren bisher jedoch nur Nachbauten dieses historischen Flugzeuges. Bei der Entwicklung des Flugzeuges wurden zahlreiche Tests von einer Basis am Ufer des Ontariosees durchgeführt. Dabei wurden Modelle des späteren Flugzeugs auf Trägerraketen befestigt und nach dem Start auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt. Von diesen Versuchen existieren noch heute zahlreiche Fragmente (Düsenantrieb, Prototypen), die über ein großes Gebiet im Ontariosee verstreut sind. Bei der Suche hilft nun Fraunhofer-Technologie: Aufgabe des ThunderFish alpha ist es, möglichst große Teile des Ontariosee-Bodens mit einem High-Tech Sonar abzuscannen. Die Daten werden schon während der Tauchfahrt in Echtzeit ausgewertet und geben genaue Hinweise auf mögliche Fundstellen. Das Untersuchungsgebiet wird dabei auch als „Kanadisches Bermuda-Dreieck“ bezeichnet, da dort neben den Flugzeugfragmenten weit mehr als 100 Schiffwracks vermutet werden. Mit Hilfe des ThunderFish alpha wurden Ende August bereits Teile der Trägerraketen im Ontariosee aufgespürt. Der Durchbruch gelang am 7. September, als erstmals ein 1:8 Modell des Flugzeuges im Ontariosee geortet werden konnte. Dieser Fund erzeugte in Kanada ein gewaltiges Medienecho, bis hin zu einer Veröffentlichung in der New York Times. Finanziert wird die Suche von einem kanadischen Unternehmer, der das Projekt im Rahmen der so genannten „Raise the Arrow“ Kampagne unterstützt. Pressemeldung der TU Ilmenau

 
WK-I-Unterseeboot vor Belgien PDF Drucken E-Mail

Dem belgischen Wracktaucher Thomas Termote gelang am Wochenende 16. und 17. September 2017 ein Aufsehen erregender Fund: Vor der Hafenstadt Ostende am Ärmelkanal stieß er auf ein nahezu unbeschädigtes deutsches U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg. Das Boot ist 27 Meter lang und gehört der Klasse UB II an, die vor allem gegen Kriegsende zum Einsatz gekommen war. Es liegt in rund 30 Metern Tiefe und außer einer Beschädigung am Bug – wahrscheinlich verursacht durch eine Treibmine –  ist es vollständig intakt. Der Turm mit dem Sehrohr, die Ballasttanks und die Schraube sind unbeschädigt, alle Luken sind geschlossen. Das legt den Schluss nahe, dass die Leichen der 23 Besatzungsmitglieder noch an Bord sind. Carl Decaluwé, der Gouverneur der Provinz Westflandern, erklärte in einer eilig einberufenen Pressekonferenz, dass es noch nicht gelungen sei, die Registernummer des U-Boots zu finden. Sobald dieses geschehen sei, würden die Angehörigen der Besatzung benachrichtigt. Das Boot wird nach heutiger Beschlusslage der belgischen Behörden nicht geborgen. Die genaue Lage des Bootes soll nicht bekanntgegeben werden, um Taucher fernzuhalten. Schließlich handele es sich bei dem Wrack um ein Kriegsgrab. Während die Medien im Zusammenhang mit dem Wrackfund Attribute wie „überraschend“, „unerwartet“ oder „sensationell“ verwendeten, weisen Experten darauf hin, dass die kaiserliche Marine die belgischen Häfen Ostende und Zeebrugge als Stützpunkte, auch für U-Boote, verwendeten, der Fund also keinesfalls so überraschend sei.

 
Netzwerk Korallenriff ein hochgelobtes Buch von Heinz Krimmer PDF Drucken E-Mail
__netzwerkkorallenriff_titel_480_320 kopie'Ein tolltes Buch' und 'Heinz Krimmer bietet eine hervorragende Übersicht zu tropischen Korallenriffen. Spannend und verständlich geschrieben, wissenschaftlich fundiert und schön illustriert, bietet dieses Buch alles, was man zu diesem wertvollen Ökosystem wissen sollte. Erstmals seit 25 Jahren wird für den deutschsprachigen Raum wieder ein Buch angeboten, das Laien wie Profis gleichermaßen anspricht....' lautet die Buchkritik bei Amazon von Prof. Wolfgang Kiessling. 'Unglaublich gutes Buch mit Seltenheitswert' und 'Warum ist dieses Buch sehr gelungen? Dem Leser wird sehr fundiert und interessant vermittelt, wie sehr wir Menschen von den Riffen der Welt abhängig sind und dass uns nur ein schnelles Umdenken vor einer Katastrophe schützen kann. Die Schilderungen über das "Netzwerk Korallenriff" sind spannend und sehr informativ... Für den sehr interessierten Leser sind das umfangreiche Literaturverzeichnis und die Hinweise auf wissenschaftliche Zeitschriften sehr wertvoll' schreibt Thomas Kromp Gründer des Tauchverbandes i.a.c. und selber Autor zahlreicher Tauchbücher. ATLANTIS wird sich diesem Buch in den nächsten Wochen widmen und die Besprechung dann unter der Rubrik: Service-Buchbesprechungen veröffentlichen, den Titel findet das ATLANTIS-Team jedenfalls schon einmal sehr gelungen!
 
Heinz Krimmer
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Kosmos Verlag; Auflage: 1 (8. Juni 2017) Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3440154475
ISBN-13: 978-3440154472
Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 2,2 x 21,6 cm
Preis: 19,99 Euro  
 
Vortragstag Tauchmedizin, -sicherheit, -recht, -forschung in Mainz am 15. Oktober 2017 PDF Drucken E-Mail

Veranstalter des Events sind Tauchsport Seekuh und DAN Europe.

Die Vortragsthemen:

Das individuelle Risiko für einen Tauchunfall: Von "low bubblern" und "high bubblern" und dem Immunsystem (Dr. med. Ulrich van Laak)

„Die müssen dich nicht retten!“ – Das Wichtigste über Notrufsender auf See
(Christiane Linkenbach)

"Hier muss gerettet werden!" Hilfspflichten und ihre Auswirkungen
(RA Peter Schetter)

Wie viel Sicherheit bietet ein Tauchcomputer wirklich? Erkenntnisse aus dem DAN Datenpool der Tauchforschung mit über 50.000 ausgewerteten Tauchgängen.

Taucher aller Erfahrungsstufen erhalten fundierte, tauchbezogene Informationen, praktische  Empfehlungen und den persönliche Kontakt zu Experten der jeweiligen Fachgebiete.

Weitere Informationen und Anmeldung über https://tauch-medizin-sicherheit-recht-forschung-mainz.eventbrite.com/?aff=presse

Der Eintritt zur Veranstaltung ist für aktive DAN Europe Mitglieder kostenfrei. Die DAN Mitgliedschaft (€25,-/Jahr) kann auch am Veranstaltungsort noch aktiviert werden. Nichtmitglieder zahlen einen Eintrittspreis von €39,-. Alle Teilnehmer erhalten neben dem Vortragsprogramm ein Willkommensgeschenk, Getränke sowie einen Mittagssnack und eine Teilnahmebescheinigung.

 
ATLANTIS Leserreise: Philippinen und Yap PDF Drucken E-Mail

interdiSchon einmal auf Yap/Mikronesien gewesen? Jetzt haben Sie die Gelegenheit eine interessante und exklusive Reisekombi zu buchen:

1 Woche Aniloa, Philippinen, ein Markro-Paradies und 1 Woche Yap, Mikronesien, ein Großfisch-Reservat und Manta-Paradies.

Die Reise findet vom 17.11. bis 04.12.2018 statt und kostet ab 2.585 Euro/2.960 CHF, Flugpreise auf Anfrage bei den Veranstaltern Aqua Active Agency (Messe Interdive Stand 401) in Deutschland und WeDive in der Schweiz (Messe Interdive Stand 309). Im obigen Reisepreis sind enthalten: 7/7 Nächte im DZ Standard Room (Yap, Manta Ray Bay Resort)/ Casita Room (Anilao), 20 Tauchgänge (10 pro Reiseziel), Nitrox gratis, Frühstück, Weckservice mit Kanne Kaffee/Tee, Internet, Flughafen-Transfers, Hotel-Steuer. Gegen Aufpreis: weitere Tauchgänge/Aktivitäten/HP & VP. Sie finden die Veranstalter auf der Ferienmesse Interdive vom 21. bis 24. September in Friedrichshafen, Halle B5, wo Sie mehr über die Reise erfahren oder buchen können.

 
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