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Dienstag, 16. Juli 2019

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Umwelt
Hoffnungsschimmer für die Meere? PDF Drucken E-Mail
uni_hohenheim_01(Foto: Uni Hohenheim) Die Meere sind übervoll mit Plastikmüll. Über die Meerestiere landet der Müll schließlich wieder beim Verursacher – dem Menschen. Auf dem Mittagstisch. Denn Plastik zersetzt sich nicht, sondern wird lediglich in kleinste Partikel zerrieben und schließlich von den Meeresbewohnern gefressen. Es gibt zahlreiche Projekte, das aus Erdöl gewonnene Plastik zu ersetzen. An der Universität Hohenheim forschen zwei Wissenschaftlerinnen an der Verwendung von Chicorée-Abfall zur Herstellung von Nylon, Polyester, Perlon oder Kunststoffflaschen.
 
Ein Bericht der Universität Hohenheim
 
Ein fensterloser Raum auf der Versuchsstation des Hohenheimer Universitätsgeländes. An den Wänden stehen Regal-Türme mit 3 Etagen voll Wannen, ausgekleidet mit Teichfolie. Darin stehen in Kunststoffkörben aufrecht die 15-20 cm langen Wurzelrüben, aus denen verkaufsfähige Chicorée-Salatknospe innerhalb von 3 Wochen wachsen.
Eine Aquariumpumpe umspült die Pflanzen mit einer Nährlösung. Es ist dunkel, damit die Salatblätter in einem gelben Pastellton verbleiben und keine der Chicorée-typischen Bitterstoffe bilden, die den Verzehr beeinträchtigen könnten.
Ähnlich wie in dieser Versuchsanlage – nur um ein Vielfaches größer – sieht es bei der kommerziellen Produktion von Chicorée-Salat in so genannten Wasser-Treibereien aus: Denn die zweijährige Chicorée-Pflanze verbringt nur die ersten fünf Monate auf dem Acker. Mitte Oktober werden die Blätter abgemulcht, die Wurzelrüben geerntet, kühl gelagert und dann in die Treibräume  gebracht. Erst dort treiben neue Blattknospen aus, die als Chicorée-Salat genutzt werden.
Doch anders als in der Lebensmittelproduktion interessiert sich die Universität Hohenheim vor allem für den nicht-essbaren Rübenanteil. „Die Wurzelrübe macht ca. 30 % der Pflanze aus. Die eingelagerten Reservekohlenhydrate werden für die Bildung der Salatknospen nicht vollständig aufgebraucht, so dass wertvolle Reservestoffe verbleiben. Die Wurzelrüben können jedoch nur einmal für die Chicorée-Treiberei genutzt werden, fallen nach der Knospenernte als Abfallstoff an und müssenentsorgt werden.“, erklärt Agrarbiologin Dr. Judit Pfenning.
 
Nylon, Polyester, Perlon oder Kunststoffflaschen
Wie wertvoll diese Wurzelrübe tatsächlich ist, zeigt Prof. Dr. Andrea Kruse wenige Schritte entfernt in einem Labor des Instituts für Agrartechnik.
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Meeres- und Umweltschutz: Zappenduster bis hoffnungsvoll PDF Drucken E-Mail

Betrachtet man eine Reihe von Ereignissen rund um den Meeresschutz, die in den vergangenen Tagen und Wochen stattgefunden haben, bzw. bekannt wurden, so schwankt man zwischen hoffen und Bangen. Lesen Sie selbst:

true(Foto links: Dylan Walker, Wikimedia Commons. True-Wale sehen ein bisschen aus wie eine Kreuzung zwischen Delfin und Seekuh. Biologisch gesehen gehören sie zu den Schnabelwalen)

Am Strand der Insel Sotra vor Bergen, Norwegen, wurde kürzlich ein Cuvier-Schnabelwal entdeckt, der trotz heftiger und wiederholter Intervention von Menschen immer wieder Richtung Strand schwamm. Ein herbeigerufener Zoologe diagnostizierte, dass das Tier krank sei und unter starken Schmerzen leiden musste. Man beschloss deshalb schweren Herzens, das Tier einzuschläfern. Wissenschaftler der Universität von Bergen obduzierten den Kadaver schließlich und stellten dabei Erschreckendes fest: Im Magen des Tieres befanden sich mehr als 30 Plastiktüten, andere Plastikverpackungen und mehrere Kilogramm Mikroplastik. Der Kunststoff hatte einen Pfropfen im Magen gebildet, so dass sich der Wal nicht mehr ernähren konnte und langsam verhungert wäre.

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Ist das Tote Meer bald tot? PDF Drucken E-Mail

totesmeer2(Bild links: Blick vom Kibbuz En Geddi auf das Tote Meer) Im Jordantal, etwa auf halber Strecke zwischen dem See Genezareth und dem Golf von Aqaba, liegt das Tote Meer. Es befindet sich damit am nördlichsten Ende des Ostafrikanischen Grabenbruchs und an der tiefsten Festlandstelle der Erde: 420 Meter unter dem Niveau des Meeresspiegels. Wer auf der israelischen Seite des Jordantales steht, hoch droben auf der Festung Masada, hat einen herrlichen Blick auf das Tal, den Salzwassersee und die Berge Jordaniens dahinter. Leider könnte dieser schöne Ausblick bald ohne das tiefe Blau des Sees auskommen müssen. Denn der See ist von der Austrocknung bedroht. Rund ein Meter sinkt sein Wasserspiegel pro Jahr.  Das Tote Meer teilt damit das Schicksal des Sees Genezareth – aus durchaus ähnlichen Gründen.

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Mittelgebirgssee ist Gewässertyp des Jahres PDF Drucken E-Mail

titisee„Sein Name: tiefer, großer, kalkarmer Mittelgebirgssee. Seine typischen Bewohner: Flussbarsche, Haubentaucher, gefährdete Algenarten und die Larven der Köcherfliege Oligotricha striata.“ So beschreibt das Umweltbundesamt (UBA) den Gewässertyp des Jahres 2017. Im Rahmen dieser Aktion wird alljährlich aus den 25 Fließgewässertypen, 14 Seentypen und elf Typen für Küsten- und Übergangsgewässer, ein Vertreter ausgewählt, um auf die Schutzwürdigkeit der Wasservorkommen in Deutschland aufmerksam zu machen. „Flüsse, Seen und Küstengewässer“, so das UBA, „sind vielfältige und ökologisch äußerst wertvolle Lebensräume, die im Naturhaushalt eine zentrale Rolle spielen.“ Mit der Öffentlichkeitsarbeit rund um die jährliche Wahl soll deshalb vor allem für einen sorgsameren Umgang mit den Gewässern geworben werden. Laut Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert die EU-Wasserrahmenrichtlinie, auf die diese Einteilung der Gewässertypen zurückgeht, grundsätzlich eine „hohe Wasserqualität und gute Lebensbedingungen für die im und am Wasser beheimatete Tier- und Pflanzenwelt“.

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robotsise PDF Drucken E-Mail

Tauchroboter erkennt und betäubt Rotfeuerfische

roboter( Bild: RISE soll autonom arbeiten und bis zu 50 Rotfeuerfische pro Tauchgang fangen können. Das Gerät wird rund 1000 Euro kosten. Werksfoto RISE)

Ein Tauchroboter, dessen Kamera Fische automatisch erkennen kann, sie mit einem Stromstoß betäubt und  dann in einen speziellen Behälter saugt, klingt für Naturschützer schrecklich – und ist es sicher auch. Aber: Der Roboter ist einzig und alleine darauf programmiert, dies mit Rotfeuerfischen zu tun, die gerade den Westatlantik erobern – wo sie wirklich nicht hingehören und wo sie das örtliche Ökogefüge gefährlich durcheinander mischen. Auf dem Speiseplan der gefräßigen Lauerräuber steht beispielsweise eine Reihe von Friedfischen, die sich ausnahmslos von Phytoplankton und Algen ernähren. Fehlen diese Fische im Riff, so nehmen Algenbestände überhand und überwuchern die Korallenriffe. Diese sterben dann ab. Umgekehrt haben örtlich angesiedelte Raubfische keine Strategie dafür entwickeln können, die Giftstacheln des Feuerfisches zu überwinden und ihn so selbst zu Beute zu machen.

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