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Freitag, 20. April 2018

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Umwelt
Klimawandel und kein Ende PDF Drucken E-Mail

anemone-4 kopie(Bild links: Fisch in einer gesunden Anemone. Durch den normalen Cortisolspiegel sind die Tiere weniger in Bewegung und deshalb auch körperlich kräftiger)

Die Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven, gaben bekannt: Auch 2017 ist das Meereis rund um den Nordpol stark abgeschmolzen. Die Größe der Fläche des Nordpoleises betrage jetzt nur noch 4,7 Millionen Quadratkilometer. Noch im Jahr 2000 waren es 7,5 Millionen Quadratkilometer gewesen. Der Rückgang des Eises liege im Mittel der vergangenen zehn Jahre, teilten die Wissenschaftler außerdem mit.

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Trinkwasser wird immer knapper PDF Drucken E-Mail

Zwölf Prozent der Menschen weltweit haben noch immer keinen Zugang zu sauberem Wasser. Welche Möglichkeiten gibt es, das zu ändern? Wie kann man gleichzeitig den Wasserverbrauch reduzieren? Wie optimal Wasser recyclen und weltweit die passende Infrastruktur aufbauen? Diese Fragen sind heute drängender denn je.

Aber was hat das mit uns zu tun? Ein durchschnittlicher Mensch in einer durchschnittlichen Industrienation verbraucht jeden Tag nicht nur etwa 120 Liter Wasser direkt, durch beispielsweise Händewaschen, sondern auch indirekt durch seine Ernährung oder die Kleidung, die er trägt. Damit hinterlassen wir einen individuellen Wasserfußabdruck, den wir aktiv beeinflussen können.
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Der Irrsinn beginnt: Tief, tiefer, Tiefseegrabungen PDF Drucken E-Mail

jialong( Die „Jiaolong“ kann in Tiefen bis zu sieben Kilometer vordringen und dort Felder von Bodenschätzen erkunden (Foto: Chonghe Marine Industrie, Text: H.K.)

 

Die chinesische Werft Fujian Mawei Shipbuilding arbeitet derzeit an einem Schiff, das alle bisher in China gebauten Schiffe in den Schatten stellen wird. Soeben ist der Rumpf des 227 Meter langen Ozeanriesen fertiggestellt worden und ein Sprecher der Werft informierte in einer Pressemitteilung: „Wir sind exakt im Plan. Alles im grünen Bereich.“ Das Schiff könne, so der Sprecher weiter, im kommenden Jahr 2018 an das kanadische Unternehmen Nautilus Minerals übergeben werden. Darüber hinaus gehende Informationen gab die Werft nicht, technische Details zum Schiff unterliegen strengster Geheimhaltung.

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Meeres- und Umweltschutz: Zappenduster bis hoffnungsvoll PDF Drucken E-Mail

Betrachtet man eine Reihe von Ereignissen rund um den Meeresschutz, die in den vergangenen Tagen und Wochen stattgefunden haben, bzw. bekannt wurden, so schwankt man zwischen hoffen und Bangen. Lesen Sie selbst:

true(Foto links: Dylan Walker, Wikimedia Commons. True-Wale sehen ein bisschen aus wie eine Kreuzung zwischen Delfin und Seekuh. Biologisch gesehen gehören sie zu den Schnabelwalen)

Am Strand der Insel Sotra vor Bergen, Norwegen, wurde kürzlich ein Cuvier-Schnabelwal entdeckt, der trotz heftiger und wiederholter Intervention von Menschen immer wieder Richtung Strand schwamm. Ein herbeigerufener Zoologe diagnostizierte, dass das Tier krank sei und unter starken Schmerzen leiden musste. Man beschloss deshalb schweren Herzens, das Tier einzuschläfern. Wissenschaftler der Universität von Bergen obduzierten den Kadaver schließlich und stellten dabei Erschreckendes fest: Im Magen des Tieres befanden sich mehr als 30 Plastiktüten, andere Plastikverpackungen und mehrere Kilogramm Mikroplastik. Der Kunststoff hatte einen Pfropfen im Magen gebildet, so dass sich der Wal nicht mehr ernähren konnte und langsam verhungert wäre.

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Ist das Tote Meer bald tot? PDF Drucken E-Mail

totesmeer2(Bild links: Blick vom Kibbuz En Geddi auf das Tote Meer) Im Jordantal, etwa auf halber Strecke zwischen dem See Genezareth und dem Golf von Aqaba, liegt das Tote Meer. Es befindet sich damit am nördlichsten Ende des Ostafrikanischen Grabenbruchs und an der tiefsten Festlandstelle der Erde: 420 Meter unter dem Niveau des Meeresspiegels. Wer auf der israelischen Seite des Jordantales steht, hoch droben auf der Festung Masada, hat einen herrlichen Blick auf das Tal, den Salzwassersee und die Berge Jordaniens dahinter. Leider könnte dieser schöne Ausblick bald ohne das tiefe Blau des Sees auskommen müssen. Denn der See ist von der Austrocknung bedroht. Rund ein Meter sinkt sein Wasserspiegel pro Jahr.  Das Tote Meer teilt damit das Schicksal des Sees Genezareth – aus durchaus ähnlichen Gründen.

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Mittelgebirgssee ist Gewässertyp des Jahres PDF Drucken E-Mail

titisee„Sein Name: tiefer, großer, kalkarmer Mittelgebirgssee. Seine typischen Bewohner: Flussbarsche, Haubentaucher, gefährdete Algenarten und die Larven der Köcherfliege Oligotricha striata.“ So beschreibt das Umweltbundesamt (UBA) den Gewässertyp des Jahres 2017. Im Rahmen dieser Aktion wird alljährlich aus den 25 Fließgewässertypen, 14 Seentypen und elf Typen für Küsten- und Übergangsgewässer, ein Vertreter ausgewählt, um auf die Schutzwürdigkeit der Wasservorkommen in Deutschland aufmerksam zu machen. „Flüsse, Seen und Küstengewässer“, so das UBA, „sind vielfältige und ökologisch äußerst wertvolle Lebensräume, die im Naturhaushalt eine zentrale Rolle spielen.“ Mit der Öffentlichkeitsarbeit rund um die jährliche Wahl soll deshalb vor allem für einen sorgsameren Umgang mit den Gewässern geworben werden. Laut Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert die EU-Wasserrahmenrichtlinie, auf die diese Einteilung der Gewässertypen zurückgeht, grundsätzlich eine „hohe Wasserqualität und gute Lebensbedingungen für die im und am Wasser beheimatete Tier- und Pflanzenwelt“.

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robotsise PDF Drucken E-Mail

Tauchroboter erkennt und betäubt Rotfeuerfische

roboter( Bild: RISE soll autonom arbeiten und bis zu 50 Rotfeuerfische pro Tauchgang fangen können. Das Gerät wird rund 1000 Euro kosten. Werksfoto RISE)

Ein Tauchroboter, dessen Kamera Fische automatisch erkennen kann, sie mit einem Stromstoß betäubt und  dann in einen speziellen Behälter saugt, klingt für Naturschützer schrecklich – und ist es sicher auch. Aber: Der Roboter ist einzig und alleine darauf programmiert, dies mit Rotfeuerfischen zu tun, die gerade den Westatlantik erobern – wo sie wirklich nicht hingehören und wo sie das örtliche Ökogefüge gefährlich durcheinander mischen. Auf dem Speiseplan der gefräßigen Lauerräuber steht beispielsweise eine Reihe von Friedfischen, die sich ausnahmslos von Phytoplankton und Algen ernähren. Fehlen diese Fische im Riff, so nehmen Algenbestände überhand und überwuchern die Korallenriffe. Diese sterben dann ab. Umgekehrt haben örtlich angesiedelte Raubfische keine Strategie dafür entwickeln können, die Giftstacheln des Feuerfisches zu überwinden und ihn so selbst zu Beute zu machen.

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