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Sonntag, 18. November 2018

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Umwelt
Deutsches WK-II U-Boot soll zugeschüttet werden PDF Drucken E-Mail

geotechnisches institut(Foto: Geotechnisches Institut Norwegen; U-864 liegt in rund 150 Metern Tiefe vor Norwegen. Der Bug ist abgerissen, so kann die hoch giftige Quecksilberfracht austreten, Text: Heinz Käsinger)

Norwegen plant, das Wrack eines deutschen U-Bootes unter Sand und Schutt zu begraben, um seine giftige Quecksilberfracht, die ins Meer gelangt, zu stoppen. Anfang 1945 war das U-Boot nach Japan aufgebrochen, wurde aber von einem britischen U-Boot vor Bergen torpediert. Es sollte das erste Mal gewesen sein, dass ein U-Boot ein anderes versenkte, während sich beide Boote auf Tauchstation befanden. Seitdem liegt U-864 fast 150 Meter tief unter der Wasseroberfläche. Etwa drei Kilometer entfernt befindet sich Fedje, eine Insel mit 600 Einwohnern. Die Regierung will etwa elf Hektar des Meeresbodens unter bis zu 14 Metern Schutt vergraben, um Ausflüsse aus den 1800 Quecksilberkanistern an Bord zu begrenzen. Sie sind im Verlaufe der Jahre undicht geworden und das Fischen in der Gegend wurde verboten. Umweltschützer sagen, dass die Maßnahme nicht ausreiche. Sie befürchten, dass das Wrack, das auch gerne als Unterwasser-Tschernobyl bezeichnet wird, noch immer Quecksilber emittieren könnte, wobei über 60 Tonnen in den nächsten Jahrzehnten austreten könnten.

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Klimawandel und kein Ende PDF Drucken E-Mail

anemone-4 kopie(Bild links: Fisch in einer gesunden Anemone. Durch den normalen Cortisolspiegel sind die Tiere weniger in Bewegung und deshalb auch körperlich kräftiger)

Die Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven, gaben bekannt: Auch 2017 ist das Meereis rund um den Nordpol stark abgeschmolzen. Die Größe der Fläche des Nordpoleises betrage jetzt nur noch 4,7 Millionen Quadratkilometer. Noch im Jahr 2000 waren es 7,5 Millionen Quadratkilometer gewesen. Der Rückgang des Eises liege im Mittel der vergangenen zehn Jahre, teilten die Wissenschaftler außerdem mit.

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Die Biodiversitätskonvention – und was daraus geworden ist PDF Drucken E-Mail

Vor 25 Jahren trat die Biodiversitätskonvention in Kraft und zwar kurz vor Jahresende, am 29. Dezember 1993. Sechs Jahre lang, ab November 1988, haben UN-Experten daran gearbeitet. Das Dokument wurde auf einer eigens einberufenen United Nations Environment Program (UNEP)-Konferenz im Mai 1992 angenommen und konnte ab dem 5. Juni 1992 während der Rio-Konferenz unterzeichnet werden. Die Konvention hat inzwischen (Stand: September 2018) 196 Vertragspartner und wurde von 168 Staaten sowie der Europäischen Union unterzeichnet.

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Trinkwasser wird immer knapper PDF Drucken E-Mail

Zwölf Prozent der Menschen weltweit haben noch immer keinen Zugang zu sauberem Wasser. Welche Möglichkeiten gibt es, das zu ändern? Wie kann man gleichzeitig den Wasserverbrauch reduzieren? Wie optimal Wasser recyclen und weltweit die passende Infrastruktur aufbauen? Diese Fragen sind heute drängender denn je.

Aber was hat das mit uns zu tun? Ein durchschnittlicher Mensch in einer durchschnittlichen Industrienation verbraucht jeden Tag nicht nur etwa 120 Liter Wasser direkt, durch beispielsweise Händewaschen, sondern auch indirekt durch seine Ernährung oder die Kleidung, die er trägt. Damit hinterlassen wir einen individuellen Wasserfußabdruck, den wir aktiv beeinflussen können.
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Der Irrsinn beginnt: Tief, tiefer, Tiefseegrabungen PDF Drucken E-Mail

jialong( Die „Jiaolong“ kann in Tiefen bis zu sieben Kilometer vordringen und dort Felder von Bodenschätzen erkunden (Foto: Chonghe Marine Industrie, Text: H.K.)

 

Die chinesische Werft Fujian Mawei Shipbuilding arbeitet derzeit an einem Schiff, das alle bisher in China gebauten Schiffe in den Schatten stellen wird. Soeben ist der Rumpf des 227 Meter langen Ozeanriesen fertiggestellt worden und ein Sprecher der Werft informierte in einer Pressemitteilung: „Wir sind exakt im Plan. Alles im grünen Bereich.“ Das Schiff könne, so der Sprecher weiter, im kommenden Jahr 2018 an das kanadische Unternehmen Nautilus Minerals übergeben werden. Darüber hinaus gehende Informationen gab die Werft nicht, technische Details zum Schiff unterliegen strengster Geheimhaltung.

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Umfrage des Bundes-Umweltministeriums: Diskrepanz zwischen denken und handeln PDF Drucken E-Mail

Anfang Juli stellte Bundesumweltministerin Svenia Schulze (SPD) eine Studie ihres Ministeriums vor. Die Studie erhob Meinungen zum Naturbewusstsein der Bundesbürger. Positiv ist zu vermerken, dass Umweltbewusstsein das Denken der Menschen in Deutschland immer mehr beeinflusst. So sehen beispielsweise 96 Prozent aller Befragten ein großes Problem in der steigenden Plastikflut in den Weltmeeren. Während es in den 1970er- und 80er Jahren der ölverschmierte Seevogel war, der Besorgnis hervorrief, so ist es heute der Vogelkadaver mit dem plastikgefüllten Magen.

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Meeres- und Umweltschutz: Zappenduster bis hoffnungsvoll PDF Drucken E-Mail

Betrachtet man eine Reihe von Ereignissen rund um den Meeresschutz, die in den vergangenen Tagen und Wochen stattgefunden haben, bzw. bekannt wurden, so schwankt man zwischen hoffen und Bangen. Lesen Sie selbst:

true(Foto links: Dylan Walker, Wikimedia Commons. True-Wale sehen ein bisschen aus wie eine Kreuzung zwischen Delfin und Seekuh. Biologisch gesehen gehören sie zu den Schnabelwalen)

Am Strand der Insel Sotra vor Bergen, Norwegen, wurde kürzlich ein Cuvier-Schnabelwal entdeckt, der trotz heftiger und wiederholter Intervention von Menschen immer wieder Richtung Strand schwamm. Ein herbeigerufener Zoologe diagnostizierte, dass das Tier krank sei und unter starken Schmerzen leiden musste. Man beschloss deshalb schweren Herzens, das Tier einzuschläfern. Wissenschaftler der Universität von Bergen obduzierten den Kadaver schließlich und stellten dabei Erschreckendes fest: Im Magen des Tieres befanden sich mehr als 30 Plastiktüten, andere Plastikverpackungen und mehrere Kilogramm Mikroplastik. Der Kunststoff hatte einen Pfropfen im Magen gebildet, so dass sich der Wal nicht mehr ernähren konnte und langsam verhungert wäre.

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Ist das Tote Meer bald tot? PDF Drucken E-Mail

totesmeer2(Bild links: Blick vom Kibbuz En Geddi auf das Tote Meer) Im Jordantal, etwa auf halber Strecke zwischen dem See Genezareth und dem Golf von Aqaba, liegt das Tote Meer. Es befindet sich damit am nördlichsten Ende des Ostafrikanischen Grabenbruchs und an der tiefsten Festlandstelle der Erde: 420 Meter unter dem Niveau des Meeresspiegels. Wer auf der israelischen Seite des Jordantales steht, hoch droben auf der Festung Masada, hat einen herrlichen Blick auf das Tal, den Salzwassersee und die Berge Jordaniens dahinter. Leider könnte dieser schöne Ausblick bald ohne das tiefe Blau des Sees auskommen müssen. Denn der See ist von der Austrocknung bedroht. Rund ein Meter sinkt sein Wasserspiegel pro Jahr.  Das Tote Meer teilt damit das Schicksal des Sees Genezareth – aus durchaus ähnlichen Gründen.

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Mittelgebirgssee ist Gewässertyp des Jahres PDF Drucken E-Mail

titisee„Sein Name: tiefer, großer, kalkarmer Mittelgebirgssee. Seine typischen Bewohner: Flussbarsche, Haubentaucher, gefährdete Algenarten und die Larven der Köcherfliege Oligotricha striata.“ So beschreibt das Umweltbundesamt (UBA) den Gewässertyp des Jahres 2017. Im Rahmen dieser Aktion wird alljährlich aus den 25 Fließgewässertypen, 14 Seentypen und elf Typen für Küsten- und Übergangsgewässer, ein Vertreter ausgewählt, um auf die Schutzwürdigkeit der Wasservorkommen in Deutschland aufmerksam zu machen. „Flüsse, Seen und Küstengewässer“, so das UBA, „sind vielfältige und ökologisch äußerst wertvolle Lebensräume, die im Naturhaushalt eine zentrale Rolle spielen.“ Mit der Öffentlichkeitsarbeit rund um die jährliche Wahl soll deshalb vor allem für einen sorgsameren Umgang mit den Gewässern geworben werden. Laut Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert die EU-Wasserrahmenrichtlinie, auf die diese Einteilung der Gewässertypen zurückgeht, grundsätzlich eine „hohe Wasserqualität und gute Lebensbedingungen für die im und am Wasser beheimatete Tier- und Pflanzenwelt“.

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