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Samstag, 25. Mai 2019

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Umwelt
Deutsches WK-II U-Boot soll zugeschüttet werden PDF Drucken E-Mail

geotechnisches institut(Foto: Geotechnisches Institut Norwegen; U-864 liegt in rund 150 Metern Tiefe vor Norwegen. Der Bug ist abgerissen, so kann die hoch giftige Quecksilberfracht austreten, Text: Heinz Käsinger)

Norwegen plant, das Wrack eines deutschen U-Bootes unter Sand und Schutt zu begraben, um seine giftige Quecksilberfracht, die ins Meer gelangt, zu stoppen. Anfang 1945 war das U-Boot nach Japan aufgebrochen, wurde aber von einem britischen U-Boot vor Bergen torpediert. Es sollte das erste Mal gewesen sein, dass ein U-Boot ein anderes versenkte, während sich beide Boote auf Tauchstation befanden. Seitdem liegt U-864 fast 150 Meter tief unter der Wasseroberfläche. Etwa drei Kilometer entfernt befindet sich Fedje, eine Insel mit 600 Einwohnern. Die Regierung will etwa elf Hektar des Meeresbodens unter bis zu 14 Metern Schutt vergraben, um Ausflüsse aus den 1800 Quecksilberkanistern an Bord zu begrenzen. Sie sind im Verlaufe der Jahre undicht geworden und das Fischen in der Gegend wurde verboten. Umweltschützer sagen, dass die Maßnahme nicht ausreiche. Sie befürchten, dass das Wrack, das auch gerne als Unterwasser-Tschernobyl bezeichnet wird, noch immer Quecksilber emittieren könnte, wobei über 60 Tonnen in den nächsten Jahrzehnten austreten könnten.

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Mikroplastik in Gewässern: Eidgenössische Materialprüfanstalt sieht noch keine Gefahr PDF Drucken E-Mail
empa-2Qualvoll verendete Meeresvögel mit einem Bauch voller Plastikmüll; Plastikansammlungen so groß wie Inseln: Bilder wie diese hat heute praktisch jeder schon gesehen. Doch es gibt auch Plastikteile, die von Auge kaum sichtbar sind – Mikroplastik. Die Gefahr, die diese winzigen Teile bergen, ist bis heute kaum erforscht. Wissenschaftler der Eidgenössischen Materialprüfanstalt (Empa) haben nun die weltweit erste Risikoabschätzung für Mikroplastik in Seen und Flüssen durchgeführt. In Europa, so das Fazit der Studie, sind aquatische Organismen zurzeit (noch) nicht akut gefährdet.

So klein wie ein Staubkorn – doch von großer globaler Tragweite: Das Wort Mikroplastik ist vielen ein Begriff, doch die Gefahren sind so gut wie unerforscht. In den letzten Jahren ist die Verschmutzung durch Plastik zu einer immer größeren Belastung für die Umwelt herangewachsen. Unzählige Videos und Medienberichte machen auf dieses Problem aufmerksam. Während die Gefahren durch große Plastikteile für Tiere kaum zu übersehen sind, findet man über diejenigen von Mikroplastik bis heute praktisch nichts. Doch was ist Mikroplastik überhaupt?


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Klimawandel und kein Ende PDF Drucken E-Mail

anemone-4 kopie(Bild links: Fisch in einer gesunden Anemone. Durch den normalen Cortisolspiegel sind die Tiere weniger in Bewegung und deshalb auch körperlich kräftiger)

Die Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven, gaben bekannt: Auch 2017 ist das Meereis rund um den Nordpol stark abgeschmolzen. Die Größe der Fläche des Nordpoleises betrage jetzt nur noch 4,7 Millionen Quadratkilometer. Noch im Jahr 2000 waren es 7,5 Millionen Quadratkilometer gewesen. Der Rückgang des Eises liege im Mittel der vergangenen zehn Jahre, teilten die Wissenschaftler außerdem mit.

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Die Biodiversitätskonvention – und was daraus geworden ist PDF Drucken E-Mail

Vor 25 Jahren trat die Biodiversitätskonvention in Kraft und zwar kurz vor Jahresende, am 29. Dezember 1993. Sechs Jahre lang, ab November 1988, haben UN-Experten daran gearbeitet. Das Dokument wurde auf einer eigens einberufenen United Nations Environment Program (UNEP)-Konferenz im Mai 1992 angenommen und konnte ab dem 5. Juni 1992 während der Rio-Konferenz unterzeichnet werden. Die Konvention hat inzwischen (Stand: September 2018) 196 Vertragspartner und wurde von 168 Staaten sowie der Europäischen Union unterzeichnet.

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Trinkwasser wird immer knapper PDF Drucken E-Mail

Zwölf Prozent der Menschen weltweit haben noch immer keinen Zugang zu sauberem Wasser. Welche Möglichkeiten gibt es, das zu ändern? Wie kann man gleichzeitig den Wasserverbrauch reduzieren? Wie optimal Wasser recyclen und weltweit die passende Infrastruktur aufbauen? Diese Fragen sind heute drängender denn je.

Aber was hat das mit uns zu tun? Ein durchschnittlicher Mensch in einer durchschnittlichen Industrienation verbraucht jeden Tag nicht nur etwa 120 Liter Wasser direkt, durch beispielsweise Händewaschen, sondern auch indirekt durch seine Ernährung oder die Kleidung, die er trägt. Damit hinterlassen wir einen individuellen Wasserfußabdruck, den wir aktiv beeinflussen können.
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Der Irrsinn beginnt: Tief, tiefer, Tiefseegrabungen PDF Drucken E-Mail

jialong( Die „Jiaolong“ kann in Tiefen bis zu sieben Kilometer vordringen und dort Felder von Bodenschätzen erkunden (Foto: Chonghe Marine Industrie, Text: H.K.)

 

Die chinesische Werft Fujian Mawei Shipbuilding arbeitet derzeit an einem Schiff, das alle bisher in China gebauten Schiffe in den Schatten stellen wird. Soeben ist der Rumpf des 227 Meter langen Ozeanriesen fertiggestellt worden und ein Sprecher der Werft informierte in einer Pressemitteilung: „Wir sind exakt im Plan. Alles im grünen Bereich.“ Das Schiff könne, so der Sprecher weiter, im kommenden Jahr 2018 an das kanadische Unternehmen Nautilus Minerals übergeben werden. Darüber hinaus gehende Informationen gab die Werft nicht, technische Details zum Schiff unterliegen strengster Geheimhaltung.

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Umfrage des Bundes-Umweltministeriums: Diskrepanz zwischen denken und handeln PDF Drucken E-Mail

Anfang Juli stellte Bundesumweltministerin Svenia Schulze (SPD) eine Studie ihres Ministeriums vor. Die Studie erhob Meinungen zum Naturbewusstsein der Bundesbürger. Positiv ist zu vermerken, dass Umweltbewusstsein das Denken der Menschen in Deutschland immer mehr beeinflusst. So sehen beispielsweise 96 Prozent aller Befragten ein großes Problem in der steigenden Plastikflut in den Weltmeeren. Während es in den 1970er- und 80er Jahren der ölverschmierte Seevogel war, der Besorgnis hervorrief, so ist es heute der Vogelkadaver mit dem plastikgefüllten Magen.

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Hoffnungsschimmer für die Meere? PDF Drucken E-Mail
uni_hohenheim_01(Foto: Uni Hohenheim) Die Meere sind übervoll mit Plastikmüll. Über die Meerestiere landet der Müll schließlich wieder beim Verursacher – dem Menschen. Auf dem Mittagstisch. Denn Plastik zersetzt sich nicht, sondern wird lediglich in kleinste Partikel zerrieben und schließlich von den Meeresbewohnern gefressen. Es gibt zahlreiche Projekte, das aus Erdöl gewonnene Plastik zu ersetzen. An der Universität Hohenheim forschen zwei Wissenschaftlerinnen an der Verwendung von Chicorée-Abfall zur Herstellung von Nylon, Polyester, Perlon oder Kunststoffflaschen.
 
Ein Bericht der Universität Hohenheim
 
Ein fensterloser Raum auf der Versuchsstation des Hohenheimer Universitätsgeländes. An den Wänden stehen Regal-Türme mit 3 Etagen voll Wannen, ausgekleidet mit Teichfolie. Darin stehen in Kunststoffkörben aufrecht die 15-20 cm langen Wurzelrüben, aus denen verkaufsfähige Chicorée-Salatknospe innerhalb von 3 Wochen wachsen.
Eine Aquariumpumpe umspült die Pflanzen mit einer Nährlösung. Es ist dunkel, damit die Salatblätter in einem gelben Pastellton verbleiben und keine der Chicorée-typischen Bitterstoffe bilden, die den Verzehr beeinträchtigen könnten.
Ähnlich wie in dieser Versuchsanlage – nur um ein Vielfaches größer – sieht es bei der kommerziellen Produktion von Chicorée-Salat in so genannten Wasser-Treibereien aus: Denn die zweijährige Chicorée-Pflanze verbringt nur die ersten fünf Monate auf dem Acker. Mitte Oktober werden die Blätter abgemulcht, die Wurzelrüben geerntet, kühl gelagert und dann in die Treibräume  gebracht. Erst dort treiben neue Blattknospen aus, die als Chicorée-Salat genutzt werden.
Doch anders als in der Lebensmittelproduktion interessiert sich die Universität Hohenheim vor allem für den nicht-essbaren Rübenanteil. „Die Wurzelrübe macht ca. 30 % der Pflanze aus. Die eingelagerten Reservekohlenhydrate werden für die Bildung der Salatknospen nicht vollständig aufgebraucht, so dass wertvolle Reservestoffe verbleiben. Die Wurzelrüben können jedoch nur einmal für die Chicorée-Treiberei genutzt werden, fallen nach der Knospenernte als Abfallstoff an und müssenentsorgt werden.“, erklärt Agrarbiologin Dr. Judit Pfenning.
 
Nylon, Polyester, Perlon oder Kunststoffflaschen
Wie wertvoll diese Wurzelrübe tatsächlich ist, zeigt Prof. Dr. Andrea Kruse wenige Schritte entfernt in einem Labor des Instituts für Agrartechnik.
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Meeres- und Umweltschutz: Zappenduster bis hoffnungsvoll PDF Drucken E-Mail

Betrachtet man eine Reihe von Ereignissen rund um den Meeresschutz, die in den vergangenen Tagen und Wochen stattgefunden haben, bzw. bekannt wurden, so schwankt man zwischen hoffen und Bangen. Lesen Sie selbst:

true(Foto links: Dylan Walker, Wikimedia Commons. True-Wale sehen ein bisschen aus wie eine Kreuzung zwischen Delfin und Seekuh. Biologisch gesehen gehören sie zu den Schnabelwalen)

Am Strand der Insel Sotra vor Bergen, Norwegen, wurde kürzlich ein Cuvier-Schnabelwal entdeckt, der trotz heftiger und wiederholter Intervention von Menschen immer wieder Richtung Strand schwamm. Ein herbeigerufener Zoologe diagnostizierte, dass das Tier krank sei und unter starken Schmerzen leiden musste. Man beschloss deshalb schweren Herzens, das Tier einzuschläfern. Wissenschaftler der Universität von Bergen obduzierten den Kadaver schließlich und stellten dabei Erschreckendes fest: Im Magen des Tieres befanden sich mehr als 30 Plastiktüten, andere Plastikverpackungen und mehrere Kilogramm Mikroplastik. Der Kunststoff hatte einen Pfropfen im Magen gebildet, so dass sich der Wal nicht mehr ernähren konnte und langsam verhungert wäre.

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