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Montag, 6. April 2020

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Umwelt
Bereiten wachsende Haibestände vor Australien Fischern wirtschaftliche Probleme? PDF Drucken E-Mail
kiel(Text: Heinz Käsinger, Foto: Wikipedia Commons; mit solch riesigen Industrieschiffen geht die Fischereiindustrie auf Fang. Die Fische werden nach dem Einholen der Netze sofort verarbeitet, d. h. gereinigt, ausgenommen, filetiert und tiefgefroren. Das Bild zeigt die „Kiel“ der Deutsche Fischfangunion)

Haie vor Australien reißen Fänge aus den Netzen kommerzieller Fischer und drängen viele aus dem Geschäft. Die Fischer verlieren bis zu 70 Prozent ihres Fangs entlang der 4000-Meilen-Küste von Queensland. Die Fischer behaupten jetzt, dass die Zunahme der Haipopulation durch Halbierung der Fangquote für diese Fische verantwortlich sei.


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Die zwei Gesichter des Handels mit Zuchtkorallen PDF Drucken E-Mail
(Foto: Georg Wamser/Wikipedia Commons, Text: Heinz Käsinger; Meerwasseraquarien erfreuen sich steigender Beliebtheit. Zum Glück wird zunehmend auf Zuchtkorallen zurückgegriffen )
 
meerwasseraquariumJahrelang verdienten in Indonesien Kultivierer nachhaltiger, gezüchteter Korallen direkt vor der Küste von Nusa Lembongan, einer kleinen Insel in der Nähe von Bali, ihren Lebensunterhalt mit Korallen. 2018 aber brach der Handel zusammen. Was war geschehen?
Als die indonesische Regierung 2018 alle Korallenexporte verbot, um die illegale Ernte von Wildkorallen zu stoppen, brachen Hunderte von nachhaltigen Farmen im ganzen Land zusammen. Die Farmen, um die es hier geht, haben Tausende Korallenstücke pro Woche an Aquarienläden in Europa und China geliefert, wo sie in Aquarien zur Dekoration verwendet werden.
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Kobalt aus der Tiefsee PDF Drucken E-Mail
Text: Heinz Käsinger
 
Jetzt geht es also los. Vor dem spanischen Malaga läuft ein europäisches Forschungsprojekt zum Abbau von Kobalt, das zur Herstellung von Batteriezellen benötigt wird. Die EU, so schreibt sie offen auf ihrer Webseite https://cordis.europa.eu/programme/id/H2020_SC5-11c-2015, möchte sich dadurch unabhängiger von Rohstoffimporten machen. ATLANTIS hat Fakten zum Blue-Nodules-Projekt recherchiert.
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Korallenriffe durch schwindende Zahl von Haien gefährdet PDF Drucken E-Mail

Eine Studie hat ergeben, dass Raubfische, insbesondere Haie, aus mehr als 1000 Korallenriffen wegen Überfischung verschwunden sind. Ihr Verlust bedroht das Überleben der Riffe, weil Haie das Gleichgewicht der anderen Fische im Riff garantieren und kleinen, pflanzenfressenden Fischen erlauben, zu gedeihen und Algen zu fressen, die junge Korallen überwuchern könnten.

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Artenschutz: Die Erfolge sind nur Vorzeigeprojekte PDF Drucken E-Mail

(Text: Heinz Käsinger, Foto: David Monniaux/Wikipedia Commons, Portrait einer Grünen Meeresschildkröte)

schildiGleich zwei Gedenktage im Jahr sollen die Menschheit an den Natur- und Artenschutz erinnern: Am 3. März ist der Tag des Artenschutzes, am 22. Mai der Tag der Biodiversität. „Scheinheilige Augenwischerei!“, sagen die einen, „notwendige Mahnung“, die anderen.

 

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Greenpeace-Aktion (nicht nur) für Mako-Haie PDF Drucken E-Mail

greenpeace-2Gegen den Fang zehntausender vom Aussterben bedrohter Haie im Nordatlantik protestierten Umweltschützer von Greenpeace auf dem Aktionsschiff „Esperanza“ westlich von Portugal. „Sharks Under Attack“ steht auf dem Banner, mit dem Aktivistinnen und Aktivisten einen spanischen Fischtrawler konfrontierten 

Bis zu 25 000 vom Aussterben bedrohte Makohaie fallen nach einem neuen Greenpeace Report jährlich der atlantischen Schwertfisch-Fischerei zum Opfer. Die zuständige Fischereibehörde ICCAT räumt die Bedrohung des Bestands ein, unternimmt jedoch nichts, um die Tere zu schützen. „Haie sind enorm wichtig für das marine Ökosystem. Doch im Atlantik werden die Tiere zu Zehntausenden getötet“, sagt Greenpeace Meeresexperte Dr. Christian Bussau. „Die Schuldigen auf See zu entlarven reicht nicht. Die EU braucht dringend strengere Fangbestimmungen und Kontrollen, um unsere Ozeane und ihre Lebewesen zu schützen.“ Den gesamten Report finden Sie online unter https://act.gp/2J7wQLP.


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Landwirtschaft beeinflusst das Wetter in Asien PDF Drucken E-Mail
kit-flieger(Foto: Dr. Erik Kretschmer; mit Messflügen während des asiatischen Monsuns, Satellitenbeobachtungen und Laboranalysen lösten die Forscher das Rätsel der Asiatischen Tropopausen Aerosolschicht)

In zwölf bis 18 Kilometern Höhe über dem Mittleren Osten und Asien erstreckt sich die Asiatische Tropopausen-Aerosolschicht (ATAL). Diese Ansammlung von Aerosolen wurde 2011 zum ersten Mal im asiatischen Monsun nachgewiesen. Ihre Zusammensetzung und Wirkung waren bisher jedoch nicht erforscht. Ein europäisches Konsortium von Wissenschaftlern konnte nun erstmals zeigen, dass diese Schicht aus kristallinem Ammoniumnitrat besteht. Wie dieses in der oberen Troposphäre entsteht, haben die Klimaforscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Wolkenkammer AIDA nachgewiesen. Seine Ergebnisse stellt das Konsortium in der Zeitschrift Nature Geoscience vor.

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Deutsches WK-II U-Boot soll zugeschüttet werden PDF Drucken E-Mail

geotechnisches institut(Foto: Geotechnisches Institut Norwegen; U-864 liegt in rund 150 Metern Tiefe vor Norwegen. Der Bug ist abgerissen, so kann die hoch giftige Quecksilberfracht austreten, Text: Heinz Käsinger)

Norwegen plant, das Wrack eines deutschen U-Bootes unter Sand und Schutt zu begraben, um seine giftige Quecksilberfracht, die ins Meer gelangt, zu stoppen. Anfang 1945 war das U-Boot nach Japan aufgebrochen, wurde aber von einem britischen U-Boot vor Bergen torpediert. Es sollte das erste Mal gewesen sein, dass ein U-Boot ein anderes versenkte, während sich beide Boote auf Tauchstation befanden. Seitdem liegt U-864 fast 150 Meter tief unter der Wasseroberfläche. Etwa drei Kilometer entfernt befindet sich Fedje, eine Insel mit 600 Einwohnern. Die Regierung will etwa elf Hektar des Meeresbodens unter bis zu 14 Metern Schutt vergraben, um Ausflüsse aus den 1800 Quecksilberkanistern an Bord zu begrenzen. Sie sind im Verlaufe der Jahre undicht geworden und das Fischen in der Gegend wurde verboten. Umweltschützer sagen, dass die Maßnahme nicht ausreiche. Sie befürchten, dass das Wrack, das auch gerne als Unterwasser-Tschernobyl bezeichnet wird, noch immer Quecksilber emittieren könnte, wobei über 60 Tonnen in den nächsten Jahrzehnten austreten könnten.

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Mikroplastik in Gewässern: Eidgenössische Materialprüfanstalt sieht noch keine Gefahr PDF Drucken E-Mail
empa-2Qualvoll verendete Meeresvögel mit einem Bauch voller Plastikmüll; Plastikansammlungen so groß wie Inseln: Bilder wie diese hat heute praktisch jeder schon gesehen. Doch es gibt auch Plastikteile, die von Auge kaum sichtbar sind – Mikroplastik. Die Gefahr, die diese winzigen Teile bergen, ist bis heute kaum erforscht. Wissenschaftler der Eidgenössischen Materialprüfanstalt (Empa) haben nun die weltweit erste Risikoabschätzung für Mikroplastik in Seen und Flüssen durchgeführt. In Europa, so das Fazit der Studie, sind aquatische Organismen zurzeit (noch) nicht akut gefährdet.

So klein wie ein Staubkorn – doch von großer globaler Tragweite: Das Wort Mikroplastik ist vielen ein Begriff, doch die Gefahren sind so gut wie unerforscht. In den letzten Jahren ist die Verschmutzung durch Plastik zu einer immer größeren Belastung für die Umwelt herangewachsen. Unzählige Videos und Medienberichte machen auf dieses Problem aufmerksam. Während die Gefahren durch große Plastikteile für Tiere kaum zu übersehen sind, findet man über diejenigen von Mikroplastik bis heute praktisch nichts. Doch was ist Mikroplastik überhaupt?


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