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Samstag, 16. Dezember 2017

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Storms, War and Shipwrecks: Treasures from the Sicilian Seas. Ashmolean Museum, Oxford (GB). PDF Drucken E-Mail

rammsporn(Foto: Der Rammsporn einer römischen Kriegsgaleere wird geborgen) Unter dem Titel „Storms, Wars and Shipwrecks: Treasures from the Sicilian Seas“ (Stürme, Kriege und Wracks: Schätze aus sizilianischen Gewässern) findet im Ashmolean Museum in Oxford (GB) derzeit eine Ausstellung statt, die archäologische Fundstücke aus der Mittelmeerregion um Sizilien präsentiert. Die Ausstellung ist bis 25. September 2016 geöffnet.

Das Oxforder Ashmolean Museum erzählt die außergewöhnliche Geschichte Siziliens. Die Insel im Schnittpunkt des Mittelmeers war 2500 Jahre lang sowohl Begegnungsstätte als auch Schlachtfeld antiker Zivilisationen. Die Kultur der heute zu Italien gehörenden größten Insel des Mittelmeers wurde von Phöniziern, Griechen, Römern, Arabern und Normannen geprägt.

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Italienische Impressionen: Das Land wo die Zitronen blühn PDF Drucken E-Mail

impression1Gabeldorsche und Zackenbarsche sieht man jetzt wieder öfter. Eine Zeit lang waren sie verschwunden gewesen. Auch das Wasser ist wieder klarer – so wie es sein muss. Delfinherden ziehen vorbei. Nach wie vor gehört das Essen zu den Glanzlichtern einer jeden Reise. Und die Kultur, natürlich. Der Wein. Das Olivenöl. Dabei ist das gelobte Land in nur wenigen Fahrstunden erreichbar.

Kennst du das Land wo die Zitronen blüh’n? Im dunklen Laub die Goldorangen glüh’n ...“ Ach Goethe, schweigen Sie stille! Ihre Italiensehnsucht ist heutzutage nicht mehr nachzuvollziehen. Und unangemessen. Spätestens seit die Squadra azzurra unsere Helden im Halbfinale des Sommermärchens des Platzes verwies. Mit unsäglichem Mauerfußball. Und wer bei Chiasso die Grenze passiert und kurz darauf in das Mailänder Verkehrschaos gerät, dem schlägt die italienische Romantik sowieso gleich ordentlich auf die Nerven.

Besser wird das erst, wenn man die Serpentinen der A7 hinunter, Richtung Genua, rollt. Links und rechts der Autostrada stehen dichte Mischwälder mit Eichen, Maulbeerbäumen und Edelkastanien. Pilze und Trüffeln wohnen darin und Wildschweine, die man mittlerweile ganzjährig bejagt, um a) der Plage Herr zu werden und um b) aus ihren Hinterläufen prächtige Schinken zu pökeln.

portovenere1Hier haben früher die Bauern der Gegend Käse neben der Autobahn verkauft. Und das ging so: Sie banden einen Käse an eine Schnur und hielten ihn an einer langen Stange über die Fahrbahn. Das war das Zeichen. Hatte man Lust auf einen kräftigen italienischen Formaggio, dann rollte man auf den Pannenstreifen, wo sofort ein Kind des Bauern auftauchte, mit dem man über die Leitplanke hinweg schnell einen Deal abwickelte: Eine Hand voll Lire gegen eine Hand voll Käse. Oliven gab’s auch und reife, harte Salami und einfachen Hausmacherwein in Flaschen ohne Etikett. Für 10000 Lire hatte man ein traumhaftes Mittagessen, das man später am Strand genoss – mit Meerblick. Wenn man ganz viel Glück hatte, dann war der Strand nur mäßig belegt, es plärrte kein Kofferradio und es knatterte kein Mobiletto. Schon besser als Mauerfußball und Verkehrschaos.

Leider ist es den Bauern heute strengstens verboten, ihre Waren auf der Autobahn zu verkaufen und noch strenger verboten ist, der EU sei es gedankt, einfachen, ehrlichen Landwein in Flaschen ohne Etikett zu verkaufen. Einen chemischen Zusatz muss der Wein zwingend haben und ein Etikett, wo das nicht draufsteht.

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Wegen Überfischung: Fischkonsum drastisch einschränken PDF Drucken E-Mail

stadt22(Foto: Heinz Käsinger, Fischverkäufer in Marseille mit Brassen, Doraden und Stachelmakrelen.)

Die Bestände vieler Speisefische stehen vor dem Kollaps. Alleine in Deutschland essen die Menschen 1,2 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr, also rund 14 Kilogramm pro Kopf. In der restlichen EU sogar 23 Kilogramm  Fast keine Fischart kann nach Einschätzung von Greenpeace bedenkenlos gekauft und gegessen werden. Nur der Karpfen darf nach Ansicht der Umweltschützer mit gutem Gewissen auf den Tisch kommen. Das geht aus einem neuen Einkaufsratgeber hervor, den Greenpeace jetzt veröffentlichte.

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Nicht ums Verrecken PDF Drucken E-Mail

heinz kaesingerEine Kurzgeschichte von Heinz Käsinger

„Hast du ‘n Joint?“ Britta sah mich mit den braunen Augen eines Dobermannes an, bereit zuzuschnappen. Nur kein falsches Wort jetzt, drohte der Unterton ihrer Stimme. Ich wühlte in meiner Umhängetasche. In einem Seitenfach fand ich schließlich meinen Tabak und das Stanniolpapier mit dem Hasch. Ein neues, billiges Plastikfeuerzeug quietschte mich mit seinem makellosen Sonnengelb an und ging mir auf die Nerven.

Ich warf ihr die Sachen zu und verschwand in der Hütte, die unsere Tauchbasis hätte werden sollen. Vor meiner Abreise wollte ich noch etwas dösen. Ich schmiss mich auf die Matratze, die Schimmel angesetzt hatte und nach Dreck und Moder und Schweiß stank. Die Matratze in der leeren Bruchbude war alles, was von unserem Traum vom Leben im Paradies übrig bleiben sollte.

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Jeder Mensch muss ein Ziel haben PDF Drucken E-Mail

heinz kaesingerEine Kurzgeschichte von Heinz Käsinger

Am zweiten Tag seines Martyriums begann Tom zu schwimmen. Am Vortag war er von einem Strömungstauchgang hoch gekommen und das Taucherschiff war weg. Zuerst bekam er einen Schreck, dann blies er eine grell gefärbte Signalboje auf, ließ sich treiben und hoffte, dass der Skipper ihn finden würde. Im Verlauf der kommenden Stunden dachte Tom an nichts Besonderes. Aber er wurde langsam nervös und, als der Hunger kam, wütend.

Am Nachmittag verließ ihn vorübergehend die Hoffnung. Doch als er Rotorgeräusche hörte, wusste er, dass man nach ihm suchte. Obwohl der Hubschrauber viel zu weit weg war, wedelte er mit seiner Boje, die, wie peinlich, einem Riesenpenis glich, in der Luft herum. Die Stunden zogen sich quälend. Zwar hing er in seiner Tarierweste sicher im Wasser aber die Angst kam wie ein Dämon als die Hitze ihm zusetzte. Tom tauchte immer öfters seinen dunklen Lockenkopf ins Wasser, um sich Kühlung zu verschaffen.

Plötzlich kam der Durst. Nur kein Salzwasser trinken, das würde die Situation noch verschlimmern.

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Des Todes eisige Hand PDF Drucken E-Mail
heinz kaesingerEine Kurzgeschichte von Heinz Käsinger
 
(Auszug aus dem Buch 'Requiem unter Palmen', Bestellung unter Service: Bücher)
 
Commander Sam Dillinger, 45 Jahre alt, geboren in Savannah, Gerorgia, ist ein erfahrener Kommandant. Wenn es so etwas wie eine Bilderbuchkarriere in der Hierarchie der US-Marine gibt, dann ist es seine. Seit 1980 dient er in Amerikas Nordatlantikflotte, seit 1983 auf einem Unterseeboot. 1985 vertraute man ihm das Kommando auf der Philadelphia, einem Unterseeboot der Los-Angeles-Klasse, an, 1994 wurde er Erster Offizier auf der America, dem modernsten Atom-Unterseeboot der Vereinigten Staaten. 1996 übernahm er dessen Kommando. Dillinger gilt bei seinen Untergebenen als Autorität. Nicht wegen seiner Strenge, im Gegenteil. Commander Dillinger ist seinen Matrosen und seinen Dienstgraden gegenüber eher milde. Streit schlichtet er gerecht und ohne Ansehen des Rangs. Kleine Vergehen ahndet er ohne Aufhebens. Größere und große Vergehen aber konsequent bis gnadenlos, jedoch ohne das Marinekommando zu informieren. Dies tut er erst bei wiederholten schweren Vergehen.
Der Kommandant des Atom-Unterseebootes verlangt nichts von seinen Soldaten, was er nicht selbst getan hätte. Deshalb, und nicht nur deshalb, bewundert ihn seine Crew. Darüber hinaus aber navigiert er sein Schiff bei dunkelster Nacht und im dichtestem Nebel scheinbar spielerisch nach Portsmouth/New Hampshire, dem Heimathafen. Und später zentimetergenau an den zugewiesenen Pier. Selbst um zwei Uhr Nachts: Commander Dillinger ist sich nicht zu fein, selbst Hand an eine zugeworfene Leine zu legen. Er verlässt, wie man es von ihm erwartet, als letzter das Boot. Und er ist der erste, der es jeden Tag wieder betritt. Kurz: Dillinger lebt seine Autorität. Und zwar dergestalt, dass nicht nur seine Untergebenen, sondern auch seine Vorgesetzten im Pentagon ihn schätzen.
Welche Schande, so einen fähigen und beliebten Mann vom aktiven Dienst auf See abzuziehen und in irgend eine Schreibstube an Land zu befördern – in den Rang eines Flotillenadmirals. Tatsächlich würde das bevorstehende Manöver im Nordmeer der letzte Einsatz Dillingers auf See sein. Beim Einlaufen in den Hafen von Portsmouth würde er seine Bordpantoffeln traditionsgemäß ins Meer werfen und die vollzählig angetretene Mannschaft würde ihre blauen Paradeuniformen tragen und applaudieren.
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