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Donnerstag, 16. Juli 2020

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Sonstige
Gute Unterhaltung: Zwei Krimis für den (Strand-)Sommer PDF Drucken E-Mail

Stefan von der Lahr:

Das Grab der Jungfrau,

ISBN: 978-3-406-75658-0

und 

Hochamt in Neapel,

ISBN: 978-3-406-73133-4.

Beide im Beck Verlag, München

Preis jew.: 19,95 Euro (Print) / 14,95 Euro (E-Book)

Buchbesprechung von Heinz Käsinger (Mai 2020): 

Ob wir in diesem Jahr an einem Mittelmeerstrand landen können, wissen wir noch nicht. Von Ägypten ganz zu schweigen. Aber Nordsee, Ostsee und unsere Süßwasserseen sind doch auch ganz schön und gerade im Bodensee, der Müritz oder den Feldberger Seen gibt es allerhand zu entdecken.

Und was machen wir zwischen den Tauchabstiegen? Lesen zum Beispiel und da halten wir einen heißen Tipp für Sie bereit: Stefan von der Lahr. Der Mann ist Lektor im renommierten Münchener Beck Verlag, der weiland besonders für seine juristische Fachliteratur bekannt war, zwischenzeitlich aber eine breite Verlagspallette für viele Geschmäcker bereithält. Von der Lahr wird von den Medien auch gerne „der deutsche Dan Brown“ genannt. Folgerichtig, Sie erraten es, sind religiöse Themen sein Fachgebiet. Die Kollegin von der FAZ schrieb sinngemäß: Von der Lahr ist wie Dan Brown, nur intelligenter.

Eine der großen philosophischen Fragen der katholischen Religion ist beispielsweise die, ob Maria, die Mutter von Jesus, nun einfach so wie ein handelsüblicher Mensch in den Himmel gekommen ist, oder ob der Allmächtige sie „mit Leib und Seele“ aufgenommen hat. Ich weiß nicht mehr, wie das genau war, die Bibel schweigt sich, wenn ich mich richtig erinnere, darüber aus. Irgendwann hat irgendein Papst dann ex Cathedra entschieden, dass dem so war und da der Papst in religionsphilosophischen Fragen nie irrt, gilt das seither als sicher. Nun aber wird ein Dokument, ein uraltes Papyrus, entdeckt, in dem geschrieben steht, wo Maria begraben liegt. Sollte also der Leichnam der Jungfrau Maria im Grab gefunden werden, so wäre die Kirche in ihren Grundfesten erschüttert. Also beginnt ein heißes Rennen um das Dokument. Der Vatikan will es in seinen Besitz bringen, die Wissenschaft und selbstverständlich, wir befinden uns in Italien, auch die Mafia. Schließlich findet ein Grüppchen Eingeweihter tatsächlich „Das Grab der Jungfrau“, wie der Religionsthriller so treffend heißt und die Sache wird endgültig geklärt.

Der zweite von der Lahr’sche Religionsschinken befasst sich mit einem sehr viel weltlicheren Thema, wenn das auch eingebettet ist in die Suche nach dem Leichnam Alexanders des Großen. Der soll sich in Neapel befinden und auf der Jagd nach dem Sarkophag stoßen ein Polizist (derselbe wie im „Grab der Jungfrau“) und ein Monsignore (dito) auf einen Umweltskandal allererste Güte: Die Entsorgungsmafia deponiert, höchst illegal und kostengünstig, in den Katakomben Neapels radioaktiven Abfall. Natürlich werden die Guten (die in den Hierarchien von Staat und Kirche ziemlich weit unten sitzen) von den Bösen (klar, ziemlich weit oben) stark in der Lösung des Falles behindert. Ob – und wenn ja wie – es den Guten gelingt, die Umweltfrefler dingfest zu machen, ist eine spannende Angelegenheit.

 
Hans Fricke: Unterwegs im blauen Universum PDF Drucken E-Mail

Fricke, Hans:

Unterwegs im blauen Universum

Fester Einband mit farbigem Schutzumschlag, Format ca. 15 x 22 cm

247 S. mit einigen, zumeist farbigen Abb.

Galiani Verl., Berlin, 2020,   ISBN 978-3-86971-202-4,    Preis: 25.-- Euro

Buchbesprechung von Wolfgang Freihen, (April 2020):

Spannend und unterhaltsam schildert der Autor, einer der bekanntesten, freischaffenden Zoologen unserer Zeit, seinen abwechslungsreichen Werdegang. Es ist eine berufliche Autobiographie, die mit Hans Hass und dessen Film „Abenteuer im Roten Meer“ beginnt. Der fasziniert ihn so, dass auch der Autor gerne Zoologe werden möchte. So verlässt er mit 18 Jahren Eltern und Freunde in der DDR, um im Westen seinem Ziel näher zu kommen. Wir erleben Fricke mit selbst gebastelter Tauchausrüstung und nehmen Teil an seiner Fahrradreise zum Roten Meer, wo er erstmals in eine unberührte, reizvolle UW-Welt eintaucht. Noch studierend knüpft er Bekanntschaften zu verschiedenen weltbekannten Wissenschaftlern, wie z.B. zu Konrad Lorenz, Sylvia Earl und anderen, mit denen er auch zusammenarbeitet. In Eilat baut er später sein untypisches, aufrecht stehendes und eckiges UW-Haus, das über mehrere Jahre in Betrieb bleibt, sodass er von dort aus interessante Verhaltensstudien treiben kann. Seine Bilder, Vorträge, Artikel und Bücher machen ihn weltbekannt, ebenso seine Filmaufnahmen, die im Fernsehen ausgestrahlt werden. Er lernt viele bedeutende Leute kennen, so u.a. auch Chefredakteure und Herausgeber großer Zeitschriften, wie z.B. von GEO. Es kommt offenbar auf die „richtigen“ Bekanntschaften an, auf Leute, die ihm besonderes Vertrauen entgegen bringen und so Dinge ermöglichen, die zuvor von Fachkollegen abgelehnt wurden. So wird er zum Tauchboot-Kommandanten. Er taucht zunächst mit der „GEO“ 300 Meter tief und benutzt später die robustere „Jago“ gar bis 400 Meter. Damit gelingen ihm nicht nur Tauchabstiege bis an den Rand der Tiefsee, sondern es geht auch zum Quastenflosser, von dem so erstmals phantastische Aufnahmen im natürlichen Lebensraum gelingen. Er geht auch in verschiedenen Alpenseen auf den Grund und gleichermaßen finden einzelne kulturhistorische Untersuchungen statt. So geht er nationalsozialistischen Geldfälschern nach, taucht auf der Kyffhäuserburg im tiefsten Brunnen der Welt, und weitere Tauchreisen führen ihn in die Arktis, wo er den Spuren früher Expeditionen und einem verschollenen Schiff nachgeht. Doch er bleibt Zoologe durch und durch, schlägt gar ein phantastisches Stellenangebot vom Fernsehen aus, geht in einem Laichgebiet den Geheimnissen der Aale nach und, an anderer Stelle, auch winzigen Flohkrebsen. Er ist ständig unterwegs, lernt die unterschiedlichsten Gegenden kennen, begegnet in einer Höhle von Mexiko riesigen Schwärmen kleiner Schwefelmollies, die heute leider nicht mehr existieren, und im vorletzten Kapitel kehrt er noch einmal nach Israel zurück, wo er gewaltige Veränderungen feststellt, die auch ihre Spuren an den Riffen von Eilat hinterlassen haben. Hier schließt sich der Kreis: Diese Riffe sehen heute vollkommen anders aus, sind ebenso vom Untergang gezeichnet, wie die meisten anderen Korallengebiete. So zeigt dieses Buch nicht nur viel Interessantes aus dem Leben des Autors und dem Verhalten von Korallenfischen in intakter Umwelt, sondern gerade durch dieses vorletzte Kapitel lädt es auch zum besonderen Nachdenken ein. Schließlich fanden diese schrecklichen Veränderungen an Korallen gerade erst im Laufe seines eigenen Lebens statt… Insgesamt ein großartiges Buch, das man  nur empfehlen kann.

 

 
Reisen, Wandern, Fotografieren: Drei Themen, drei Bücher PDF Drucken E-Mail
Von Heinz Käsinger
 
In den vergangenen Monaten erreichten die ATLANIS-Redaktion drei Bücher, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Alle drei haben nichts, aber auch absolut nichts mit dem Tauchsport zu tun und trotzdem alles: Naturerlebnis, Reiseerlebnis, Kontemplation. Es geht in ihnen um die drei Themenfelder aus der Überschrift zu diesem Artikel.
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Das Hausbuch der heilsamen Wildpflanzen PDF Drucken E-Mail

Katrin Hecker, Frank Hecker

Heilsame Wildpflanzen, 

im Rhytmus der 10 Jahreszeiten sammeln und anwenden

344 Seiten, ca. 280 Farbfotos

gebunden 19,5 x 23,5 cm

Haupt Verlag

ISBN: 978-3-258-07977-6

Preis: 29,90 €

Buchvorstellung:

In unseren Wäldern, an Bächen und manchmal direkt am Wegesrand wachsen die ältesten überlieferten Arzneien der Menschheit: Pflanzen von unverfälschter Heilkraft. Wie man diese richtig sammelt, konserviert und verwendet zeigen Katrin und Frank Hecker in „Heilsame Wildpflanzen“ (Haupt Verlag).

Harzige Baumknospen, die uns einen heilsamen Balsam schenken, zarte Blüten, die unsere Bronchien befreien, oder Beeren, die Viren und Bakterien abwehren: Wildpflanzen haben großes Potenzial, unsere Gesundheit zu schützen und im Krankheitsfall wiederherzustellen. Die Autoren und Diplom- Biologen beschreiben anhand der zehn Jahreszeiten des phänologischen Kalenders, welche Bedeutung die verschiedenen Pflanzen haben, was die moderne Forschung zu den Inhaltsstoffen sagt, woran man die Pflanze erkennt, wie man sie sammelt, zubereitet oder sie haltbar macht. Aus den Schätzen der Natur entstehen aber nicht nur Mittel für die Hausapotheke, sondern auch Tees, Salate oder Suppen für die Küche sowie natürliche Kosmetika. Den Abschluss des Buches bildet ein Kapitel mit hilfreichen und bebilderten Anwendungsbeispielen und Rezepten.

Vom Wissen der Vorfahren zu den neuesten Erkenntnissen: Dieses Buch lädt dazu ein, sich von den Kostbarkeiten zu nehmen, die sich in der Natur finden. Und wer sich auf die Begegnung mit unserer Umwelt einlässt, wird reich beschenkt.

 
Heilpflanzen für Kopf und Seele: Zitronenmelisse für gute Laune PDF Drucken E-Mail

Nicolette Perry, Elaine Perry

Heilpflanzen für Kopf und Seele

240 Seiten, 180 farbige Abbildungen

gebunden, 15 x 20,5 cm

Haupt Verlag

ISBN: 978-3-258-08041-3

Preis: 26,00 €

Buchvorstellung:

Pflanzliche Ernährung ist gesund – das ist allgemein bekannt. Nur wenige wissen aber, dass Pflanzenstoffe auch die geistige Gesundheit fördern können. Die Autorinnen Nicolette und Elaine Perry zeigen in „Heilpflanzen für Kopf und Seele“ (Haupt Verlag), dass pflanzliche Wirkstoffe bei leichten Beschwerden eine gute Alternative zu konventionellen Medikamenten darstellen.

Baldrian gegen Stress, Gingko für eine bessere Konzentration, Weihrauch gegen Schmerzen: In diesem umfassenden Ratgeber stellen die Autorinnen Pflanzen vor, die das Gehirn schützen, seine Funktion stärken und beispielsweise Stress, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen lindern. Der große Vorteil dieser Heilmitteln ist, dass sie kaum Nebenwirkungen nach sich ziehen. Zudem birgt ein Gewächs oft gleich mehrere Wirkstoffe. Ein Beispiel dafür ist Lavendel, dessen ätherisches Öl nicht nur als wohlriechende Einschlafhilfe bekannt ist, sondern auch bei stressbedingten Kopfschmerzen und Migräne hilft. Neben den über 50 porträtierten Heilpflanzen enthält das Buch auch Verwendungshinweise, pharmakologisches Hintergrundwissen und Rezepte.

Dieses kleine, reich bebilderte Kompendium der Pflanzenheilkunde ist nicht nur ein praktischer Gesundheitshelfer, sondern sorgt mit wertvollen und bisweilen auch unterhaltsamen Tipps und Tricks für ein kurzweiliges Lesevergnügen.

 
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