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Dienstag, 16. Juli 2019

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Reportage & Service
Zufallsfund: Sporttaucher heben neun Kilogramm Gold PDF Drucken E-Mail

archeo10(Bild: Jakob Sharvit ist Leiter der IAA in Caesarea. Er stuft den Goldfund im versunkenen Hafen als "sensationell" ein)
 
Dass Israel die Supermacht der Archäologie ist, wurde am Wochenende einmal mehr bestätigt:
Sporttaucher fanden vor Caesarea einen neun Kilogramm schweren, rund eintausend Jahre alten und vor allem unschätzbar wertvollen Goldschatz. Fünf Hobbytaucher trauten ihren Augen nicht. Da lagen doch tatsächlich hunderte von Goldmünzen vor ihnen, einfach so auf dem Meeresgrund. Später stellte sich heraus, dass es fast 2000 Münzen aus der Zeit der Fatimiden waren, die die Glückspilze entdeckt hatten. „Das ist der größte, jemals in Israel gefundene Goldschatz“, kommentiert Jacob Sharvit von der Israel Antiquities Authority (IAA). „Insgesamt wiegt er neun Kilo und ist von unschätzbarem Wert“. Erst haben die Tauchergruppe gedacht, sie seien auf Spielgeld gestoßen. Dann sammelten sie einige Münzen und brachten sie dem Vorstand ihres Taucherclubs, der wiederum die Behörden informierte. Die Fachleute der IAA um Jacob Sharvit bargen schließlich den riesigen Rest. Ein Wintersturm hatte vermutlich den Meeresboden aufgewühlt und die Goldstücke freigelegt. Die Fatimiden beherrschten die Region von 909 bis 1171. Meeresarchäologe Sharvit von der IAA sagte, der Schatz stamme vermutlich von einem Schiffswrack, das Steuereinnahmen an Bord hatte. Es könne sich aber auch um ein untergegangenes Handelsschiff gehandelt haben. „Die Münzen sind in einem exzellenten Zustand, obwohl sie tausend Jahre auf dem Meeresboden lagen“, schwärmt er. Auf mehreren Münzen sind Abdrücke und Bissspuren zu erkennen, damals eine der wenigen Möglichkeiten, die Goldmünzen rasch und zuverlässig auf Echtheit zu prüfen. Ausgrabungen am Meeresgrund sollen nun weitere Erkenntnisse liefern. Sharvit bedankte sich bei den Hobbytauchern: „Sie sind vorbildliche Bürger mit Herzen aus Gold, die Israel und seine Geschichte lieben.“
 
PS: So ein Mist! ATLANTIS-Chef Heinz Käsinger hat um den versunkenen Hafen von Caesarea herum Dutzende von Tauchgängen absolviert – leider ohne Münzfund. Ob er die Pretiosen wohl gemeldet hätte?
 
Wrack von „HMS P311“ gefunden PDF Drucken E-Mail

p311-1von H.K. „HMS P311“ war ein britisches U-Boot, das 1943 in geheimer Mission im Mittelmeer unterwegs war. Als es zur vorgesehenen Zeit nicht zurück auf seine Heimatbasis in Malta kehrte, wurde es als vermisst gelistet. Das Boot und seine 71 Besatzungsmitglieder wurden bis gestern nicht gefunden. Doch am Sonntag, 29. Mai 2016, 73 Jahre nach dem Verschwinden des U-Boots, entdeckte ein italienischer Taucher das Wrack auf dem Meeresgrund nordöstlich vor Sardinien. Die sterblichen Überreste der Besatzung sind ebenfalls noch vollständig an Bord.

Das U-Boot war damals unterwegs auf seinem ersten Kampfeinsatz. Es hatte zwei bemannte Torpedos an Bord, die von Froschmännern gesteuert werden sollten. Deren Aufgabe war es, sich mittels der Torpedos an italienische Schiffe im Hafen von La Maddalena heran zu pirschen, um dort Haftladungen anzubringen. Diese Aktion war Teil der „Operation Principle“. Vermutlich streifte „P311“ am 2. Januar 1943 dabei eine italienische Treibmine. Boot samt Besatzung sanken in der Nähe des Inselchens Tavolara, der Stadt Olbia vorgelagert. Dort entdeckte Domenico Bondone, ein begeisterter Sporttaucher aus Genua, am Sonntag zunächst den intakten Rumpf samt der auf Deck montierten Kanone. Das Wrack liegt in 80 Metern Tiefe.

Bondone berichtete, dass der Rumpf unbeschädigt sei, nur der Bug sei eingedrückt. Das legt die Vermutung nahe, dass die Mannschaft, darunter acht Torpedobedienkräfte und zwei Mechaniker, erstickt sind. Der Tageszeitung Nuova Sardegna sagte Bondone: „Als ich das Wrack entdeckte, dachte ich zuerst an das Schicksal der Mannschaft. Ein Schicksal, das viele Soldaten, unter welcher Flagge sie auch dienten, vereint.“

„Jedes Wrack verdient unseren uneingeschränkten Respekt. Wracks von Kriegsschiffen aber in besonderem Maße“, sagt ein Sprecher der Commonwealth War Graves Commission CWGC). „Gerade auf U-Booten war der Dienst besonders hart. Es gab keinen privaten Platz, es herrschten teilweise unmenschliche Bedingungen und zu dem allem kam noch die ständige Angst, von einer feindlichen Wasserbombe getroffen zu werden.“ Deshalb sind die Namen der Männer von „P311“ auch im Naval War Memorial in Portsmouth aufgelistet und gewürdigt. „Wracks von Kriegsschiffen sind Gräber mit menschlichen Überresten. Wer ein solches Wrack besucht, für den gilt die Maxime: Ansehen ja, berühren nein!“, sagt der CWGC-Sprecher.

Obermaat Andrew Adams war Funker auf „P311“. Sein Neffe Ron Gould (64) meint: „In unserer Familie wurde nie wirklich über den im Krieg vermissten Onkel gesprochen. Ich fragte meine Mutter, doch was sollte sie mir antworten? Ich finde es gut, dass jetzt endlich ein Schlussstrich gezogen werden kann, das Rätsel um den Onkel gelöst ist.“ Arthur Stephen Kingston Lee fuhr als Bootsmann auf dem U-Boot. Sein Enkel Chris Lee: „Es ist aufregend für mich. Vor drei oder vier Jahren sind wir hinunter nach Portsmouth gefahren und haben auf dem Memorial nach dem Namen meines Großvaters gesucht – und ihn tatsächlich gefunden. Das war sehr bewegend.“

„P311“ war das einzige U-Boot der Royal Navy T-Klasse, das keinen richtigen Namen bekommen hat. Vorgesehen war die Taufe auf den Namen „Tutankhamen“, doch zu einer richtigen Taufe kam es nie. Schiffswracks bleiben stets Eigentum des Staates, unter deren Flagge das Schiff einst fuhr. Das britische U-Boot samt seiner gefallenen Besatzung wird auf dem Grund des Mittelmeers verbleiben und zum Kriegsgrab erklärt werden. Wenn es endgültig identifiziert ist, werden Taucher den White Ensign, die britische Seekriegsflagge, zu Ehren der Besatzung am Wrack aufziehen.

Am 12. März 1943 veröffentlichte „The Times“ eine Kurzmitteilung folgenden Inhalts: „Die britische Admiralität bedauert bekannt geben zu müssen, dass HM Submarine „P311“ unter Commander Richard Douglas Cayley, DSO, RN) vermisst wird und wahrscheinlich untergegangen ist. Die Angehörigen der Besatzung wurden bereits informiert.“ Heute kann das Kapitel P311 im großen Buch des Krieges endlich fertig geschrieben werden.

(Text- und Bildquelle: The Times, London)

 
Ungelöste Rätsel: Die Geisterschiffe von Japan PDF Drucken E-Mail

geister-3Jedes Jahr gegen Jahresende kommt es vor der nordwestlichen Küste Japans zu einem grausigen Phänomen: Das Meer spült Geisterschiffe in die japanischen Hoheitsgewässer. Im aktuellen Jahr 2015 wurde der schaurige Totentanz am 27. Oktober eröffnet, als Strandwanderer ein angespültes Boot einfacher Bauart nördlich der Stadt Hirosaki entdeckten, an Bord vier Leichen. Bald darauf, am 6. November, kam es wenige Seemeilen weiter nördlich zu einem weiteren Fund. Dann ging es Schlag auf Schlag. Der 20. November (vor Wajima), der 22. November (südlich Sakai), der 6. Dezember (bei Itoigawa) – diese Daten markieren alle den Fund eines Geisterschiffes. Der vorerst letzte wurde am 9. Dezember bei Tsuruga gemacht. Einige der Schiffe sind von der Mannschaft verlassen, also leer. Auf den meisten jedoch befindet sich eine Anzahl von Toten.

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Spezialisten für scharfe Sachen PDF Drucken E-Mail

s58Die Minentaucher

Von Heinz Käsinger

Um es salopp zu sagen: Sie räumen den Dreck weg, den andere gemacht haben. Einen hochexplosiven Dreck, allerdings. Denn die Minentaucher der Deutschen Marine gelten als die Unterwasser-Feuerwehr der Truppe.

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Deutsche U-Boote im Schwarzen Meer PDF Drucken E-Mail
hafen_
Von Heinz Käsinger
 
Vor der türkischen Schwarzmeerküste liegt in 22 Metern Tiefe das Wrack eines deutschen U-Boots aus dem Zweiten Weltkrieg. Da die damals neutrale Türkei keiner Kriegspartei gestattete, den Bosporus zu passieren, stellt sich die Frage, wie das U-Boot dort hinkam. Der ATLANTIS-Chef begab sich auf Spurensuche.
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Schießübungen unter Wasser PDF Drucken E-Mail

Trommelfeuer fürs Trommelfell

fertigmachen Von Andrey Nekrasov, Übersetzung H.K.

Mit dem Gewehr Assault APS und der Pistole SPP-1M stehen russischen Kampftauchern zwei Waffen zur Verfügung, mit denen man auch unter Wasser schießen kann. ATLANTIS war bei einem Manöver der Kampfschwimmer im Schwarzen Meer nahe Sevastopol dabei. 

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Lenhardt & Wagner PDF Drucken E-Mail

uafmacherKompressoren vom Meister

Von Heinz Käsinger

1975 gründeten der Motorradrennfahrer Wolfgang Lenhardt und der Werkzeugmachermeister Bernd Wagner eine kleine Firma. Geschäftszweck der Neugründung war die Herstellung von Auspuffanlagenfür Motorräder. Das ist Schnee von gestern. Heute präsentiert sich das Unternehmen als einer der kompetentesten Hersteller von Atemluftkompressoren weltweit.

Klar, dass ein Rennfahrer und ein Motorradverrückter nur etwas beginnen konnten, was auch mit dem Rennsport zu tun hat. Aber Wagner war und ist eben auch Taucher und so wurde das Produktsortiment 1980 um Hochdruck-Atemluftkompressoren erweitert.

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Ausstellung: Tiefsee PDF Drucken E-Mail

Von Wolfgang Freihen

Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft widmete dem Meer unter dem Namen „Tiefsee – entdecken, erforschen, erleben“ eine großartige Sonderausstellung in Frankfurt, die sich über zwei Stockwerke und 1000 Quadratmeter erstreckte. Sie war bis zum 30. Juni geöffnet. Jetzt geht es nach Berlin und London.

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U-1277 PDF Drucken E-Mail

Das rostige Ende des Dritten Reiches

sub_pb Von Daniel Brinckmann

Kaum 15 Kilometer von der Metropole Porto entfernt liegt ein U-Boot der deutschen Kriegsmarine auf Grund. Außerhalb Portugals ist das Wrack nahezu unbekannt. ATLANTIS verrät wieder einmal einen waschechten Geheimtipp. 

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